Die Donots im Interview

Die Welt hat Alex von den Donots zu einem Interview gebeten:

WELT KOMPAKT: Die neue CD ist Ende März erschienen – jetzt die Tour.

Alex Siedenbiedel: Es ist der Wahnsinn. Vorher ist ja immer unklar, ob überhaupt Leute kommen, wie viele kommen, was für Leute kommen. Man weiß außerdem nie, wie die neuen Songs ankommen. Auch wenn wir selbst glauben, die tollsten Lieder geschrieben zu haben, müssen sie noch lange nicht gut beim Publikum ankommen. Dass viele unserer Konzerte ausverkauft waren und sind, zeigt, dass wir offenbar nicht alles falsch gemacht haben. Man merkt jeden Abend, dass das Publikum komplett am Start ist. Das überträgt sich auf uns auf der Bühne. Das ist der helle Wahnsinn.

Mehr dazu hier: Der lange Weg.

Zudem hat die Lokalzeit Münsterland die Donots beim Konzert in Bielefeld besucht:

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Wie die Vertreter der Volksbank den Rücktritt von Dieter Jasper aufnehmen

Dieter Jasper ist aus dem Vorstand der Volksbank des Tecklenburger Landes zurückgetreten, nachdem er zuvor schon seine Aufgaben hatte ruhen lassen. Jasper war in die Kritik geraten, weil er in Deutschland jahrelang unter falschem Doktortitel aufgetreten war. Das Verfahren wurde vor kurzem gegen Zahlung von 5000€ eingestellt. Der Westfälischen Nachrichten war eine Beschreibung des Reaktion des Vorstandes berichtenswert:

Die Vertreter hören es, entlasten den Vorstand und den Aufsichtsrat einstimmig. Bei den Wahlen zum Aufsichtsgremium werden Elsbeth Alkemeyer (Recke), Willibrord Langemeyer (Mettingen), Alfred Strotmann (Ibbenbüren) und Dr. Peter Döbber (Ibbenbüren) einstimmig wiedergewählt. Döbber, Vorsitzender des Kontrollgremiums, hat zuvor mitgeteilt, dass Dieter Jasper (Hopsten) am Tag zuvor sein Aufsichtsratsmandat niedergelegt hat, um sich auf seine politische Arbeit in Berlin zu konzentrieren. Die Versammlung nimmt diese Mitteilung regungslos zur Kenntnis.

Gut, mit Protestmärschen hatte ich nun auch nicht gerechnet ;-).

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Haushaltsreden 2010

Mit der dünnen Mehrheit von 23:22 Stimmen ist der Haushalt der Stadt Ibbenbüren im Rat durch die Stimmen von SPD, Grünen und FDP durchgekommen. CDU, IfI und die Linke stimmten dagegen.

Die Haushaltsreden von SPD, CDU, IfI, FDP, und der Linkspartei stehen online, von der SPD gibt es zudem eine Erklärung zu ihrer Befürwortung des Haushalts.

Zudem gibt es die Reden zum Einbringen des Haushalts von Bürgermeister Heinz Steingröver und Stadtkämmerer Martin Burlage.

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Uni-Radio für Steinfurt und Münster wegen Logo zu 25.000€ abgemahnt

Radio Bielefeld und Radio Gütersloh erleben gerade einen sogenannten shitstorm auf Facebook. Daniel Fiene hatte in seinem Blog darüber berichtet, dass die zu diesen Radios gehörende Betreibergesellschaft dem für Steinfurt und Münster sendenden, studentischen Radio Q eine auf einen Schadenswert von 25.000 € bezifferte Unterlassungserklärung geschickt hatte. Das Logo von Radio Q wäre ein Plagiat des Logos von u.a. Radio Bielefeld.

Danach erschien den Radios die Situation wie folgt:

Na, dann recherchiere ich doch mal: Die Aussage über die Schrift scheint so nicht zu stimmen. Denn eine solche Schrift ist durchaus auf dem freien Markt zu erwerben: Sie kostet 12,99$. Hier kriegt man sie auch kostenlos, es scheint keine der Radiogesellschaft gehörige Schrift zu sein. Insofern ist es gar nicht verständlich, dass ein Plagiat eingeräumt wird: Die Rechte an der Schrift liegen schlicht nicht bei der Betreibergesellschaft, sonst wären doch die Verkäufer dieser Schrift schon längst verklagt worden. Und weswegen sollte der Trägerverein von Radio Q einräumen, diese Schrift sei auf dem freien Markt nicht erhältlich? Abgesehen davon unterscheidet sich die sonstige Logogestaltung doch sehr. Worin soll also das Plagiat bestehen? Worin die Rechtsverletzung in einer käuflichen Schriftart bezogen auf die Betreibergesellschaft?

Dennoch behauptet der Geschäftsführer der zugehörigen audio media service:

[W]ir [haben] von einer Grafik-Design Agentur den Schriftzug radio exklusiv für uns entwickeln lassen. Es handelt sich also um keinen Schriftzug, den es so zu kaufen gibt.

Der Vorsitzende des Trägervereins hat nach Eingang des Schreibens mit mir telefonisch Kontakt aufgenommen, und wir haben uns vernünftig geeinigt: Radio Q ändert sein Logo. Und wir verzichten auf Schadenersatzforderungen und Mahnkosten.

Das hätte ich der audio media service aber auch geraten.

Es ist nicht verwunderlich, dass man aus der Ecke von Radio Q die Angelegenheit etwas anders sieht:

Wenn ich das mal richtig stellen darf. So war das ganz und gar nicht. Diese vermeintliche Einigung kam nicht durch das Telefonat mit dem Radio Q-Vorsitzenden zustande, sondern erst auf Druck durch Prof. Hoeren, der sich in diesem Fall eingeschaltet hatte.

Und selbst diese Einigung ist eine erzwungene. Von mehreren Seiten (Juristen und Designern) wurden Radio Q gute Chancen eingeräumt, im Falle des Falles vor Gericht Recht zu bekommen. Argumente: Free Font, keine identische Schriftart, andere Farben, andere Designelemente, angewinkelter Schriftzug, usw. Nur kann sich Radio Q eine solche gerichtliche Auseinandersetzung nicht leisten. Deshalb kam es zu dieser “Einigung”.

So bleibt es ein Ding, auf rechtlichem Wege eine Matt-Situation zu erzeugen, und ein ganz anderes Ding der Sache nach eine Öffentlichkeit zu überzeugen. Daran sollte man bei der audio media service wohl noch etwas arbeiten.

Ebensogut kann man mich auf 25.000€ wegen meiner verwendeten Schriften verklagen. Ich habe den Nachweis der Rechtslage, die mir die Verwendung einräumt. Aber 25.000€ über für die Verteidigung dieser Rechtslage, die habe ich nicht.

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