Alles wird beta: Ibbpunkt.de gestartet

Es ist ein Versuch, aber einer, der überfällig war: Der Fachdienst Familie und Jugend, gemeinhin das Jugendamt genannt, der Stadt Ibbenbüren geht mit einer Internetseite für Jugendliche und die Jugendzentren online:

Eienr der Konzeptverantwortlichen ist meiner Einer. Daher kann ich sagen: Alles ist noch beta, das heißt vorläufig, weil sich noch gar nicht eingespielt hat, wer was wie beiträgt, welche Funktionen benötigt und welche nicht gebraucht werden. Das alles braucht Zeit. Heute, z.b. kam die klitzekleine, aber spürbare und zeitaufwändige Neuerung in die Seite, dass links obben das !bb-Logo eingebaut worden ist. Das scheint mir zumindest eine Bildsprache zu sein, die funktioniert.

Jetzt klingt es ja irgendwie komisch, sich selbst für das Projekt Glück zu wünschen, dann sage ich es mal so: Ich wünsche den Beteiligten gutes Gelingen beim Versuch dieser Form von Öffentlichkeitsarbeit!

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Demo gegen den Naziaufmarsch in Münster

Die Ibbenbürener Bands Donots & Waterdown werben für eine Teilname an der Demo Keinen Meter den Nazis gegen den Naziaufmarsch am 3.3. in Münster (Bahnhof Zentrum Nord):

Insgesamt haben mittlerweile mehr als 120 Verbände, Gruppen und Organisationen zu dieser Demo aufgerufen. ch selber bin letzte Jahr an Heilig Abend auf einer derartigen Demo in Bielefeld gewesen, wo 68 Rechtsradikale gegenüber 6500 Gegendemonstranten immerhin marschieren durften. Gespannt darf man sein, wieviel Platz die Rechten in Münster bekommen werden.

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Recker Aschermittwochsreden

André Elshoff hat da mal einen sehr interessanten Beitrag auf mazztv vom politischen Aschermittwoch in Recke gemacht. Und ja, McAllister ist rhetorisch gut in Schuss, das kann man nicht bestreiten. Laumann ist schon etwas erregt, kommt damit aber an. Bei näherer Betrachtung zeigen sich Widersprüche.

Denn Laumann betont, dass die CDU im Gegesatz zu der FDP und den Grünen nie eine Klientelpartei gewesen sei, was bei einer Partei die so eindeutig für ihre christliche Klientel einsteht doch eine etwas beschmunzelbare Darstellung zu sein scheint. Andererseits hatte McAllister ja gerade davon geredet, dass er mehr über die Mittelschicht, quasi die Leistungsbringer, in unserem Land reden wolle.

Zur Mittelschicht gehören nach Angaben der CDU diejenigen, die 40.000€ brutto, das sind 2.000€ netto monatlich zur Verfügung haben. Wenn in Recke nur die geklatscht hätten, die dazu gehören, dann hätten deutlich weniger geklatscht.

Dagegen kann man nun einwenden, dass McAllister all diejenigen, die nicht Hartz-IV beziehen als Mittelschicht bezeichnet, was widerum eine Überzeuchnung von Problemfeldern darstellt. Und wenn er nur die Mittelschicht als „normale Leute“ bezeichnet, sind wohl die anderen die Nichtnormalen. Populismus auf Kosten von Randgruppen – so genau wollte in Recke dann wohl niemand hinhören.

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Wie die Zeit Jaspers Wink beantwortet

Ich bin über Karneval darauf angesprochen worden, ob ich die Stellungnahme von Dieter Jasper zum Rücktritt Christian Wulffs gelesen hätte. Überflogen war das richtige Wort, mehr interessierte mich das nicht.

Ich habe sie mir nochmal angeschaut. Jasper verwässert in seiner Stellungnahme etwas, dass es sehr wohl berechtigte Kritik an Wulff gab, wie dieser ja auch eingeräumt hat. Die Kritik ist ja auch von der Staatsanwaltschaft Hannover als so frappierend eingeschätzt worden, dass es für sie zur Aufnahme von Ermittlungen reicht. An diesem Punkt noch davon zu reden, die Kritik sei nur „vielleicht berechtigt“, ist eine etwas verfehlte Redeweise.

Aber sei’s drum. Gen Ende schreibt Jasper, der Rücktritt solle

für gewisse Medien Anlass sein, sich selbstkritisch zu hinterfragen, ob bei der Berichterstattung der letzten Wochen immer nur die Informationsvermittlung im Vordergrund stand.

Ja, stand sie. Was soll denn auch sonst in einer Berichterstattung im Vordergrund stehen, wenn nicht eine Informationsvermittlung? Fraglich wäre doch, wie seriös die Informationen gewesen sind, die vermittelt werden sollten. Bernd Gäbler bei der Wochenzeitung Die ZEIT beantwortet quasi diesen Wink:

Bemerkenswert ist dabei, dass alle – die Bild-Zeitung inklusive – sich diesmal keineswegs verwerflicher Methoden bedienten. Niemand lauerte Wulffs Tochter auf. Keiner lockte die Exehefrau zu Geständnissen. Es war Wulff selbst, der im Fernseh-Interview auf „unsägliche Fantasien“ hinwies, die das Vorleben seiner Frau Bettina beträfen. Tatsächlich war das Internet voll von diesbezüglichen Denunziationen. Aber kein seriöses Blatt ging über die von Wulff selbst getätigten Andeutungen hinaus.

Gut, die Blödzeitung ein seriöses Blatt zu nennen, halte ich für gewagt, aber wer die Zeitungen zu Selbstreflektion anhalten will, sollte schon genauer sein, was er überhaupt meint.

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Bi us … de niege Bundspräsident

Ik ben immer noch voor de Karl-Theodor. Wi weten toch allet över de Mann odder Jaspers sin Dieter. Ook hier weten wi allet över ihn.

Un Dieter will toch weer naor Berlin hen. Da hätt he dann ne niege Kamer met 8 Badezimmers. Büschen aul, aver kan de Regerung renoveeren met die ganze Diäten un so.

Mien Mann wüllt ook naor Berlin hen. Da kunnen we in de Slott een paar Swiene unnerbrengen. Viellicht ook een paar Koien. We wullen die Hoff eh grödder maken.

Wie was denn Karneval in Langewieschke? Ik künnt daor niet hen, ik hett de Landfrooslü te frohstücken bi usen Hoff.

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So genau wollen wir es auch nicht wissen

Und auch unter diesem Artikel der IVZ steht, dass es sich bei dem Artikel um ein werthaltiges Produkt handle, dass so werthaltig ist, dass es in Zukunft nur noch gegen Geld online zu lesen ist.

Das Interview mit Ernst Goldbeck nimmt die aktuelle Diskussion über die Erhöhung der Diäten von NRW-Landtagsabgeordneten (Hier der vorangegangene Ibbtown-Beitrag) als Aufhänger.

Ernst Goldbeck kommentiert die aktuelle Diätenerhöhung im Interview wie folgt:

Da kommen 1200 Euro Altersversorgung nach fünf Jahren raus, das ist eine sehr gute Quote. Ja, mein Blutdruck steigt bei so was. Viele Rentner müssen trotz 45 Jahren Arbeit zum Sozialamt. Das passt nicht zueinander, das ist ungerecht!

Ich verstehe diese Äußerung so, dass Herr Goldbeck meint, nach einer 5jährigen Zugehörigkeit zum NRW-Landtag stünden Abgeordneten monatlich 1200€ Rente zu. Ein kritischer Journalist würde an dieser Stelle mal die Frage stellen, wie eine solche Rechnung zustande kommt – andere sprechen nur von 715€. Nicht in diesem Fall. Der Interviewer nimmt den Ball auf (durch das folgende „also“, als ob die Darstellung Goldbecks richtig sei) und fragt:

Es ist also ungerecht, wenn ein Volksvertreter in Düsseldorf nun 10726 Euro pro Monat bekommt und für ihn 2114 Euro für die Rente zurückgelegt werden?

Ich weiß ja nicht, wie Sie diesen Satz lesen. Aber würden Sie mir wiedersprechen, dass es Leser gibt, die den Satz so verstehen, dass NRW-Landtagsabgeordnete monatlich 10726€ pro Monat bekommen und zusätzlich für sie jeweils 2114€ in eine Rentenkasse eingezahlt wird? Landtagsabgeordnete bekommen 10726€-2114€ = 8612€. 2114€ werden in eine Rentenkasse gezahlt, aber nicht zurückgelegt. Das würde ja bedeuten, in jedem Fall käme er an diese Summe ran.

Ein tatsächlich werthaltiges Journalismusprodukt würde genau diese Unklarheiten nicht enthalten, damit der Inhalt des Artikels nicht so unvorsichtig auf Kosten des Ansehens von Politikern geht.

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