Ein ausgebranntes Thema

Ich glaube, Platon würde im Grab rotieren, wenn er hörte, dass der Begriff der Akademie heutzutage auch auf Autohäuser angewendet wird. Bei dieser Akademiestunde ging es um das Thema Burnout – leider. Das Thema wurde unglücklicherweise als Lifestyle-Thema dargestellt – passend eingeführt mit Titelblättern von Focus und Spiegel. Der Referent bricht das Thema grob auf drei Faktoren runter, die Burnout hervorrufen: Ungeklärte Sinnsuche, zu wenig Sport und zu wenig Schlaf. Es sei zunächst einmal ein vordepressives Phänomen, beim dem dem Betroffenen selbst zunächst einmal die Schuld trifft, sich wesentliche Aspekte seines Lebens nicht bewusst gemacht zu haben.

Die Frage ist, ob das Phänomen durch diese Lifestyle-Herangehensweise überhaupt erfasst wird: Ich kenne Leute, die wenig Sport treiben, die 4-5 Stunden schlafen, viel arbeiten und sich um den Sinn ihres Lebens nicht scheren. Aber die haben kein Burnout.

Das Problem hierbei ist, dass die zu Burnout führende Kausalkette, wenn man nicht alle Faktoren kennt, nicht umkehrbar ist. Aber das ist gerade das Problem mit diesem Vortragenden: Die individuellen Faktoren, die im Einzelfall für einen Betroffenen zu Burnout führen, werden in dieser Präsentation überhaupt nicht angesprochen. So erweckt man den Eindruck, als wäre Burnout nur ein kombinierter Schlaf-, Sport- und Sinn-Mangel. Überhaupt würde mich mal interessieren, wie viele Patienten der Referent schon wie kuriert hat.

Aber hier haben wir es eben mit Burnout als Lifestyle-Thema zu tun. So genau will es da keiner wissen.

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Faxx – nicht mit mir (Zarrus Diss)

Oh, ein (zumindest mir) neuer Stern am Ibbenbürener Rap-Himmel: Faxx. Hier mit einem ganz gefährlichen Diss-Lied übers Ficken, Bumsen und Fressepolieren oder so:

Und jetzt alle: Kopf→Tisch, Kopf→Tisch, Kopf→Tisch… (Aber Jungs: Gangsta-Rap mit Gürteltasche, das ist ja wohl ein No-Go.)

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Bücherverbrennung

Ich sach ja, Tach ein, Tach aus, es ist unterm Strich doch zu dunkel inne Stadt. Zu viele dunkle Gässken. Da gehen se von einer beleuchteten Straße kurz in eine Gasse und schwupss, da wissen se doch gar nicht mehr, was man da tut, wenn da was passiert. Es müsste heller werden. Sicher. Sonst zünden da die Jungens gleich Bücher und Zeitungen an, wie jetzt.

Ja, gut ich weiß auch nicht, was diese Bücher im Glasschrank da verloren haben. Liest doch keiner, was soll man die da nicht mal anders verwenden? Früher, ja früher wurde öffentlich mehr gelesen. Da hätte man sich bei Bücherverbrennungen auch noch mehr erregt. Zu meiner Zeit nahm man sich die Zeitung und setzte sich inne Stadt auffe Mauer. Dann faltete man sie zusammen, schaute dem Treiben in der Stadt zu, prominierte etwas und dann ließ man die Zeitung irgendwo liegen. Sollte doch ein anderer sie fertiglesen.

Das braucht man heute ja auch nicht mehr, steht ja bei denen heute alles im Schaufenster. Fehlte nur noch, dass die den Schaufensterkiekern auch noch ein schlechtes Gewissen einreden, was ihnen denn einfällt, kostenlos ins Schaufenster zu kieken.

Ausleihbare Taschenlampen am Eingang der Stadt. Das wäre mal eine Maßnahme. Dann müsste man auch nicht extra hell machen.

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