Morgenkaffee

Eie Rose ist eine Rose ist eine Rose: Und wenn eine Partei, die kaum einer mehr ernst nimmt, eine andere Partei nicht ernst nimmt, dann…

Malte Welding erscheint die Urheberrechtsdebatte ein notwendiger Reinigungsprozess zu sein.

Beim Surfguard wird das Piratenpartei-Bashing – und Bashings bei der FAZ zeigen immer an, dass das Gegenteil der Meinung der Zeitung befürwortenswertes enthält – kritisiert, wobei vielleicht noch interessanter festzustellen ist, dass mittlerweile Blogs durchaus, wie in diesem Fall das Regner-Interview auf BR, das ansonsten untergegangen wäre, themensetzend sein können. Langer Satz.

Und während ich mir die Frage stelle: Was wird denn aus Lindner, wenn er nochmal scheitert? hole ich mir erstmal noch einen Kaffee.

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Morgenkaffee

Gestern lief in der ARD „Der Sturz. Honeckers Ende“, ein Film um ein Interview mit Margot Honecker, die immer noch nicht wahr haben will, dass die DDR qua Unrechtsstaat gescheitert ist, sondern meint, er sei von fremden Mächten gestürzt worden. Mein weiß ja gar nicht, wenn man sich mit Margot Honecker befasst, ob man argumentativ auf das, was sie sagt eingehen soll, oder Mitleid haben soll oder irritiert über ihre die Tragödien anderer verachtende, stehengebliebene Ansichten sein soll, und ist es unterm Strich alles. Im Osten des Landes fragt man sich dabei auch, ob ein solches Interview nicht die Sympathieen für die DDR nährt. Man kann das eine aber nicht ohne das andere haben. Die Debatte über den Unrechtsstaat DDR ist noch nicht, aber sicher irgendwann beendet. Der Kern ist hierbei, dass die DDR nicht als dem Kapitalismus gegenüberstehender Sozialismus Unrechtsstaat ist, sondern sie war ein Unrechtsstaat, weil es keine Gewaltenteilung gab, was den Einzelnen Menschen dem Staat gegenüber zur völligen Machtlosigkeit, selbst was seine Menschenrechte angeht, verurteilte.

Whitney Houstons als Comback gedachter und als Farewall anlaufender, letzter Film ist angelaufen.

Stefan Niggemeier irritiert, wie beim Handelsblatt dank Verbreitung von Hektik Fehler kaschiert werden.

Und während ich mir die Frage stelle: Ist der Sozialismus ernsthaft noch etwas anderes als vergangener Staatsirrgang? hole ich mir erstmal noch einen Kaffee.

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Sven Sorgenfrey bemüht sich um eine sachliche Auseinandersetzung mit Patrick Dörings Ausspruch „Tyrannei der Masse“. Aber wer in diesem Zuge Sätze schreibt wie

Die Netzgemeinde hat ihn dafür mit einem Shitstorm bedacht

muss sich nicht wundern, wenn er selbst nicht ernst genommen wird. Um Dörings Punkt stark zu machen, muss man sagen: Der Angriffspunkt der Piratenpartei ist, dass Basisdemokratie vielleicht fairer ist als Fraktionszwang, aber immer noch latent die Diskriminierung der Mehrheit über die Minderheit innehat.

Aber auch anderswo stößt der Demokratiebegriff weiterhin an begriffliche Grenzen, so schreibt Björn Boehning:

wenn wir nicht darauf zählen können, dass demokratische Entscheidungen auch akzeptiert werden, dann sind wir auch mit mehr Partizipationsmöglichkeiten keinen Zentimeter vorangekommen

Wie gesagt: Wenn demokratische Entscheidung nur eine Mehrheitsentscheidung darstellt, kann das immer noch eine Diskriminierung sein. Der moderne Begriff der Demokratie verweist auf einen Staat als Rechtsstaat, der nicht auf fundamentalistische, sondern begründete Argumentationen zurückgreift. Ein solcher Demokrat gibt kein Versprechen ab, Mehrheitsentscheidungen kritiklos zu akzeptieren. Das ist auch gar nicht systemnotwendig, wie Boehning meint.

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Morgenkaffee

Was waren das noch für Zeiten, als so eine Meldung noch für einen Skandal sorgte: Dioxin in Eiern in NRW entdeckt.

Ulrich Horn sieht im Vorgehen der NRW-FDP eine möglicherweise länger geplante Inszenierung.

Thomas Hornauer zieht vor Stefan Niggemeier den Schwanz ein. Hauptsache mal mit Anwalt Kohle eingefordert haben.

Und während ich mir die Frage stelle: Sollte man als Blogger nicht gleich einen Anwalt einstellen? hole ich mir erstmal noch einen Kaffee.

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Morgenkaffee

Bei der Klatschkritik ist man auf Suche nach Killerbakterien in den bunten Seiten.

In Sachsen hat der dortige Landtag ein NPD-Mitglied in einen NSU-Ausschuss gewählt – mit deutlich mehr Stimmen als die NPD selbst hat.

Eigentlich ist der NRW-Landtagswahlkampf ja schon angelaufen, aber auf dem im letzten Wahlkampf so brisanten Wir-in-NRW-Blog bleibt es ruhig. Dabei fällt das CDU-Wahlkampf-Resümee von Ulrich Horn bislang alles andere als aufbauend aus.

Anne Will und kann nicht, Teil 587

Und während ich mir die Frage stelle: Wann schreien die ersten in der FDP eigentlich nach Westerwelle als Retter? hole ich mir erstmal noch einen Kaffee.

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MorgenkaffeeUnd schwupss ist schon wieder letzter Ostertag für dieses Jahr. Irgendwie hat man aber eher das Gefühl von Abschied als von Neuanfang, man kehrt ja wieder in den Alltag zurück. Geschrieben wird trotzdem im Internet, deswegen lesen wir, dass

Markus Kompa sich mit dem merkwürdigen Verhalten der Zeitungen auf die Umfragen- und Wahlerfolge der Piratenpartei auseinandersetzt und meint, je höher der NRW-Wahlerfolg der Partei, desto deutlicher das Zeichen, dass Zeitungsverlage an politischer Einflussvermögen einbüßen.

Ulrich Horn erfreut mit einem bissigen Artikel zur immer noch nicht ganz in die Vollen gehenden NRW-CDU. Dabei fällt mir ein weiteres Mal auf, wie seicht dagegen der im letzten Wahlkampf so bedeutende Wir-in-NRW-Blog daher kommt und wie stark Journalisten dem Bereich der politischen Bloggosphäre die Messlatte anzeigen. Man selbst schreibt gar nicht mehr so viel zu Politik wie früher, einfach weil die Lücke, die bislang da war, besser geschlossen wird.

Es ist aber auch nicht nur die Piratenpartei, die den Qualitätsverfall der Medien zu spüren bekommt, auch Günter Grass widerfährt eine bedauerliche Medieninterpretation, meint man beim Spiegelblog. Es ist vergleichsweise erhellend, wie Avi Primor mit der Angelegenheit bei den Tagesthemen umgeht. Zuvor hatte die Berliner Zeitung Primor interviewt.

Da passt es irgendwie, wenn Chris Anderson, Chef der amerikanischen WIRED, sagt, der Großteil der Zeitungen habe mit Journalismus gar nichts mehr zu tun.

Und während ich mir die Frage stelle: Ist Propaganda die Antwort der Verleger auf die Zeitungskrise? hole ich mir erstmal noch einen Kaffee.

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Morgenkaffee Es frühlingt allüberall. Besonders gut zu sehen in Bonn.

Der Kauf von Instagramm in Höhe von 1 Mrd. Dollar geschah nicht wegen der so gewonnenen Funktion eines Fotoprogramms, sondern um an mehr Handy-Daten der Benutzer zu kommen, meint Dan Rowinski. Apropos 1 Mrd. Dollar – soviel hat Microsoft gerade für AOL-Patente gelatzt.

Damit mal zu den Kurzmeldungen: Gesine Lötzsch tritt als Vorsitzende der Linkspartei zurück. Ab Mitte März gibt es in Deutschland mit der „116 117“ eine einheitliche Notfallrufnummer für ärztliche Bereitschaftsdienste. In aktuellen Umfragen ist die Piratenpartei mit 13% Zustimmung drittstärkste Partei. Jemand wird verklagt, weil jemand anderes an seine Facebook-Pinnwand ein urheberrechtlich geschütztes Bild veröffentlicht hat.

Und während ich mir die Frage stelle: Ob sich Lötzsch jetzt endlich mal von den Linken erholt? hole ich mir erstmal noch einen Kaffee.

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Morgenkaffee Beim Spiralteppich meint man, das ganze Gezerre ums Urheberrecht könnte die Kultur des Aufnehmens von Musik letzen Endes begraben.

Fefe hat da mal wieder einen glasklaren Fall von Notwehr.

Heute startet die Aktion alle-gegen-bild.de, die sich gegen das Vorhaben der Bildzeitung richtet, zum Irgendwasjubiläum am 23. Juni in jeden deutschen Briefkasten eine Bildzeitung zu stopfen. Sieht ganz hübsch aus.

Und während ich mir die Frage stelle: Schaffe ich es wohl selber, so einen Aufkleber an meinen Briefkasten zu kleben? hole ich mir erstmal noch einen Kaffee.

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MorgenkaffeeIm Zusammenhang mit der Schassung des KP-Funktionärs Bo Xilai beleuchtete man bei der ftd die Instrumentalisierung von Mikroblogs durch die chinesische Führung.

Der Europäische Gerichtshof hat geurteilt, dass das Inzestverbot nicht gegen die Menschenrechte verstößt. Aber es hilft niemandem, meint man bei der ZEIT.

In Trier bereitet man sich auf die Ausstellung des Heiligen Rocks vor.

Beim fluter befasst man sich mit dem Hipster-Hype.

Die taz beschäftigt sich mit Nazi-Hiphop.

Und während ich mir die Frage stelle: Wie haben die vor 2000 Jahren Klamotten hinbekommen, die so lange halten? hole ich mir erstmal noch einen Kaffee.

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Ich sach ja, Tach ein, Tach aus, es ist unterm Strich doch zu dunkel inne Stadt. Zu viele dunkle Gässken. Da gehen se von einer beleuchteten Straße kurz in eine Gasse und schwupss, da wissen se doch gar nicht mehr, was man da tut, wenn da was passiert. Es müsste heller werden. Sicher. Sonst zünden da die Jungens gleich Bücher und Zeitungen an, wie jetzt.

Ja, gut ich weiß auch nicht, was diese Bücher im Glasschrank da verloren haben. Liest doch keiner, was soll man die da nicht mal anders verwenden? Früher, ja früher wurde öffentlich mehr gelesen. Da hätte man sich bei Bücherverbrennungen auch noch mehr erregt. Zu meiner Zeit nahm man sich die Zeitung und setzte sich inne Stadt auffe Mauer. Dann faltete man sie zusammen, schaute dem Treiben in der Stadt zu, prominierte etwas und dann ließ man die Zeitung irgendwo liegen. Sollte doch ein anderer sie fertiglesen.

Das braucht man heute ja auch nicht mehr, steht ja bei denen heute alles im Schaufenster. Fehlte nur noch, dass die den Schaufensterkiekern auch noch ein schlechtes Gewissen einreden, was ihnen denn einfällt, kostenlos ins Schaufenster zu kieken.

Ausleihbare Taschenlampen am Eingang der Stadt. Das wäre mal eine Maßnahme. Dann müsste man auch nicht extra hell machen.

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