„Ach zum Lesen habe ich keine Zeit.“ Leider hört man diesen Satz viel zu oft, was aber viel schlimmer ist, man hört ihn von sich selbst. Dabei ist Lesen eine diese wunderbaren Eigenschaften, die uns die Fähigkeit verleiht, einfach so in eine andere Welt einzutauchen, sein Wissen zu erweitern, das Vergangene in die Gegenwart zu verwandeln. Und jetzt soll man da einfach keine Zeit mehr dafür haben. Man kann nie so beschäftigt sein, dass keine Zeit zum Lesen bleibt.

Ob die Initiatoren des Bücherschranks in Ibbenbüren ebenfalls diesen Gedanken hatten, oder ob es eine bloße Marketingskampagne der RWE ist, bleib für mich ein Geheimnis, was aber kein Geheimnis bleibt, ist, dass man darin doch den einen oder anderen bedeutenden Klassiker der Weltliteratur findet.

So auch eins der bedeutendsten und bekanntesten Werke des russisch-amerikanischen Schrifstellers Vladimir Nabokov, der in seinem, eins viel umstrittenem Werk, eine zweijährige Flucht von Humbert Humbert und seiner zwölfjährigen Stieftochter beschreibt. Die beiden leben in einer sexuellen Beziehung, die zunehmend von Gewalt und Tyrannei beherrscht wird.

Wie schon viele russischen Romane erzählt auch dieser vom Scheitern einer Liebe, wobei die Liebe nichts mit den romatischen Gaukeleien von Jennifer Aniston & Co. zu tun hat, wie sie uns durch die Traumfabrik vorgespielt wird, sondern mit dem besinnungslosen Verfall einem anderen gegenüber, dass aus einem unscheinbarem Litiraturprofessor einen tyrannischen Zuhälter und Mörder werden lässt.

Neu im Bücherschrank
3. Yann Martel – Life of Pi
2. Connie Palmen – Die Gesetze
1. Cees Noteboom – Rituale

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Morgenkaffee

So, willkommen zurück im Alltag nach der Kurzurlaubsphase, die viele hatten.

Katrin Schuster verweist auf die TV-Studie Hohle Idole, nach der die Protagonisten bestimmter Sendungen Allmachtsphantasien auslebten:

Klum und Bohlen spielen nicht Monarchie. Sie spielen Diktatur.

Jan Tißler erklärt den Begriff dark social, der darauf hinweist, dass Facebook im Social-Media-Teich eine kleinere Rolle einnimmt, als vielfach angenommen.

Beetlebum hat bezüglich seiner Beziehung etwas sehr beruhigendes festgestellt.

Und während ich mir die Frage stelle: Wann kommt endlich der Facebook-Nachfolger? hole ich mir erstmal noch einen Kaffee.

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Morgenkaffee Obama bleibt der Präsident der USA, was aber deutlich nüchterner aufgenommen wird als bei seiner ersten Präsidentschaft. Immerhin hat Romney nicht mit der Strategie gewonnen, der Presse so lange keine Antworten mehr zu geben, bis man nichts schlechtes über ihn mehr denkt, so Fefe.

Die eigentlichen Sieger der Wahlnacht sind für Konstantin Klein die Datenjournalisten.

Beetlebum entdeckt den Mangel eines Mängelexemplars und verweist auf die durch Privatfinanzierung gestemmte Trickfilmproduktion von Nichtlustig.

Und während ich mir die Frage stelle: Hat Obama eigentlich schon konkretisiert, was seine handfesten Ziele sind, an denen er gemessen werden will? hole ich mir erstmal noch einen Kaffee.

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Als Lolita reinkam, war Pi noch da, da dachte ich, Taschenbücher gehen wohl nicht sonderlich gut weg, gerade wenn es auch noch englische sind. Aber heute war es dann auch nicht mehr zu finden. Daneben sah ich heute das erste Mal jemanden anders, der Bücher rausnahm und eigene reinstellte. Das hat schon sowas von der Beobachtung eines Naturschauspiels.

Neu im Bücherschrank ab heute: Ludwig Wittgensteins Tractatus logico-philosophicus, ein Klassiker der Philosophie – wenn auch von den wenigsten verstanden. Das sollte aber eh‘ niemanden dazu veranlassen, nichts ins Buch zu schauen. Also viel Spaß beim Schmökern.

Neu im Bücherschrank
4. Vladimir Nobokov – Lolita
3. Yann Martel – Life of Pi
2. Connie Palmen – Die Gesetze
1. Cees Noteboom – Rituale

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Morgenkaffee

Bei der Süddeutschen wird thematisiert, dass Mitt Romney die US-Präsidentschaftswahl verloren hat, weil er sich bestimmte Wählergruppen verprellt hat.

Die Band Selig verschenkt ihr neues Lied Love & peace auf ihrer Internetseite.

Die Zeit berichtet, die Bundeswehr habe trotz Warnungen Rechtsextreme ausgebildet.

Der AStA der Universität Hamburg hat mit seiner Bemerkung, Hanns Martin Schleyer habe mit seinem Tod die Voraussetzung für die nach ihm benannte Mehrzweckhalle in Stuttgart geschaffen, den Zorn politischer Gruppierungen auf sich gezogen.

Und während ich mir die Frage stelle: Gibt es bald extra-ethische Vorschriften für die Bundeswehr? hole ich mir erstmal noch einen Kaffee.

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Ibbtown expandiert etwas und wird um eine Rubrik reicher, den Tecklenblog. Das Erstellen dieser Rubrik hat den einfachen Hintersinn, dass man sich im Altkreis eben manchmal eher als Altkreisler als als Nur-Ibbenbürener sieht. Und auch die Geschichten von Altkreislern dürfen auf diesem Blog unterkommen, dann aber auch unter einem Titel, der dazu passt. Tecklenblog eben.

Aber nicht nur um eine Rubrik, auch um einen Autoren ist diese Seite reicher: Faxe. Willkommen in dieser kleinen Welt.

P.s.:Und wie lernen die Meisten den Altkreis oftmals richtig kennen? Richtig, durch’s Wandern. Und wo wandert man hin? Da kann man sich Rat bei Wanderer Martin suchen.

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… oder so ähnlich sollte der erste Blogversuch aus Düsseldorf unsererseits lauten. Irgendwie wurde nie etwas draus außer einer Bildergallerie. Die vorinstallierten WordPress-Blogs sind dann doch ab und an zu weit weg von der eigenen Art, das Internet zu nutzen.

Es lässt sich ja doch sagen, dass unsereins irgendwie noch nicht fertig ist mit dieser Stadt. Für nichtrheinländische Nordrhein-Westfalen ist die Landeshauptstadt ja irgendwie kein sonderlich beschriebenes Blatt. Schuldenfrei, imagefrei und irgendwie uninspirierend. Aber Museen gibt es einige, deswegen kann man da hin fahren. Die Kö? Spätestens, wenn Hasi und Mausi da hin kommt, lockt die Straße kaum noch jemanden aus der Reserve.

Schön ist Düsseldorf nicht
, wenn man Kunstkennern diese Einschätzung abnehmen möchte. Warum wohnen dann doch so viele Menschen da? Was hält sie? Was zieht sie dorthin? Vielleicht werden diese oder ganz andere Antworten durch dieses Korrespondenzblog beantwortet. Man wird sehen.

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