Kennzeichen IBB

Früher, nech, früher, ja da hab ich mir fast immer in den Bade­schlüpfer gepullert, wenn ich im Aasee­bad dieses freudig ver­fehlte Ibb, Ibb — Hur­ra! gele­sen habe. Ich fand’s auch symath­isch, dass die CDU Teck­len­burg ihr altes TE-Num­mern­schild wieder­haben wollte, weil neue Kennze­ichen zuge­lassen wer­den kön­nen. Aber mehr Gedanken habe ich mir zur Dreibuch­stäbigkeit dann auch wieder nicht gemacht.

Nu gibt das bei Face­book eine Ini­tia­tive für ein IBB-Kennze­ichen für Autos. Und da habe ich wieder an das Aasee­bad gedacht. Und da habe ich wieder an den Bade­schlüpfer gedacht. Und an Bocholt, wo man kön­ftig mit BOH rum­fahren will. Und dann dachte ich: BOH-EY — Nee, bloß nicht. Und unsern Bürg­er­heinz meinte ja auch, dass das nicht wichtig wäre. Also, was soll’s.

Aber dann las ich, dass diese Neuetiket­tierung die Heimatver­bun­den­heit stärken soll und naja — das heißt doch auch zu Image-Grün­den. Also warum nicht?

Wussten Sie, dass das Kürzel IBB gar nicht so ungeläu­fig ist? Da gibt das die Investi­tions­bank Berlin, die sich so abkürzt. Und das Inge­nieur­büro für Beton- und Baustofftech­nolo­gie, die Ibb Mod­ul Air KG, die IBB Wohn­bau GmbH, das Inter­na­tionale Bankhaus Bodensee, das Insti­tute of Bio­math­e­mat­ics and Bio­m­e­try des GSF, das Insti­tut für beru­fliche Bil­dung, das Insti­tut für Bil­dung und Beratung und und und.

Jet­zt stellen Sie sich mal vor, die führen alle mit einem IBB-Kennze­ichen durch die Gegend. Eine bessere Image-Kam­pagne kann man sich doch gar nicht wün­schen. Und man kann das Hoch im Mün­ster­land endlich ein­stampfen. Zwei Fliegen mit ein­er Klappe. Würde ich als Bürg­er­meis­ter als erstes umset­zen. Denken Sie in der Wahlk­a­bine dran!

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Neu im Bücherschrank(6): Stendhal — Rot und Schwarz

Diese Woche mal wieder ein Klas­sik­er in deutsch­er Sprache neu eingestellt: Stend­hals Rot und Schwarz. Das Buch ist qua­si zu 90% unge­le­sen, denn kurz nach­dem ich es gekauft hat­te, erschien eine Neuüber­set­zung, die den Feuil­letons glaubend, viel bess­er sei. Mein Franzö­sisch ist lei­der nicht gut genug, um darüber zu befind­en, aber let­zten Endes standen dann zwei Taschen­buchaus­gaben des­sel­ben Werkes in meinem Bücher­re­gal.

Sog­ar Wittgen­steins Trac­ta­tus ist ver­gan­gene Woche wegge­gan­gen. Das über­rascht mich jet­zt doch etwas. Neulich sprach ich mit der Lei­t­erin der Bücherei über den Büch­er­schrank. Seit­dem weiß ich, dass die Stadt­bücherei dauernd den Schrank nach­be­füllt und auch die umliegen­den Buch­hand­lun­gen aus­ge­di­ente Büch­er dort hine­in­stellen. Und den­noch ist diese Woche in der unter­sten Rei­he wieder enorm viel Platz. Ins Auge gefall­en sind mir die Tom Wolfes Fege­feuer der Eit­elkeit­en und Spo­erls Die Feuerzan­gen­bowle. Bin mal ges­pan­nt, ob die es da eine Woche lang aushal­ten.

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