Körperpatt

Vor einiger Zeit habe ich mal fest­ge­hal­ten, was bei uns im Mün­ster­land so für eingängige Idiome tagtäglich zur Anwen­dung kom­men. Heute bin ich unter­wegs auch in Düs­sel­dorf auf so eine sprach­liche Eige­nart gestoßen, die ich bis­lang nicht kan­nte. Da ran­nten zwei kauzige Typen mir ent­ge­gen und der eine meint zum anderen:

Da mach­ste dann nichts mehr. Da macht dein Kör­p­er patt.

Irgend­was macht der Kör­p­er wohl und nicht so wie gewün­scht. Man hat wohl keinen Zugriff auf ihn, wie Fuss­bal­lkom­men­ta­toren sagen wür­den. Ob sich der Kör­p­er hier aber eigen­ständig eine Auszeit nimmt oder ob er in ein­er bes­timmten Sit­u­a­tion durch Aktionsver­weigerung Vor­sicht wal­ten lässt — das war dem Gespräch nicht zu entnehmen.

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Mission Olympic Initiative des Monats November: Püsselbürener KUBB-Spiele

Gute Chan­cen, die Mis­sion Olympic Ini­tia­tive des Monats Novem­ber für sich zu entschei­den, haben die Püs­sel­büren­er KUBB-Spiele. Ger­ade liegen sie in der Zwis­chen­wer­tung ganz vorne, und kön­nten den Siegerpreis von 500€ abkassieren. Der zweite und dritte Platz erhält jew­eils 300 bzw 200€, das wäre ja auch schon was. Hier geht es zur Abstimmung.

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Kundgebung gegen die Brandstifter von Hopsten

Am kom­menden Sam­stag find­et in Ibben­büren eine Kundge­bung antifaschis­tis­ch­er und anti­ras­sis­tis­ch­er Grup­pen gegen die Brand­s­tifter von Hop­sten statt.

Sechs Män­nern im Alter von 16 bis 22 Jahren wird von der Staat­san­waltschaft vorge­wor­fen, am 13. April 2012 einen Molo­tow-Cock­tail auf ein bewohntes Haus gewor­fen zu haben, in dem mehrheitlich aus Ser­bi­en und Alban­ien stam­mende Fam­i­lien lebten. Weil ein Bewohn­er das Feuer auf dem Balkon ent­deck­te, kon­nte der Brand gelöscht wer­den, ohne dass jemand ver­let­zt wurde.

Während die Staat­san­waltschaft Mün­ster nicht von einem ras­sis­tis­chen Tat­mo­tiv aus­ge­ht, taucht der Vor­fall in der Auf­stel­lung der Lan­desregierung zu rechtsmo­tiviert­er Gewalt im ersten Hal­b­jahr 2012 in NRW auf.

Der Prozess begin­nt am 19. Novem­ber im Amts­gericht Ibbenbüren.

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Kennzeichen IBB

Früher, nech, früher, ja da hab ich mir fast immer in den Bade­schlüpfer gepullert, wenn ich im Aasee­bad dieses freudig ver­fehlte Ibb, Ibb — Hur­ra! gele­sen habe. Ich fand’s auch symath­isch, dass die CDU Teck­len­burg ihr altes TE-Num­mern­schild wieder­haben wollte, weil neue Kennze­ichen zuge­lassen wer­den kön­nen. Aber mehr Gedanken habe ich mir zur Dreibuch­stäbigkeit dann auch wieder nicht gemacht.

Nu gibt das bei Face­book eine Ini­tia­tive für ein IBB-Kennze­ichen für Autos. Und da habe ich wieder an das Aasee­bad gedacht. Und da habe ich wieder an den Bade­schlüpfer gedacht. Und an Bocholt, wo man kön­ftig mit BOH rum­fahren will. Und dann dachte ich: BOH-EY — Nee, bloß nicht. Und unsern Bürg­er­heinz meinte ja auch, dass das nicht wichtig wäre. Also, was soll’s.

Aber dann las ich, dass diese Neuetiket­tierung die Heimatver­bun­den­heit stärken soll und naja — das heißt doch auch zu Image-Grün­den. Also warum nicht?

Wussten Sie, dass das Kürzel IBB gar nicht so ungeläu­fig ist? Da gibt das die Investi­tions­bank Berlin, die sich so abkürzt. Und das Inge­nieur­büro für Beton- und Baustofftech­nolo­gie, die Ibb Mod­ul Air KG, die IBB Wohn­bau GmbH, das Inter­na­tionale Bankhaus Bodensee, das Insti­tute of Bio­math­e­mat­ics and Bio­m­e­try des GSF, das Insti­tut für beru­fliche Bil­dung, das Insti­tut für Bil­dung und Beratung und und und.

Jet­zt stellen Sie sich mal vor, die führen alle mit einem IBB-Kennze­ichen durch die Gegend. Eine bessere Image-Kam­pagne kann man sich doch gar nicht wün­schen. Und man kann das Hoch im Mün­ster­land endlich ein­stampfen. Zwei Fliegen mit ein­er Klappe. Würde ich als Bürg­er­meis­ter als erstes umset­zen. Denken Sie in der Wahlk­a­bine dran! 

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Neu im Bücherschrank(6): Stendhal — Rot und Schwarz

Diese Woche mal wieder ein Klas­sik­er in deutsch­er Sprache neu eingestellt: Stend­hals Rot und Schwarz. Das Buch ist qua­si zu 90% unge­le­sen, denn kurz nach­dem ich es gekauft hat­te, erschien eine Neuüber­set­zung, die den Feuil­letons glaubend, viel bess­er sei. Mein Franzö­sisch ist lei­der nicht gut genug, um darüber zu befind­en, aber let­zten Endes standen dann zwei Taschen­buchaus­gaben des­sel­ben Werkes in meinem Bücher­re­gal.

Sog­ar Wittgen­steins Trac­ta­tus ist ver­gan­gene Woche wegge­gan­gen. Das über­rascht mich jet­zt doch etwas. Neulich sprach ich mit der Lei­t­erin der Bücherei über den Büch­er­schrank. Seit­dem weiß ich, dass die Stadt­bücherei dauernd den Schrank nach­be­füllt und auch die umliegen­den Buch­hand­lun­gen aus­ge­di­ente Büch­er dort hine­in­stellen. Und den­noch ist diese Woche in der unter­sten Rei­he wieder enorm viel Platz. Ins Auge gefall­en sind mir die Tom Wolfes Fege­feuer der Eit­elkeit­en und Spo­erls Die Feuerzan­gen­bowle. Bin mal ges­pan­nt, ob die es da eine Woche lang aushalten.

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Fast richtig

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… bewirbt unser Lokalblättchen da das Stück Gut gegen Nord­wind. Nur dass die abge­bilde­ten Schaus­piel­er Agla­ia Szyszkowitz und Wal­ter Sit­tler gar nicht mitspielen.

Aktualisierung

Auf Nach­frage: Ann-Cathrin Sud­hoff und Ralf Bauer sind in den Haup­trollen zu sehen. 

Der Fehler stammt möglicher­weise ursprünglich vom Fach­di­enst Kul­tur, wo die Ver­anstal­tung online eben­so mit Agla­ia Szyszkowitz und Wal­ter Sit­tler bewor­ben wird.

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