Morgenkaffee

Nach kurzer Krankheit ist der Betreiber von schalkefan.de, Matthias in der Weide, verstorben. Mein tiefes Mitgefühl von dieser Stelle aus.

In Birma kann man erstmals seit 1962 wieder eine nichtstaatliche Zeitung lesen.

Korea droht zum Kriegsgebiet zu werden.

Google ist die dominanteste Kraft für das Musikgeschäft, außer nstürlich in Deutschland.

Und während ich mir die Frage stelle: Wie lange gucken andere Staaten in Korea wohl zu? hole ich mir erstmal noch einen Kaffee.

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Morgenkaffee Fefe empfiehlt die Lektüre des Artikels von Evgeny Morozov über Tim O’Reilly, der davon handelt, wie Sprache und politische Debatten von wegweisenden Firmen manipuliert werden.

Derweil bespricht Stefan Schulz in der FAZ einen Film auf ARTE über Google, der aufruft, Google zu entmachten.

Die Ausschlachtung der Westfälischen Rundschau hat zumindest schon mal den Erfolg, dass vier- bis fünftausend Abonnenten gekündigt haben.

Und während ich mir die Frage stelle: Wieso hat die WR überhaupt noch Abonnenten? hole ich mir erstmal noch einen Kaffee.

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2vorleser

Ja, da habe ich so gemeckert an der letzten Bücherschrankeinstellung, da kann man ja mal was zumindest etwas besseres einstellen: Der Vorleser von Bernhard Schlink. Von vielen wird das Buch für seine genaue Erzählweise und seine anregende Geschichte gelobt.

Ich selbst habe das Buch vor Unzeiten mal angelesen, aber aufgehört, dann in den Film reingeschaut und unter dessen Eindruck stehe ich noch. Schlinks Geschichte scheint mir in ihrem Kitsch nicht angemessen für die Zeit, in der sie spielt, trifft weder einen passenden Ton der Nazizeit, noch der Aufbruchszeit nach dem zweiten Weltkrieg. Die Hauptfiguren bleiben unverständlich und fremd.

Vielleicht dochmal ganz lesen. Andererseits ist dieser Weltbestseller erstaunlich schnell in Vergessenheit geraten.

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Morgenkaffee

Ein Unbekannter hat der Süddeutschen Zeitung einen Datensatz mit 130.000 Namen, die hinter obskuren Briefkastenfirmen stecken, zugänglich gemacht.

Disney macht LucasArts dicht, das sie erst vor einem Jahr für 4 Mrd. $ gekauft haben. Aja.

Die taz schreibt über die neue Internetplattform stoersender.tv von Dieter Hildebrandt, das über Ostern gestartet wurde.

Und während ich mir die Frage stelle: Steht und fällt der Störsender mit Hildebrandt? hole ich mir erstmal noch einen Kaffee.

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Morgenkaffee

Sächsische Justitz: Der Jugendpfarrer Lothar König steht in Dresden wegen schweren Landfriedensbruchs vor Gericht und die Staatsanwaltschaft tut sich schwer damit, zu erklären, was sie ihm genau vorwirft. Anne Roth hat diverse Links zusammengesammelt.

Hengame Yaghoobifarah versucht, Mumford & Sons kritsch zu betrachten, übersieht aber, während sie sich fortwährend selbst auf die Schulter klopft, dass sie eigentlich nur in ihren eigenen Vorurteilen ertrinkt und die Zwischentöne und Mehrdeutigkeiten der Band nicht wahrnimmt:

Mumford & Sons sind vor allem eins: Musik für die weiße, konservative, heterosexuelle Mittelschicht. […] Solange sie der breiten Masse gefällt, sie in Rausch versetzt und ihr Missmut im Banjosturm versinkt, darf und soll man über den hohen Spießerfaktor der Musik hinwegsehen.

Kann man eben bis auf das Banjo auch über ABBA sagen. Oder die Flippers. Oder Guns ’n Roses. Oder Nena. Ein Text, bei dem rauskommt, was reingesteckt wird.

Ekkehart Kraft meint, auch die Zyprioten würden dazu tendieren, anderen die Schuld ihrer Krise zu geben, anstatt vor der eigenen Haustür zu kehren.

Und während ich mir die Frage stelle: Warum kann Deutschland soviel Krise finanzieren? hole ich mir erstmal noch einen Kaffee.

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So, jetzt gibt es auch ein offizielles Ibbtown-Profil auf app.net. App.net ist bislang ein werbefreier, durch die Nutzer finanzierter Dienst, der Twitter ähnelt, aber 256 Zeichen und ein paar Gigabyte an Speicher bietet. Der dienst wirkt aufgeräumter als Twitter, wo die Informationen irgendwann konfus durcheinanderstrumpeln – dafür ist die Nutzerzahl spürbar geringer.

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Das ist auch so Spiegel-Bestsellerlisten-Kram. Ein Psychologer salbadert sich durch dutzende Zeitmetaphern und metaphorischen Geschichten, bis der Leser es aufgibt, zwischen den Buchdeckeln noch irgendetwas Fassbares mitzunehmen.

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Irgendwie passt das Buch aber dennoch in den Bücherschrank am Rhein. Der rekonvalesziert immer noch. Vor einigen Wochen ist da sehr viel rausgenommen worden. Ich weiß aber nicht, was sich da zugetragen hat. Jedenfalls finden sich seitdem große Lücken in den Glasregalen und kaum noch lesenswerte Bücher hinter den Glasscheiben.

Es emphielt sich gerade eher ein Gang um die Ecke zum Bücherschrank am Friedensplätzchen, wo ich gestern Anna Katharina Hahns Kürzere Tage entdeckt habe. Da schwirrt belesenes Volk rum.

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