Morgenkaffee

Das TE-Kennzeichen wird wieder eingeführt. Und wann kommt das IBB-Kennzeichen?

Oliver Gehrs interviewt für den Fluter den Medienwissenschaftler und Internetaktivisten Geert Lovink au Amsterdam:

Es gibt doch schon eine Politisierung. Die Menschen denken nachhaltiger, es gibt Kritik am Finanzwesen, Antiglobalisierungsbewegungen.

Die Frage ist, ob sich das umsetzt in eine kritische Masse. Und sich die Menschen fragen, ob sie nichts Spannenderes machen können. Momentan sind wir Arbeiter bei Google, ohne dass es uns bewusst ist. Wir müssen aber ein Netz haben, das der Welt nutzt und nicht den kurzfristigen Zielen eines Unternehmens. Durch das Machen erfinden wir neue Dinge. Googles Imperativ lautet: Durch das Suchen finden wir Neues. Aber nein. Durch das Suchen findet man nur das Bestehende. Machen ist das neue Suchen!

Bei der Süddeutschen Zeitung hat man einen Newsblog zu den Anschlägen beim Bostoner Marathonlauf aufgemacht.

Und während ich mir die Frage stelle: Wird unsereins wohl noch erleben, dass Facebook eingeht? hole ich mir erstmal noch einen Kaffee.

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Die IVZ berichtet darüber, wie eine Lehrerin von einer Sozialarbeiterin im Straßenverkehr drangsaliert wurde:

Die Lehrerin wurde jedoch vor Gericht von Staatsanwaltschaft und Verteidigung derart mit Fragen bombardiert, dass sie sich in Widersprüche verstrickte. Als sie von einer orangefarbenen Ampel sprach, fragte die Oberamtsanwältin: „Was ist orange, es gibt nur rot, gelb oder grün“. Die Zeugin antwortete: „Ich sehe immer orange.“ – „Haben Sie Wahrnehmungsstörungen, sind Sie farbenblind“, fragte daraufhin die Anklagevertreterin. „Nein, sonst wäre ich nicht Lehrerin geworden“, antwortete die Zeugin.

Tja, Verwiklungen in Widersprüche kann ich hier weit und breit nicht erkennen. Der Witz ist ja: Zwar wird die mittlere Ampellichtfarbe straßenverkehrsrechtlich als „gelb“ bezeichnet, tatsächlich ist sie aber eher orange. Die Redeweise der Lehrerin ist somit nicht wahrnehmungsgestört, sondern schlicht richtig, nur die Oberamtsanwältin missachtet den Unterschied zwischen Deklaration und tatsächlicher Erscheinung.

Offensichtlich ist es für die Lehrerin ein Widerspruch, Wahrnehmungsstörungen zu haben und den Beruf des Lehrers auzuüben. In den verwickelt sie sich aber nicht. Abgesehen davon muss das eine Einzelnmeinung sein *hust*.

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