Neu im Bücherschrank(36): Thyde Monnier – Liebe – Brot der Armen

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Tja, ich glaube der Zusatz „Liebe“ zu Le pains du pauvres ist etwas verfehlt und lässt das Buch zu verkitscht erscheinen. Dabei ist das bekannteste Werk der Autorin

die durch zwei Generationen führende Chronik der Familie Desmichels, ihres sozialen Niedergangs und Wiederaufstiegs, aber auch ihrer Leidenschaften unter der heißen Sonne Südfrankreichs. Der von seinem reichen Vater wegen seiner Neigung zur Tochter eines Scherenschleifers enterbte Antoine lebt mit seiner Frau Arnaude und seinen drei Söhnen kärglich aber blutvoll als Holzfäller und Kohlenbrenner auf dem Grand-Cap bei Toulon, bis der Weltkrieg schicksalhaft den Familienkreis sprengt und schließlich der heimkehrende jüngste Sohn Ollivier Sylvaine, die von ihm geliebte Tochter eines reichen Gerbereidirektors, heiratet. Diese zarte und innige Liebesgeschichte gehört zum schönsten der neueren französischen Literatur. Das umfangreiche Lebenswerk Thyde Monniers ist ein provenzalisches Gegenstück zu den Romanzyklen Balzacs, Zolas, Martin du Gards und Jules Romains.

Mehr über das Buch gibt es bei zeit.de zu lesen: „Ob du lachst, ob du weinst, es muß weitergehen…“.

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Relegationstour

Gestern musste ich zu meinem Bedauern feststellen, dass mein Rückzugsgebiet im Garten vollständig durchnässt worden ist. Konnte ja keiner ahnen, dass da stetig so viel Wasser runterkommt. Jedenfalls ist das Zelt nach hinten abgesackt, außerdem müssen da Rehe dran genagt haben. Wo kommen die eigentlich her? Unterm Strich würde dann auch mein Flachbildschirm im Freien hängen. Nee, das Risiko wollte ich dann doch nicht eingehen.

Manno, war ich niedergeschlagen. Aber da rief mein Freund und Kneipenexperte Rudi an: „Was machste am Wochenende?“ – „Sieht nach nem Wochenende auf dem Sofa aus.“ – „Biste jeck? Komm wir machen ne Tour!“ – „Bei dem Wetter?“ – „Papperlapapp, wir tingeln von Fußballspiel zu Fußballspiel. Ist eh alles überdacht.“ – „Und was sagen wir den Frauen?“ – „Äh, große Radtour zum Regina-Testen durchs Emsland. Sobald die ‚Emsland‘ hören, schalten die eh ab.“

Gesagt getan. Und so sieht dann unsere Route aus: Heute Osna gegen Dresden, morgen Champions League in irgendeiner niedersächsischen Spelunke. Für Sonntag hat Rudi nichts richtiges gefunden, da sind wir bei den Minikickern von Tennis-Borussia Ostenfelde gegen den Nachwuchs vom SV Helm Belm. Der Verlierer kommt zurück in die Kita. Montag Rückspiel Lautern gegen Hoffenheim. Dienstag Rückspiel in Dresden und Mittwoch schießen Sportfreunde Lotte die Gekauften aus Leipzig weg. So ist der Plan.

Mal sehen, ob wir im Osten überhaupt zum Fußballgucken kommen. In Leipzig gibt es ja noch 24-Stunden-Kneipen, da musst du nur morgens um 7 mal kurz vor die Tür, damit die Putzfrau mal feucht durchwischen kann.

So, die Sonne traut sich gerade raus, da werde ich mal schnell zum Russen beim Marktkauf, ne Pulle Schluck besorgen. Man soll ja, sie wissen schon, viel trinken bei so warmen Wetter,

ihr Philibb

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