Ibbenbüren gewinnt Zweiten Platz bei Mission Olympic

Zum Schritt auf’s allerhöchste Treppchen hat es leider nicht gereicht: Rottenburg am Neckar gewinnt das Finale von Mission Olympic in der mittleren Kategorie gegen Ibbenbüren. Das verkündete Glücksfee Britta Steffen am heutigen Abend in Berlin. Allerdings konnten die Delegierten aus Ibbenbüren zwei Trostpreise mit nach Hause nehmen.

So wurde Enno Pölking ein 1000€-Förderpreis für die ausgerichtete Kategorie „Ehefrauen-Tragen“ überreicht:

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Bürgermeister Heinz Steingröver durfte sich über ein Trostpflaster von 10.000 € für den Zweitplatzierten freuen:

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Ja gut, was man so freuen nennt. ZDF-Moderatorin Karen Webb führte sicher durch einen zähen Verleihungszeremonieabend, …
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… der allerdings kaum online verfolgt werden konnte, weil die Internetseite der Veranstalter den größten Teil des Abends zusammengebrochen war. Das war nicht ansatzweise olympisch.

Ibbenbüren war mit deutlichem Punktvorsprung ins Finale gegangen, wie die letztendliche Wertung aussieht, ist bislang nicht bekannt gegeben worden.

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Kommentar zu den Stadtwerken

Jaha, Sie da mit den Stadtwerken. Da ist noch längst nicht alles in trockenen Tüchern, dass kann ich Ihnen aber mal husten. Da fließt noch viel Wasser die Aa hinunter. Sie wissen doch: Wichtig is aufm Platz, ein Spiel dauert 90 Minuten und Tor ist, wenn der Schiri pfeift. Wo kämen wir denn hin, wenn wir das Pferd von hinten aufzäumten? Man soll den Tag nicht vor dem Abend loben!

Mein Opa hat immer gesagt: „Nur wer gegen den Strom schwimmt, kommt an die Quelle.“ Sie dagegen agieren nach der Devise „Wenn der Bauer nicht schwimmen kann, liegt’s an der Badehose.“ Sowas schlägt dem Fass doch den Boden aus! Das kann der Weisheit letzter Schluss nicht sein!

Demut, diese schöne Tugend, ehrt das Alter und die Jugend. Allerdings kommt der Knochen nicht zum Hund, sondern der Hund zum Knochen. Die Absicht ist sicherlich die Seele der Tat. Aber des Teufels liebstes Möbelstück ist die lange Bank.

Nadel ohne Spitz ist nicht viel nütz. Nun wird man Ergebnisse sehen lassen müssen. Und hören Sie auf mit dem Blabla.

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Journalismusimitation der WN

Was ich auch mal gerne wissen möchte, ist, ob Zeitungen sich gar nicht mehr an Trennung von Werbung und Zeitungsberichten halten müssen. Sollten Werbetexte nicht mal gekennzeichnet werden? Denn dieser Text kann niemals ernstnehmbarer Journalismus sein.

Der Text handelt angeblich von der Akzeptanz der WN-App seitens der Benutzer. Man könnte jetzt erwarten, dass auf die vielen negativen Kritiken der App eingegangen würde, dass Nutzerzahlen angegeben werden, wenigstens irgendwelche Daten zu Nutzerverhalten. Pusteblume. Stattdessen liest man:

Haben sich iPad und Co. wirklich schon durchgesetzt? Sie haben!

Belege für die Antwort: Null. Wenn Sie sich jetzt fragen, was hat denn die Frage, ob sich iPad und Co. durchgesetzt haben, mit der Frage nach der Akzeptanz der WN-App zu tun hat? Falsche Fährte.

Wie kann man seine Leser nur so für blöd verkaufen?

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Woyton

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Ger­ade im Woy­ton gewe­sen und den emp­fohle­nen Kaf­fee Blue Bar­tak (hier zu kaufen, kein Wer­be­link) gekostet. Der Kaf­fee wurde in einem Weck-Glas-Serviert mit dem Hin­weis keine Milch rein zu schüt­ten. Dem bin ich dann mal gefolgt und danke dem Tippge­ber. Diesem Kaf­fee sollte man nicht mit Milch seinen Geschmack rauben, denn dann kann man auch jeden x-beliebigen Kaf­fee trinken. Blue Bar­tak hat einen angenehmen Kaffee-Geschmack und ist keine Spur bit­ter. Insofern braucht man keine Milch.

Ver­wun­dert hat mich der Preis von ger­ade mal 2,25€. Dafür kriegt man unter­wegs zwar 2 Kaf­fee im Papp­becher, die qual­i­ta­tiv aber nicht mithal­ten kön­nen, und über’s Inter­net ger­ade mal ein Pro­bier­päckchen. Aber Zuhause muss ich den nicht unbe­d­ingt haben. Irgend­wann schmeckt man Kaf­fee­qual­ität nicht mehr raus, wenn man sich fes­tlegt. Vielle­icht für Gäste, mal sehen.

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Gekostet: Kaffee Blue Bartak

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Gerade im Woyton gewesen und den empfohlenen Kaffee Blue Bartak (hier zu kaufen, kein Werbelink) gekostet. Der Kaffee wurde in einem Weck-Glas-Serviert mit dem Hinweis keine Milch rein zu schütten. Dem bin ich dann mal gefolgt und danke dem Tippgeber. Diesem Kaffee sollte man nicht mit Milch seinen Geschmack rauben, denn dann kann man auch jeden x-beliebigen Kaffee trinken. Blue Bartak hat einen angenehmen Kaffee-Geschmack und ist keine Spur bitter. Insofern braucht man keine Milch.

Verwundert hat mich der Preis von gerade mal 2,25€. Dafür kriegt man unterwegs zwar 2 Kaffee im Pappbecher, die qualitativ aber nicht mithalten können, und über’s Internet gerade mal ein Probierpäckchen. Aber Zuhause muss ich den nicht unbedingt haben. Irgendwann schmeckt man Kaffeequalität nicht mehr raus, wenn man sich festlegt. Vielleicht für Gäste, mal sehen.

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Neu im Bücherschrank (55): O.Kuhn, A.Reinwarth, A.Fröhlich – Die große Brocklaus

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Vor Kurzem als Klolektüre drüben besprochen, nun aus gesondert. Urteil:

Woanders als Buch des Tages gewürdigt, sprang bei mir bei Die große Brocklaus: Das komplett erfundene Lexikon Werbelink zu Amazon von Oliver Kuhn, Alexandra Reinwarth und Axel Fröhlich der Funke oder, wenn man so mag, die Laus nicht über. 6 oder 7 mal habe ich schmökernd irgendwas angelesen und wegen zu gewollter Lustigkeit umgehend weggelegt. Vielleicht fällt die Begeisterung für diesen Schmöker anders aus, wenn man sich viel Zeit oder das Hörbuch zur Hand nimmt .

Was aber die Präsenttauglichkeit angeht, stimme ich dem zu, der schreibt: “Zum Verschenken nicht geeignet.” Das Risiko, zu enttäuschen und den Geschmack des Beschenken zu verfehlen, ist da einfach zu groß.

Dabei sind die Bücherschränke in Düsseldorf gerade ungemein gut bestückt. Entweder werden die immer beliebter, oder die Leute räumen für Weihnachtsgeschenke ihre Regale frei.

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Neu im Bücherschrank (54): Michael Blake – Der mit dem Wolf tanzt

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Ich meine damals, und wir sprechen vom Jahr 1991, fing es mit Büchern zum Film an. Da gab es über Monate erfolgreiche Kinohits, und in den Buchhandlungen oder den Zeitungskiosken tauchten die Bücher zum Film auf. Manchmal tatsächlich nur mit Zusatzinformationen und Bildern, was in Zeiten des Internets wohl komplett obsolet geworden sein dürfte, manchmal wie bei diesem Schinken von Michael Blake mit derselben Story zwischen Buchdeckeln gepackt. Hatte ich mir damals als Stepke geholt, ohne den Film gesehen zu haben. Wollte ich wirklich mal lesen. Steht jetzt ungelesen im Bücherschrank.

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Zitate für Dummies

Heute griff ich mal wieder zum Käseblatt und da fiel mir dieses Zitat in die Augen:

„Wenn zwei Menschen immer dasselbe denken, ist einer von ihnen überflüssig.“

Winston Churchill (1874 – 1965), britischer Politiker und Nobelpreisträger

Wissen Sie, was dieses Zitat mit dem Zitat „Ich bin ein Berliner“ gemein hat? Beide stammen nicht von Winston Churchill. Zumindest nicht nachweislich. Auch online habe ich auf englischsprachigen Seiten keinen Hinweis gefunden, der beides miteinander belegt in Verbindung bringt. Auf deutschen Internetseiten ist diese Kombination wesentlich verbreiteter. Andererseits wird er auch Albert Einstein untergejubelt .

Der Satz stammt wohl eher aus dem American Magazine und lautet 1931 im Original:

When two men in business always agree, one of them is unnecessary.

das wiederum vom Zitat

If the two records substantially agree, one is uneccessary

aus dem Jahr 1884 abstammen könnte. Der Erbauer des Schlosses Elmau, Johannes Müller, soll auch sowas gesagt haben. Das wäre alles dichter dran als Churchill. Wahrscheinlich wird es auch noch frühere Sinnsprüche über Identität geben, die entsprechend zu lesen sind.

Früher hat man ja durch Zitieren seine Belesenheit zur Schau gestellt, was auch schon albern war. Heute kann man dadurch auch gut seine Unbelesenheit zur Schau stellen. Man weiß eben nicht, von wem so ein Zitat kommt oder nicht kommt. Kann schon sein, dass Churchill das irgendwann mal gesagt hat. Wer will das genauestens widerlegen?

Zumindest bei Käseblättern scheint es mir so zu sein, dass niemand mehr so recht daran interessiert ist, wie verlässlich das ist, was man so druckt, wenn es eh keinen interessiert und niemand einen prüfenden Blick darauf wirft.

Denn gestern gab es beim Käseblatt dasselbe Spiel:

„Jeder Tag, an dem du nicht lächelst, ist ein verlorener Tag.“

Charlie Chaplin (1889–1977), britischer Komiker, Schauspieler, Regisseur, Komponist und Produzent

Warum nicht mal Willy Brandt? Das wäre doch mal ausgefallener, wenn man sich eh nicht um den tatsächlichen Autor bemüht. Das angebliche Zitat scheint mir aus derselben im Netz gefundenen Zitatdatenbank zu stammen. Es wird Chaplin oft im Internet ohne irgendeinen Beleg zugeschrieben, stammt aber wohl eher von Nicolas Chamfort aus dem 18. Jahrhundert und lautet:

La plus perdue de toutes les journées est celle où l’on n’a pas ri.

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