Günter Benning: Ibbenbüren – das Herz aus Anthrazit

Das 10. Lied über Ibbenbüren in dieser Rubrik kommt von Günter Benning. Textlich diskutabel, auf Ibbenbüren lässt’s sich halt nicht einfach reimen, aber gesanglich und instrumentalisch einwandfrei:

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Bi us … Knechthild met die Russen

Heb we drinken Chortiza Organic, met Gurke. Lekker, awwer niet so gut wie de Kartuffelbrand van Hinnerk, mien Naorbar.
Hinnerk was frööher in ***grad un hefft gelernt van di Russen. Äwwer so.

Up de Eisbahn in büren was ik auk met mien Traktor. Awwer de Lüür van de Eisbahn wullt niet, dat ik met mien Hannoversch Maschin up de Eis´bahn fahr. ***

Wat was datt iegentlik met die Foto up Fatzebuk van de Eis´bahn? Heb ik nicht geseh´n. Heb ze mich zien up de Eis´bahn met mien Traktor in de Kameras?

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Dünnes Eis

POPCORN! Die Betreiber der Facebook-Seite von Ibb on Ice überraschten ihre Leser gestern mit folgendem Eintrag:

duenneseis

Wie schön da Sarkasmus in Anführungshäkchen gepackt wird, aber das klingt mir doch sehr danach, als sei ein privater Fahndungsaufruf von statten gegangen. Ist so etwas in Deutschland nicht ein winzigwenig verboten?

Hierzu Anwalt Christian Solmecke:

Vielleicht sollte man sich das mit dem Besuch noch einmal überlegen – könnte teuer werden. Denn wenn sich tatsächlich darauf berufen wollte, jemandem via Video-Beobachtung nur nachträglich „Lob“ zu überbringen, so ist diese Form der Video-Überwachung auch nicht rechtens, schließlich ist ein Marktplatz ein öffentlicher Raum, den man nicht einfach so überwachen darf. [ Anmerkung: Die Eisbahn wird nicht als öffentlicher Raum gesehen. ]

Aktualisierung, 17. Dezember 2013, 10.30 Uhr

Der Eintrag wurde auf Facebook inzwischen nach kritischen Kommentaren gelöscht.

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Die CDU und die Fotovoltaik

Gestalte und bringe dich ein in Ibbenbüren. Mitglied in der CDU zu sein, heißt selber etwas bewegen.

steht auf der Facebookseite der CDU Ibbenbüren. Momentan möchte man in der CDU Ibbenbüren wohl nicht so gerne etwas bewegen.

Vor vier Wochen stimmte die CDU im Umweltausschuss gegen die Anschaffung einer Fotovoltaik-Anlage auf dem Kepler-Gymnasium und schon damals verstand man innerhalb des Umweltausschusses die Kritik der CDU nicht.

Volle vier Wochen hat man gebraucht, um allein darauf zu reagieren. Eine Begründung für ihre Abstimmung kann man das nicht nennen, was die CDU nun vorlegt, es ist schlicht polemische Schwarzmalerei. Und sowas kann man immer anbringen.

In ihrer Veröffentlichung spricht die CDU von einer fraglichen Rückfinanzierung von 300.000€, die eine solche Anlage kostet und ignoriert somit schlechthin die vorgelegte Analyse über die Refinanzierung der im Aussschuss aus 216.000€ bezifferten Anlage.

Und schon vor vier Wochen kritisierte Tobias Vieth die CDU in der IVZ:

Zumal die Politiker ihre möglicherweise offenen Fragen nicht konkret stellten, sondern auf Allgemeinplätzen argumentierten, auf der unklaren Energiewende, auf nicht konkretisierten „Amortisationszeiten“ oder möglichen Kosten für Solarmodule. Keine Frage hingegen zur Kreditlaufzeit, tilgungsfreien ersten Jahren oder der Höhe von Reparaturpauschalen.

Zielführend scheint das nicht. Denn wer ein allem Anschein nach wirtschaftliches Projekt ablehnt, sollte mehr Argumente anbringen als bloße Unwägbarkeiten.

Man kann genau dasselbe über die aktuelle Stellungnahme der CDU schreiben.

Witziger Weise sagt der CDU-Vorsitzende des Umweltausschusses am 14.11.2013 in der IVZ Folgendes:

Kann die Stadt eine Vorreiterrolle einnehmen und Beispielgeber sein für energetisch vernünftiges Verhalten der Bürger?

Jacobus: Ja, das kann die Stadt. Wenn Geld da ist und wenn wir in energetisch sinnvolle Maßnahmen investieren und das auch öffentlich bekannt machen, kommt das beim Bürger an. Schade ist nur, dass wir Energie und Strom einsparen, uns aber dennoch die Kosten weglaufen. Weil der Strom so teuer geworden ist. Und das ist bei den Privatleuten leider genauso.

Nun ist der Ansatz mit einer Fotovoltaik-Anlage ja gerade gegen diese ausufernden Kosten anzugehen. Aber selbst das ist für die CDU ein Fass ohne Boden. Für die CDU gibt es wohl überhaupt keine Alternative zu ausufernden Kosten. Vielleicht sollten sie mal bei der Natur anrufen und den Klimawandel absagen – er ist einfach nicht finanzierbar.

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Neu im Bücherschrank (58): Ursula Richter, Wolf-Dieter Strubel – Weihnachten am Kamin

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Es weihnachtet noch nicht so sehr oder? In unserer Bergmannsstadt – nennen wir sie mal so, so lange es noch stimmt – ist ja eher Novemberwetter angesagt. Die dem Kommerz geschuldeten Weihnachtsbeleuchtungen in der Innenstadt finde ich auch nicht sonderlich stimmungsvoll, und dass die Dämmerung derzeit um halb vier einsetzt, ärgert mich von Tag zu Tag.

Sei’s drum, den Bücherschrank befülle ich mit wohl einem der ersten Weihnachtsbücher dieser Saison. Weihnachten am Kamin beinhalt eine Vielzahl privater Geschichten mir unbekannter Personen. Ich hatte das Buch mal gekauft, um zur Weihnachtszeit was Stimmungsvolles zum Vorlesen oder Inspirieren lassen zu haben. Dafür war es dann aber nicht so geeignet. Wird dennoch sicher einen passenden Leser finden.

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Neu im Bücherschrank (57): Valentin Braitenberg – Ill oder Der Engel der Philosophen

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Taj, was soll man über diesen Schinken sagen. Braitenbach ist Physiker und Gehirnforscher und auf philosophischem Gebiet nicht sonderlich bewandert, was diesem Schmöker den Todesstoß gibt. Nettes Blabla, aber nicht mehr, auch wenn er eine gute Amazon-Kritik eingeheimst hat.

Da ist das Wetter heute ja schon interessanter. In der Stadt herrschten Ausläufer des Orkans Xaver, es herrschte also mitunter eine steife Brise, man hätte das Meer in der Nähe wähnen können. Auch mal schön.

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Ibbenbüren und die GroKo

Ja, Ibbenbüren wurde bei Hart aber fair erwähnt:

Da ist aber für sich genommen nicht der Rede wert.

Daniela Vates bei der Frankfurter Rundschau macht ich allerdings diesen Reim auf die Erwähnung:

Plasberg schloß sich beim Mitgliederentscheid der Skepsis seiner ZDF-Moderatorenkollegin Marietta Slomka an, deren Interview mit SPD-Chef Sigmar Gabriel am Donnerstagabend beim Thema Verfassungsmäßigkeit eskaliert war. Slomka berief sich auf Verfassungsrechtler, Plasberg ließ vorrechnen, dass bei geringer Wahlbeteiligung man statt den Genossen auch die Kleinstadt Ibbenbüren um ihr Votum fragen könnte. In Ibbenbüren liegt übrigens eines der noch aktiven Steinkohlebergwerke. Möglicherweise ist man dort ganz zufrieden mit dem Koalitionsvertrag.

In der Tat, so naheliegend für die Intention Plasbergs ist Ibbenbüren nicht.

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Kaffeeprüttlesen mit der IVZ (3)

Eine neue Zeitform hat man da eingefangen, den Facebook-Präsens. Er beschreibt das ohne kritiklose uns zeitunabhängige, also als ob niemand anders auch kritisch sein könne, Vertratschen von Facebook-Gerüchten.

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Dieses Mal wird darauf hingewiesen, dass irgendjemand irgendwelche Gerüchte über das Aasee-Bad auf Facebook geschrieben hat. Wahnsinn. Aufgerundet 50 Leute, also auf 50 aufgerundet, minus diejenigen, die sich nicht negativ äußern, jedenfalls 50, sonst wäre ja der Artikel albern.

Immerhin ist die Kritik wohl wahrgenommen worden, so dass beim abermals beschriebenen Umfrage-Werkzeug der Internetpräsenz, über das weiterhin jeder x-beliebig oft abstimmen darf, darauf hingewiesen wird, die Abstimmung, an der nun nur noch Stimmen, keine Menschen mehr teilnehmen, sei nicht repräsentativ. Ja, nicht nur das, sie ist nicht seriös, darauf sollte man eher hinweisen.

Aber wem will man das erzählen? Wie seriös ist denn eine Zeitung, bei der vor Veröffentlichung nicht mehr gegengelesen wird, die derart Gerüchte verbreitet, und die eben nicht vor Veröffentlichung alle am Thema direkt beteiligten Seiten anhört, wie man sich andernorts vor Kurzem noch auf die Fahnen schrieb?

Ohne Digitalangebot sei man nicht überlebensfähig, sagte der IVD-Geschäftsführer Recker Industriellen letzte Woche. Denen gab er auch mit auf den Weg, vor dem Internet keine Angst zu haben. Das mit der Seriosität ist da wohl händelbarer.

9 Uhr 30

Man meinte, wie jetzt im betreffenden Artikel zu lesen ist, dann doch die Facebook-Präsenz.

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