Eine neue Zeitform hat man da eingefangen, den Facebook-Präsens. Er beschreibt das ohne kritiklose uns zeitunabhängige, also als ob niemand anders auch kritisch sein könne, Vertratschen von Facebook-Gerüchten.

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Dieses Mal wird darauf hingewiesen, dass irgendjemand irgendwelche Gerüchte über das Aasee-Bad auf Facebook geschrieben hat. Wahnsinn. Aufgerundet 50 Leute, also auf 50 aufgerundet, minus diejenigen, die sich nicht negativ äußern, jedenfalls 50, sonst wäre ja der Artikel albern.

Immerhin ist die Kritik wohl wahrgenommen worden, so dass beim abermals beschriebenen Umfrage-Werkzeug der Internetpräsenz, über das weiterhin jeder x-beliebig oft abstimmen darf, darauf hingewiesen wird, die Abstimmung, an der nun nur noch Stimmen, keine Menschen mehr teilnehmen, sei nicht repräsentativ. Ja, nicht nur das, sie ist nicht seriös, darauf sollte man eher hinweisen.

Aber wem will man das erzählen? Wie seriös ist denn eine Zeitung, bei der vor Veröffentlichung nicht mehr gegengelesen wird, die derart Gerüchte verbreitet, und die eben nicht vor Veröffentlichung alle am Thema direkt beteiligten Seiten anhört, wie man sich andernorts vor Kurzem noch auf die Fahnen schrieb?

Ohne Digitalangebot sei man nicht überlebensfähig, sagte der IVD-Geschäftsführer Recker Industriellen letzte Woche. Denen gab er auch mit auf den Weg, vor dem Internet keine Angst zu haben. Das mit der Seriosität ist da wohl händelbarer.

9 Uhr 30

Man meinte, wie jetzt im betreffenden Artikel zu lesen ist, dann doch die Facebook-Präsenz.

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Morgenkaffee

Grünes Rückgrat: Joschka Fischer macht Werbung für BMW.

Zeit für Satire: Bei der FAZ antworten weitere Politiker auf Marietta Slomka.

Ulrich Horn schreibt darüber, wie die Wähler bei der Bundestagswahl das Parteigefüge gesprengt haben.

Auch schön: Der NSA-Adventskalender.

Und während ich mir die Frage stelle: Kann man die Slomka nicht zu ‚Aspekte‘ abschieben? hole ich mir erstmal noch einen Kaffee.

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Morgenkaffee

Kurze Durchsage vom Bundesverkehrsministerium: Wir haben keine belastbaren Zahlen zu Einnahmen oder Kosten oder ein detailliertes Konzept zu einer PKW-Maut.

Sigmar Gabriel führt als Beleg der Wichtigkeit einer Vorratsdatenspeicherung, sprich die verdachtsunabhängige Überwachung von Bürgern, die Aufklärung des Anschlags in Oslo durch Vorratsdatenspeicherung an. Eigentlich plädiert er damit gegen die Vorratsdatenspeicherung: Norwegen setzt keine ein.

David Sedaris bekommt zu seinem Artikel zum Tode seiner Schwester Kontra.

Fefe beantwortet die Frage, weshalb ein „Euro-Internet“ keine Lösung ist.

Und während ich mir die Frage stelle: Warum ist so viel Placebo-Politik im Koalitionsvertrag? hole ich mir erstmal noch einen Kaffee.

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Ja, Ibbenbüren wurde bei Hart aber fair erwähnt:

Da ist aber für sich genommen nicht der Rede wert.

Daniela Vates bei der Frankfurter Rundschau macht ich allerdings diesen Reim auf die Erwähnung:

Plasberg schloß sich beim Mitgliederentscheid der Skepsis seiner ZDF-Moderatorenkollegin Marietta Slomka an, deren Interview mit SPD-Chef Sigmar Gabriel am Donnerstagabend beim Thema Verfassungsmäßigkeit eskaliert war. Slomka berief sich auf Verfassungsrechtler, Plasberg ließ vorrechnen, dass bei geringer Wahlbeteiligung man statt den Genossen auch die Kleinstadt Ibbenbüren um ihr Votum fragen könnte. In Ibbenbüren liegt übrigens eines der noch aktiven Steinkohlebergwerke. Möglicherweise ist man dort ganz zufrieden mit dem Koalitionsvertrag.

In der Tat, so naheliegend für die Intention Plasbergs ist Ibbenbüren nicht.

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Morgenkaffee

Die Blödzeitung hat mal wieder ein Tabu gebrochen und Gehaltszettel veröffentlicht. Allerdings ist das Tabu so tabuig, dass sie dauernd brechen – zumindet im eigenen Hause bleibt es eh bestehen.

Ex-SPIEGEL-Chef MAscolo steht wohl vor einem Wechsel zu Springer.

Helvetica gibt es jetzt auch als Parfüm.

Möglicherweise wird die Rundfunkgebühr ab 2015 gesenkt, da die Öffis so hohe Einnahmen erzielt haben.

Und während ich mir die Frage stelle: Kann man den Öffis denn nun auch mal Qualität verordnen? hole ich mir erstmal noch einen Kaffee.

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Taj, was soll man über diesen Schinken sagen. Braitenbach ist Physiker und Gehirnforscher und auf philosophischem Gebiet nicht sonderlich bewandert, was diesem Schmöker den Todesstoß gibt. Nettes Blabla, aber nicht mehr, auch wenn er eine gute Amazon-Kritik eingeheimst hat.

Da ist das Wetter heute ja schon interessanter. In der Stadt herrschten Ausläufer des Orkans Xaver, es herrschte also mitunter eine steife Brise, man hätte das Meer in der Nähe wähnen können. Auch mal schön.

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Es weihnachtet noch nicht so sehr oder? In unserer Bergmannsstadt – nennen wir sie mal so, so lange es noch stimmt – ist ja eher Novemberwetter angesagt. Die dem Kommerz geschuldeten Weihnachtsbeleuchtungen in der Innenstadt finde ich auch nicht sonderlich stimmungsvoll, und dass die Dämmerung derzeit um halb vier einsetzt, ärgert mich von Tag zu Tag.

Sei’s drum, den Bücherschrank befülle ich mit wohl einem der ersten Weihnachtsbücher dieser Saison. Weihnachten am Kamin beinhalt eine Vielzahl privater Geschichten mir unbekannter Personen. Ich hatte das Buch mal gekauft, um zur Weihnachtszeit was Stimmungsvolles zum Vorlesen oder Inspirieren lassen zu haben. Dafür war es dann aber nicht so geeignet. Wird dennoch sicher einen passenden Leser finden.

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Morgenkaffee

Wenn man nun des Öfteren seinen Schwiegervateraspiranten auf der Krim besucht, interessieren einen natürlich die Verhältnisse vor Ort: Der ukrainische Schriftsteller Andrej Kurkov erklärt, was das Besondere an der Protestwelle in der Ukraine ist:

das Gute liegt darin, dass die Gesellschaft nach der Enttäuschung im Zuge der Orangen Revolution gezeigt hat, dass sie imstande ist, sich aufs Neue zu erheben.

Flusskiesel trinkt ein Münsteraner Altbier.

In Stuttgart prüft man, ob Ex-Ministerpräsident Mappus eine Falschaussage gemacht hat.

Und während ich mir die Frage stelle: Warum steht für Ex-High-Level-Politiker immer ein Aufsichtsratspöstchen frei? hole ich mir erstmal noch einen Kaffee.

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