Kommunalwahlkampfwerbespot der Jungen Union 2014

Huch, das wird ja immer besser, was die Agenturen da fabrizieren: Maximilan Scholten plädiert für eine Senkung der Grundstückspreise in Ibbenbüren, sowie für mehr Freizeitmöglichkeiten. Wie das erste funktionieren soll, verstehe ich nicht, sagt er auch nicht, und wie das letztere funktionieren soll, wenn man vergleichsweise so wenig für Jugendliche ausgibt, wie es in Ibbenbüren der Fall ist, weiß ich auch nicht. HEY!

Und irgendwer könnte der Jungen Union auch mal erklären, dass Ibbenbüren nicht in Schleswig-Holstein liegt…

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Eine kritische Prüfung findet nicht statt

Da plappert die IVZ eine Prognose der Osnabrücker Stadtwerke zur Zukunft der geplanten Stadtwerke Tecklenburger Land nach, sprich von jemandem, der in dieser Angelegenheit ein Eigeninteresse hat, und erhält von 9 Bewertungen auf ihrer Artikelseite satte 9 mal die schlechteste Bewertung. Zu Recht. Denn bei den Leersprecheinlagen, die man da wiedergibt, verwundert es schon, dass keine der Bedenken, die Lesern des Artikels umgehend ins Auge fallen, einen Weg in den Bericht findet. So kommentieren Leser des Artikels z.B.

– zur Rentabilität

25.02.2014 07:24 von emsi:
Die Zahlen beweisen eindeutig wie unrentabel die Stadtwerke wirklich sind. Wenn eine Kommune erst nach 20 !!!! Jahren eine Dividende an den Verbraucher geben kann und dann effektiv erst Schwarze Zahlen einfährt,ist die Lage ja wohl klar. ABER, die Herren werden das Ergebnis schon im Vorfeld schönrechnen, sich die meiste Dividende geben und grünes Licht geben!!

– zu angeblichen Pluspunkten

25.02.2014 12:25 von Perro:
Hallo!
Zitat:
„Zu den Vorteilen gehöre, dass man einen Ansprechpartner vor Ort habe.“
…….hat man jetzt auch schon……
Zitat:
“ Hinzu komme das gute Gefühl, etwas für die heimische Wirtschaft zu tun, die mit Aufträgen bedacht wird.“
….auch heute arbeiten schon Firmen aus dem Umfeld für die RWE/ Westnetz…..


– zur kritisierbaren Begutachtung

25.02.2014 15:53 von KritischesAuge:
Immer dann, wenn wer etwas will oder macht frage ich mich nach dem Warum. Wer verdient hier eigentlich….z.b…..direkt und warum verkauft jemand. Verdienen statt persönlich zahlen oder haften tun wohl einige Bürgermeister. Die RWE verkauft hier was….warum gibt die RWE was vom Kuchen ab? Warum gibt es keine neutralen Berater für die die ein Ja oder Nein letztlich entscheiden? Alles sehr seltsam. Ich denke, man sollte sich gut ansehen, welche Partei sich in Ibbenbüren wie positioniert….bald sind Kommunalwahlen.

– zum Lobbyistentum

25.02.2014 17:23 von kommentar:
Zitat: “ Ratsmitglieder …, … bei Sonderterminen am 5. und 6. März beraten lassen“.

„Beraten lassen“ ist hier wohl der falsche Ausdruck! Es erinnert eher an Verkaufsveranstaltungen, bei der erst der Saal verlassen werden darf, wenn der Verkäufer seinen Umsatz erreicht hat. Hier halt nur niveauvoller.

– zur Befähigung der Politiker, derart wirtschaftlich zu agieren:

25.02.2014 17:28 von Schnuffi 2:
Solage Politiker nicht zur rechenschaft gezogen werden können, was sie mit Steuergeldern machen, hat man als Bürger keine Chance, etwas dagegen zu tun.
Nichtwählen bringt da auch nichts.
Nur gut, dass ich nicht gezwungen werden kann, Kunde zu werden.
Alles andere kann man ja bei Teldafax lesen, aber da scheinen unser Vertreter des Volkes Scheuklappen zu tragen.
Abgesehen davon, dass Politiker jeglicher Fraktion meist für ihre Tätigkeit noch nicht einmal annähernd die richtige Ausbildung nachweisen kann, egal ob Kreis, Land oder Bund.
In der freien Wirtschaft undenkbar.
Von dieser Materie haben diese Leute keinen Schimmer Ahnung und davon eine ganze Menge.
Aber es ist ja nicht ihr Geld was dort in den Sand gestzt wird und zur Verantwortung werden sie nicht herangezogen.

Zur Frage, was die RWE von diesem Deal hat, zitiert übrigens die NOZ Marc Schrameyer von der Ibbenbürener SPD:

Sie sollten sagen, dass sie als Stadtwerke Osnabrück und RWE durch die neuen Stadtwerke auch Kunden gewinnen können, die sie sonst nicht erreichen. Insofern gibt es eine Win-Win-Situation.

Und wenn man laut WN selbst bei der CDU einräumt, bei der ganzen Angelegenheit ginge es auch stark um die private Versorgung von Politikern, d.h. neben deren fachlicher Eignung steht deren Objektivität in Zweifel:

„Kaum sind die Stadtwerke gegründet, geht die Jagd auf Pöstchen los“, kritisierte Jonas.

dürfte man doch etwas kritischeren Journalismus erwarten.

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Neu im Bücherschrank (63): Haruki Murakami – Gefährliche Geliebte

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Im deutschsprachigen Raum ist dieses Werk von Haruki Murakami bekannt als dasjenige, das beim Literarischen Quartett zum Zerwürfnis zwischen Marcel Reich-Ranicki und Sigrid Löffler geführt hat. Es handelt sich bei dieser Ausgabe um die Übersetzung aus dem Englischen, die widerum die Übersetzung aus dem Japanischen ist. Inzwischen gibt es allerdings die Übersetzung direkt aus dem Japanischen: Südlich der Grenze, westlich der Sonne. Und diese Übersetzung ist sprachlich noch ansprechender und es lohnt sich ungemein, wenn man das Buch schon gelesen hat, es ein zweites Mal zu lesen.

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Wahlkampfauftakt 2014

Der Wahlkampf hat wieder begonnen, es sind ja Kommunalwahlen dieses Jahr, das bedeutet auch, die POPCORN-Vorräte mal wieder auffüllen.

Zunächst hat die SPD ihren Hut beim Thema Gesamtschule in den Ring geworden, bekam dafür allerdings von von IFI und Linkspartei ordentlich einen auf die Mütze.

Die FDP möchte wohl auch irgendwas einbringen und schlägt vor, Ibbenbüren zum Hochschulstandort zu machen. Ist ja auch verkehrstechnisch ein Katzensprung für Stundenten von Ibbenbüren nach Münster. Warum nicht gleich ne Botschaft irgendeines Landes aufmachen?

Bei der CDU sorgt Ex-Ortsverbandsvorsitzender und Ratsherr Ruff wieder einmal für Tumult und warnt vor Machtkonzentration beim Sportverein SW Esch. In Persona nennt er den CDU-Ratsherrn, Ex-Bürgermeisterkandidaten und Vorsitzenden der Mauritiusschützenbruderschaft Remke als Quertreiber. Jener meint auf Anfrage der IVZ

Ich werde das nicht kommentieren.

um dann online zum Thema zu kommentieren. Kurz darauf besinnt er sich wohl eines Besseren und bittet die IVZ, seinen Kommentar zu löschen, was auch passiert. Es ist somit unklar, was er genau geschrieben hat, allerdings fragt Benutzer ozick

Herr Remke – wer hat sich selbst vom Platz gestellt ein Armutszeugniss ausgestellt ?

was auf eine rhetorische Anschlussfrage hindeutet. Pikant in dieser Angelegenheit ist vielleicht, dass Ruff nicht mehr Ratsherrkandidat der CDU bei der kommenden Kommunalwahl ist. Sein Nachfolger ist Sebastian Brink, seines Zeichens amtierender König der St.-Mauritius-Schützenbruderschaft Püsselbüren. Und als wolle er die Verschwörungstheorie Ruffs weiter befeuern, schreibt Benutzer Kalle_50 bezogen auf Ruffs Nachfolge als Vorsitzender von SW Esch:

Wer steht denn zur Wahl? Familie Brink oder Familie Köster?

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Wie die WN versucht, auf einem totgerittenen Pferd zu reiten

Das Leistungsschutzrecht ist ein totgerittenes Pferd. Mir ist noch kein Fall bekannt, in dem dieses Gesetz angewendet wurde. Google hat auf dieses skurile Gesetz reagiert, indem auf der Seite Google News nur noch Artikel von Seiten, die ihr Einverständis zur Verwenung sogenannter Snippets gegeben haben, auftauchen. Die Vorreiter des Axel-Springer-Konzerns haben dieses Einverständnis gegeben, deswegen tauchen Artikel dieses Verlages auf, die WN, die zum Aschendorff-Verlag gehört, und die IVZ taten dies nicht, deswegen findet man keine Nachrichten dieser Zeitungen auf Google News. Zumindest kaum.

Das wollen einige Verleger wohl nicht auf sich sitzen lassen und übernehmen das Ruder bei der VG Medien. Snippets sollen bezahlt werden:

«Wenn sich ein Anbieter dauerhaft bei den Leistungen von Verlagen bedient, muss auch eine Vergütung erfolgen», sagte Aschendorff-Geschäftsführer Eduard Hüffer. «Dies ist eigentlich eine Selbstverständlichkeit.»

Ja, sicher. Es geht aber gar nicht um diesen Fall, sondern um den Fall, dass man sein Einverständnis erklärt, dass Snippets durch Google verwendet werden.

Da Google sich bislang strikt weigert, für die Darstellung von Snippets Geld zu zahlen, wird mit Spannung erwartet, ob der absehbare Rechtsstreit dazu führen wird, dass die Angebote der VG-Media-Verlage künftig nicht mehr im Index der Suchmaschine auftauchen.

Aha, Verleger erwarten nun also, was längst eingetreten ist: Verlage, die sich nicht bereit erklären, dass Google Snippets zu ihren Artikeln verwendet, fliegen aus dem Index. Der Axel-Springer-Verlag hat ja gerade dadurch irritiert, dass er einerseits massiv das LSR gefordert hat, um dann hinterher Google Snippets zu gestatten. Diese Information wird im Pressetext irgendwie verschwiegen. Immerhin wird angefügt, dass die Artikel des Aschendorff-Verlags nicht mehr bei Google News zu finden sind:

Auch die Aschendorff-Gruppe war betroffen: «Die Angebote unseres Verlags wurden aus Google News entfernt, weil wir nicht auf die Bedingungen von Google eingestiegen sind», sagte Hüffer. «Wir halten dieses De-Listing für einen Missbrauch einer marktbeherrschenden Stellung.»

Google News nutzt also laut Aschendorff-Verlag keine Snippets von Aschendorff-Produkten und der Aschendorff-Verlag will nun aber doch Kohle sehen. Und wenn Google nicht Snippets des Aschendorff-Verlages nutzt, ist das ein Marktmissbrauch, weil Aschendorff kostenlos Anspruch auf die Leistungen Googles hat.

So verwundert es dann auch nicht, dass bei den Kommentatoren im Heise-Forum kein Verständnis den Verlegern gegenüber aufkommt.

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Bi us … de Huus an die Kläraanlage

Gäß´ton seggt Hilde, dat de Huus an de Kläraanlage niet afräten ward. De Huus an de Kläraanlage?, segg ik.

Jaor, de Huus an de Kläraanlage in Langwieschke. Dat ward renoviert un dann trecken daor Utlänners in.
Utlänners wöörn voor söventig Joohr´n auk in Langewieschke intreckt. De hebb de Land urbor makt en Huus an Huus upboot.

Gäß´ton hebb ik in´t Kiekkassen gekiekt, wie Lüüe enerwegens tegen Masten an gahn. Masten vöör Stroom. Wullt ik auk nich hebben, awwer wie kümmt de Strom in diene Pluggbüss? Ward daor ringebeamt?
Makt dat äs ik. Miene Biogasanlaage makt de Strom en de Strom kümmt met een Kabel in´t Huus. Ik heb daor noch en paar Liter Dong voor diene Biogasanlaage.

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Klolektüre (14): Lustiges Taschenbuch Maus-Edition 4 – Alles Gute!

Micky Maus ist im November letzten Jahres 85 Jahre alt geworden. Das ist der Aufhänger dieser Ausgabe.

Als Klolektüre funktioniert dieser Disney-Comic-Schinken wie gewohnt. Allerdings bin ich entweder den Geschichten entwachsen oder Micky-Maus-Geschichten sagen mir nicht sonderlich zu. Jedenfalls gibt es in dieser Ausgabe gerade mal eine Geschichte, die ich wirklich einigermaßen interessant finde. Der Rest ist schon unglaublich banal gehalten.

Daher ist diese Ausgabe ein passabler Begleiter auf unserem Donnerbalken und erhält folglich von fünf möglichen Klorollen:

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