Bandidos lösen Gremium MC ab

Die Ban­di­dos haben offen­bar die alte Gast­stätte über­nom­men, die vor etwas mehr als einem Jahr von Gremi­um MC gemietet wor­den war. Schon damals wun­derte sich ein IVZ-Leser, wie sich eine solch kleine Gruppe so ein Objekt für wenige Tre­f­fen finanziell leis­ten könne. Obwohl in Graven­horst gele­gen, nen­nt man die Gast­stätte nun Hangaround Chap­ter Wild Bunch MC Ibben­büren.

Vor 5 Jahren sind zwei Ban­di­dos für einen Mord an einem Laggen­beck­er Geschäfts­mann, der zu den Hells Angels gehörte, zu lebenslänglich­er Haft verurteilt wor­den.

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Die SPD und das Völkerrecht

So ein State­ment muss man sich auch erst ein­mal trauen. Da räumt Gas-Gerd vor Kurzem noch ein, das Völk­er­recht gebrochen und im Umkehrschluss einen Angriff­skrieg betrieben zu haben, was gegen den Zwei-plus-Vier-Ver­trag ver­stößt, und gestern haut man bei der SPD raus:

Als dem Frieden verpflichtete Partei hat die SPD stets in ihrer Außen­poli­tik auf die Prinzip­i­en der Entspan­nung, des Dialoges und der Zusam­me­nar­beit geset­zt, um Kon­fronta­tio­nen zu entschär­fen und Wege für eine friedliche Kon­flik­tlö­sung zu öffnen.

Sie merken es wirk­lich nicht.

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Aufnahmeunwilligkeit

POPCORN! Der Stadt­sportver­band ver­weigert dem Tai­ji Dao & Qi Gong-Vere­in die Auf­nahme mit der untauglichen Begrün­dung, dass der Vere­in keine Jugen­dar­beit vor­weisen könne. Und dann hat man dieses Kri­teri­um zur Auf­nahme eines Vere­ins nicht ein­mal in der eige­nen Satzung ste­hen, wie pein­lich ist das denn? Allerd­ings soll der SSV laut Satzung selb­st die Jugen­dar­beit fördern, offen­bar bei Vere­inen wie dem Tai­ji Dao & Qi Gong-Vere­in. Kommt man dem wirk­lich nach? Und der Vor­wurf der fehlen­den Gemein­nützigkeit ist auch ver­pufft oder wie?

Son­der­lich wil­lens, die Angele­gen­heit passend zur in zwei Wochen stat­tfind­en­den Vol­lver­sam­lung beizule­gen, ist man auch nicht, man möchte es lieber ins kom­mende Jahr ver­schieben. Mal ganz abge­se­hen davon, dass andere SSV-Mit­glieder ob dieser ange­blichen Mit­glied­spflicht ins Schwitzen ger­at­en kön­nen: Rein rechtlich beg­ibt sich der SSV da ger­ade auf dünnes Eis. 

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Als Deutschland das Völkerrecht brach

Bezo­gen auf Deutsch­land ist ja neben der merk­würdi­gen Rus­s­land in Schutz nehmenden Hal­tung der deutschen Wirtschaft und viel­er link­er Poli­tik­er die Rolle Ger­hard Schröders, einem der weni­gen Fre­unde Putins unter Europas Staatsmän­nern, merk­würdig. Inzwis­chen erk­lärt er, wieso er nicht auf Putin einwirkt:

Er selb­st habe als Kan­zler beim Jugoslaw­ien-Kon­flikt eben­falls gegen das Völk­er­recht ver­stoßen. “Da haben wir unsere Flugzeuge (…) nach Ser­bi­en geschickt, und die haben zusam­men mit der Nato einen sou­verä­nen Staat gebombt — ohne dass es einen Sicher­heit­srats­beschluss gegeben hätte.” Insofern sei er mit dem erhobe­nen Zeigefin­ger vor­sichtig, betonte Schröder.

Keine weit­eren Fra­gen mehr, euer Ehren. 

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Telefonat auf die Krim

Heute ist ein Tele­fonat mit dem Vater mein­er Fre­undin auf der Krim zus­tande gekom­men. Vor zwei Wochen war er noch opti­mistisch, dass sich die Tumulte auf der Krim bis zum Som­mer leg­en, so dass wir ihn prob­lem­los besuchen könnten.

Das Blatt hat sich gewen­det. Inzwis­chen fürchtet er um seine Exis­ten­z­grund­lage. Er und seine heutige Frau arbeit­en für Unternehmen, die mit dem ukrainis­chen Staat in Verbindung ste­hen. Sie gehen davon aus, dass sie umge­hend Ihre Anstel­lun­gen ver­lieren, sollte die Krim an Rus­s­land fall­en. Rus­s­land würde sämtliche Auf­gaben auf der Krim an rus­sis­che Fir­men vergeben.

Die Krim selb­st, die vom Fes­t­land abhängig ist, würde um den wirtschaftlichen Fortschritt der let­zten 20 Jahre gebracht wer­den. Eine trost­lose Zukun­ft ger­ade für die jün­geren Bewohn­er der Krim, von denen es jet­zt schon auf Grund der wirtschaftlichen Lage nicht allzu viele gibt.

Bild aus glücklicheren Zeiten: Vater meiner Freundin (2.v.l.), meiner einer (4.v.l.)
Bild aus glück­licheren Zeit­en: Fre­undin meines Vaters (2.v.l.), mein­er ein­er (4.v.l.) im August 2013

Und den­noch mis­straut er den Umwälzun­gen in Kiew, zu viele Nation­al­is­ten seien dort am Werk. Woher kommt dieses tiefe Mis­strauen? Ein­er­seits wird Ukrainisch oft­mals als Bauern­sprache ange­se­hen, die es mit dem Rus­sisch eines Puschkins, eines Dos­to­jew­ski­js nicht aufnehmen kann. Über­haupt wird nur an vier Schulen auf der ganzen Krim in Ukrainisch unter­richtet. Zudem ist die rus­sis­che und frühere sow­jetis­che Pro­pa­gan­da ein unge­mein gereiftes Mittel.

Wir erfahren am heuti­gen Mann der Mut­ter mein­er Fre­undin, der früher in der Sow­je­tu­nion lebte und nun schon 25 Jahre in den Vere­inigten Staat­en lebt, dass diese Pro­pa­gan­da immer noch nach­hallt. Er werde niemals etwas Schlecht­es über die Sow­je­tu­nion sagen, er habe es damals gut gehabt. Kein Gedanke daran, wie es anderen erg­ing. Kein Gedanke daran, dass es ihm so gut ging, weil sein Vater eine bedeu­tende Posi­tion innehat­te. Da kann man ruhig ein­wen­den, es war kein Rechtsstaat, dieser Ein­wand ist sinn­los: Die Rede von einem Rechtsstaat sagt ihm nichts. Ein Umzug von der Sow­je­tu­nion in die Vere­inigten Staat­en war für ihn in staatlich­er Hin­sicht lediglich ein Wech­sel der Fahnen.

Die Krim ist nie in der Ukraine angekom­men, hat sich immer als autonom betra­chtet, man fühlt sich eher Rus­s­land als der Ukraine zuge­hörig. Derzeit fühlt man sich eh schon ein­genom­men mit den über­mächtig wirk­enden rus­sis­chen Sol­dat­en vor Ort, fühlt sich im Krieg, fühlt sich über­rumpelt und aus­geliefert, sofern man nicht Freude über die schein­bare Zuge­hörigkeit zu Rus­s­land empfindet.

Wie es weit­erge­ht, ste­ht in den Ster­nen. Möglicher­weise sieht meine Fre­undin ihren Vater für lange Zeit nicht wieder, möglicher­weise ihre Großel­tern nie. Möglicher­weise wird sie monatlich knapsen, um ihren Vater vor Ort über die Run­den kom­men zu lassen.

Wir wer­den über­legen, falls Rus­s­land die Über­hand behält, ob die Fam­i­lie ihre Stief­schwest­er nach Deutsch­land kom­men kann. Eine Zukun­ft, und das ist allen klar, wer­den ihre kleinen Kinder unter rus­sis­ch­er Herrschaft auf der Krim nicht haben. 

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Verzettelte Welten

Die IVZ kommt ihrer Ankündi­gung aus dem let­zten Jahr nach und ver­anstal­tet eine Rei­he zu irgend­was mit Inter­net . Lei­der ver­säumt man es, zu schreiben, worum es über­haupt gehen soll, wovon der Vor­trag des ein­ge­lade­nen Red­ners han­delt, was diese Ange­bote sind, von denen die Rede ist, und wozu wer auch immer Fra­gen stellen soll. Aber gut, ein aus­sagelos­er Text, gespickt mit so sin­nentleerten Sätzen wie

Die Vielfalt der Nutzungsmöglichkeit­en dig­i­taler Medi­en über­steigt längst das Wahrnehmungsver­mö­gen der Empfänger.

muss keine schlechte Ver­anstal­tung nach sich ziehen. Nur, beim besten Willen:

Wir haben uns vorgenom­men, Ihnen, liebe Leserin­nen und Leser die Möglichkeit zu geben, den Ein­stieg in die „Dig­i­tale Welt“ zu finden.

Damit kommt die IVZ so 20 Jahre zu spät. Wahrschein­lich erk­lärt man uns näch­ste Woche, wie man dieses putzige Gerät bedi­ent, mit dem man qua­dratis­che Brotscheiben rösten kann.

Aktu­al­isierung 11. März 2014

Die Volk­shochschule erläutert, worum der Vor­trag geht:

Meine Kinder, meine Enkel, meine Nach­barn — viele scheinen ständig “ver­net­zt” zu sein. Han­dliche kleine Geräte wie leis­tungs­fähige Handys oder Tablet-Com­put­er machen es möglich. Der Kon­takt zur Ver­wand­schaft im Aus­land ist eben­so schnell hergestellt, wie ein Buch bestellt ist, aktuelle Nachricht­en abgerufen wer­den kön­nen oder Bankgeschäfte zu erledi­gen sind.

Ist dann doch wohl eher was für reifere Semester. 

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