Morgenkaffee

Das ist ja auch selten, dass ich mal die WELT verlinke, aber hier geht’s: Christian Unger interviewt die Hamburger Rechtsanwältin Gül Pinar zum NSU-Prozess.

In NRW beschädigen sich CDU und SPD untereinander mit Fracking-Phantasien, die niemand außer der Wirtschaft für erstrebenswert hält.

Dem selbsternannten BVB-Retter Florian Homm droht die Ausweisung aus Italien in die USA, wo ihm möglicherweise eine lange Haftstrafe erwartet.

Carsten Luther hält den Vergleich Schäubles von Krim-Annektion und Sudetenland-Annektion für nicht ganz abwägig.

Und wäh­rend ich mir die Frage stel­le: Was darf sich Putin denn noch erlauben? hole ich mir erst­mal noch einen Kaf­fee.

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Anfang der 1970er Jahre stand in der Kanalstraße 13 in Ibbenbüren ein Haus, das abbruchreif war. Man nannte es das Bangladesh. Viele Jugendliche tummelten sich in diesem unbewohnten Haus, weil es keinen Jugendtreff für sie in der Innenstadt gab.

Irgendwann tauchte ein Mann aus Berlin im Bangladesh auf, der sich Konsul von Bangladesh und Che nannte. Mit richtigem Namen hieß er Hugo Günter Lachmund. Im Konsulat sollen während seiner Anwesenheit Drogen wie LSD verkauft worden sein.

Lachmund stammte aus Thüringen, ließ sich in Wuppertal zum Bäcker ausbilden und war als Schiffskoch zur See gefahren. Er hatte in Deutschland seinen Pass verloren, dieser tauchte allerdings in einer Jacke einer Person wieder auf, die in Berlin überfahren wurde und unkenntlich entstellt wurde. Daraufhin erklärte man Lachmund für tot, was dieser aber erst nach seiner Wiederankunft in Deutschland erfuhr.

Nun ging er nach Freiburg und machte dort angeblich einen Magisterabschluss in Germanistik, holte aber sein Zeugnis nie ab. Danach ging er nach Ibbenbüren, wonach er als Koch im besetzten Tommy-Weißbecker-Haus in der Kreuzberger Wilhelmstraße arbeitete. Offenbar hat er in Berlin erzählt, er habe im Münsterland eine Hilfsorganisation für Bangladesh gegründet.

Lachmund starb 2002, nachdem er den Anspruch auf Sozialhilfe verlor und in Folge dessen ein lebenswichtiges Blutverdünnungsmittel nicht mehr beziehen konnte, völlig verarmt in Berlin auf einer Parkbank.

Mehr im Wiki: http://wiki.ibbtown.com/Konsulat

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Ortskenntnis ist eine Zier, doch es geht auch ohne ihr. Natürlich geht es in der aktuellen Puff-Diskussion entgegen der Darstellung der IVZ nicht um ein Freudenhaus in Schierloh, sondern in Langewiese. Und ein Gerücht würde ich das auch nicht gerade nennen. Aber sei’s drum.

Diana’s Haus hatte vorher seinen Platz in Osnabrück, in letzter Zeit war in Langewiese aber wohl eher tote Hose. Und die Lustgänger machen dafür auch einen Grund aus:

die bewohner gehen auf die strasse mit videocamera und fotoaparat also ich geh bestimmt nicht hin

Verwunderlich ist allerdings, dass seitens der Stadt erklärt wird, es seien keine Bordelle in Ibbenbüren angemeldet. Mitunter scheint es in der Tat zu Wohnungsprostitution zu gehören, was in Ibbenbüren so abgeht. Und anscheinend muss man die nicht anmelden.

Beim Haus Laura hätte ich aber auf was anderes getippt.

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Heute mal eine Tarte im gaaaaaanz weiten Sinne.

Seit einigen Jahren verändert sich das Stadtbild zusehends. Vor allem die Einflüsse und die Essenstrends aus den USA lassen die üblichen, vollgespackten Pommesbuden verschwinden und stattdessen schießen quietschbunte Lädchen aus dem Boden, die einen auf Retro machen und versuchen, einem übertreuerten Süßkram anzudrehen. Das Süßzeug wird fertig geliefert und von irgendwelchen Aushilfskräften aufgebacken, Liebe und Hingabe sind da eher Fehl am Platz, alles schmeckt irgendwie gleich und irgendwie nach irgendwas.

Daher bin ich froh, euch heute mal einen kleinen Laden in Düsseldorf-Flingern vorzustellen, der seine Kuchen noch selbst backt und auf seine unkonventionelle Art der sonst so spießigen Stadt eine Stück Coolness verleiht. 🙂

Das Café Hüftgold in der Ackerstraße 113. Der Schokoladenkuchen ist die Sünde wert und absolut empfehlenswert.

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Morgenkaffee

Wenn ich in letzter Zeit online was gemacht habe, dann an meinem Heimat-Wiki. Da kommt man dann nicht einmal mehr zum Twittern. Und es ist nicht so, dass man das ungemein vermissen würde. Auf was für Merkwürdigkeiten man da stößt, hätte ich nie erwartet.

Da hat sich jemand die Mühe gemacht, Bob Ross‘ Malereien statistisch auszuwerten. Einmal hat er sogar einen Menschen gemalt.

Tatis Oster-Lamm-Tarte kann ich aus eigener Erfahrung empfehlen.

Und wäh­rend ich mir die Frage stel­le: Was wäre das wohl für ein Gefühl, wenn man selbst mal statistisch ausgewertet wird? hole ich mir erst­mal noch einen Kaf­fee.

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So langsam ostert es wieder, zumindest die bunten Parteiplakate säumen wieder die Laternenpfäle. Da ich gerade für’s Wiki die Nazizeit Ibbenbürens erarbeite, passt dieser Schinken gut rein:

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Das Buch habe ich 1996 gelesen, und kann das nur unterstreichen, was ich 2008 schrieb:

Ein Buch, das mir in grausiger Erinnerung bleibt wegen der Szene mit dem Kleinkind. Beschreibt schlicht die Ausgeliefertheit gegenüber dem Terror.

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Morgenkaffee

Heute geht’s nach London, aber einen kleinen Morgenlesemoment gestatte ich mir noch.

Oliver Kalkofe wird nach diversen Interviews nun auch von der Süddeutschen befragt. Er möchte experimenteller werden, mehr Wortwitz und weniger aufgesetztes Gelaber würde mir schon reichen.

Die EU will Made in-Bezeichnungen verpflichtend machen.

Der der stellvertretende Vorsitzende von Pro NRW, Jörg Uckermann, wurde wegen des Verdachts auf bandenmäßigen Betrugs festgenommen und könnte noch bis Ende August in Gewahrsam bleiben.

Und während ich mir die Frage stelle: Ob ich wohl viel russisches Zeugs in London vorfinde? hole ich mir erstmal noch einen Kaffee.

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Morgenkaffee

So, ab nun häufiger wieder vorm Rechner, was so eine Morgenkolumne nicht immer selbständig einfacher macht. So viele Blogs liefern nicht mehr qualitativ interessanten Leserdauerbeschuss, als dass man nur noch die Rosinen rauspicken müsste.

Drei Essays von John Jeremiah Sullivan aus dem Buch „Pulphead“, was gerade meine Klolektüre ist, sind gerade bei Bayern2 hörbar.

In Düsseldorf gibt es in Flughafen-Nähe einen illegalen Parkservice.

In Thüringen hat man getestet, ob der neue, 900.000 € teuere High-Tech-Wasserwerfer resistent gegen Eier und Tennisbälle ist. .

Und während ich mir die Frage stelle: Bleibt der Sommer? hole ich mir erstmal noch einen Kaffee.

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