Muss erst etwas passieren?

Die Saure-Gurken-Zeit im Sommer ist seit jeher ein Problem für die Zeitungen: Wenn die Leute in den Urlaub fahren, die Vereine kaum Veranstaltungen haben und auch von der Politik nichts zu hören ist, dann wird es noch schwieriger, die Zeitung voll zu kriegen.

Die IVZ schoss vergangene Woche allerdings mit 4 gehaltlosen Artikeln (24. Juni, 25. Juni, 26. Juni, 28. Juni) über eine Bahnschranke den Vogel ab: Man interviewte u.a. vor der Schranke Wartende, ob die Schranke an der Bahn rechtzeitig runterfahre. Auf die Art hätte man auch im Supermarkt Hinten-in-der-Schlange-Stehende fragen können, ob der Bezahlvorgang zu lange dauert. Oder man fragt sich, wie lange Rollstuhlfahrer zur Überquerung brauchen und wie viel Zeit man beim Überqueren des Bahnübergangs braucht, wenn man unterwegs ein Taschentuch verliert.

Stellen Sie sich nur mal vor, es fährt ein Rollstuhlfahrer über die Gleise, muss nochmal zurück, weil er unterwegs seine Tempos liegen gelassen hat, und dann geht dem Rolli der Saft aus.

Was soll bei so einem Journalismus rumkommen?

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