Grindhouse Homemade Burgers

Wir waren heute einen Tag nach der Eröffnung gleich gegen über beim neuen und wohl einzigen Burgerladen in Düsseldorf-Derendorf. Natürlich sollte man für eine Kritik erst dann kommen, wenn alles eingespielt ist und nichts extra oder so. Wir aber hatten Hunger auf eine Kleinigkeit und wieso dann nicht gleich rein in die gute Stube?

Der Laden hat auf der Internetseite und von außen einen gewissen Style, der mit der inneren Ausstattung und den Bedienungen harmoniert. Die Bedienungen sind vergleichsweise jung und freundlich, nicht hektisch oder neumodern spießig oder sowas, was man vielleicht auch hätte befürchten können. Man merkt schon, dass keine jahrelange Erfahrung bei der Bedienung zu erwarten ist, aber das ist vollkommen okay, denn das Publikum ist auch eher jung. Und entweder ist da eine riesige Marktlücke in Derendorf, denn so ein junges Publikum kenne ich von keinem anderen Restaurant, oder der Laden wird es schwer haben, sein Stammpublikum zu finden. Aber das wird man sehen.

Ich bestellte mir ein Ueriges, den BBQ-Hamburger mit medium gebratenem Fleisch sowie Pommes mit Wasabi-Mayonnaise. Das Uerige war mit 0,2l in der Karte vermerkt, weswegen man ein frisch gezapftes erwarten hätte können, aber es kam eine 0,33l Flasche. Dazu sollte man sagen: Es schmeckt eigentlich außer Schumacher kein gutes Alt-Bier aus der Flasche. Sowas sollte man bei der Bestellung vielleicht dazu sagen, aber okay, wenn man eigentlich gezapftes Alt anbietet, sind wir mal nicht pingelig.

Zum Essen ist zu sagen: Das Fleisch war exakt medium gebraten, die Wasabi-Mayonnaise eine sehr interessante Idee, an Gemüse war mir zu wenig im Burger, die Sauce habe ich nicht geschmeckt, die Auswahl des Brötchens uninspiriert, Cheddar-Käse ist immer eine gute Idee für Burger, die Pommes waren selbst gemacht, aber einfallslos, fettig und nur lauwarm.

Mir war die Karte nicht abwechslungsreich genung, aber vielleicht funktioniert genau das für junges Publikum. Es ist nicht so, dass man vergleichbare Burger nicht auch schnell selbst hinbekäme. An der Freundlichkeit der Bedienungen darf gearbeitet werden, die Preise sind nicht gerade günstig und die Getränkeauswahl dürftig. Drinnen im Restaurant ist es oft laut, man sitzt dem Nachbarn schnell auf der Pelle, draußen ebenso, wo man zudem mit dem Straßenverkehr lautstärketechnisch konkurriert.

Von fünf möglichen Düsselblogkochlöffeln gibt es daher:

[ Grindhouse Homemade Burgers, Bankstraße 83, 40476 Düsseldorf ]

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Grindhouse Homemade Burgers

Wir waren heute einen Tag nach der Eröffnung gleich gegen über beim neuen und wohl einzigen Burgerladen in Düsseldorf-Derendorf. Natürlich sollte man für eine Kritik erst dann kommen, wenn alles eingespielt ist und nichts extra oder so. Wir aber hatten Hunger auf eine Kleinigkeit und wieso dann nicht gleich rein in die gute Stube?

Der Laden hat auf der Internetseite und von außen einen gewissen Style, der mit der inneren Ausstattung und den Bedienungen harmoniert. Die Bedienungen sind vergleichsweise jung und freundlich, nicht hektisch oder neumodern spießig oder sowas, was man vielleicht auch hätte befürchten können. Man merkt schon, dass keine jahrelange Erfahrung bei der Bedienung zu erwarten ist, aber das ist vollkommen okay, denn das Publikum ist auch eher jung. Und entweder ist da eine riesige Marktlücke in Derendorf, denn so ein junges Publikum kenne ich von keinem anderen Restaurant, oder der Laden wird es schwer haben, sein Stammpublikum zu finden. Aber das wird man sehen.

Ich bestellte mir ein Ueriges, den BBQ-Hamburger mit medium gebratenem Fleisch sowie Pommes mit Wasabi-Mayonnaise. Das Uerige war mit 0,2l in der Karte vermerkt, weswegen man ein frisch gezapftes erwarten hätte können, aber es kam eine 0,33l Flasche. Dazu sollte man sagen: Es schmeckt eigentlich außer Schumacher kein gutes Alt-Bier aus der Flasche. Sowas sollte man bei der Bestellung vielleicht dazu sagen, aber okay, wenn man eigentlich gezapftes Alt anbietet, sind wir mal nicht pingelig.

Zum Essen ist zu sagen: Das Fleisch war exakt medium gebraten, die Wasabi-Mayonnaise eine sehr interessante Idee, an Gemüse war mir zu wenig im Burger, die Sauce habe ich nicht geschmeckt, Cheddar-Käse ist immer eine gute Idee für Burger, die Pommes waren selbst gemacht, aber einfallslos, fettig und nur lauwarm.

Schlechthin würde ich dem Restaurant 3 von 5 Sternen geben, für eine Wertung in Düsseldorf, was den Preis und das vergleichbare Angebot angeht, und für eine Wertung für junges Publikum würde ich gen 4 tendieren. Mir war die Karte nicht abwechslungsreich genung, aber vielleicht funktioniert genau das für junges Publikum.

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Mein Lokal, dein Lokal in Düsseldorf

Wir geben von hier aus mal eben ab an Kabel 1, die mittlerweile mindestens 8 Lokale in Düsseldorf getestet haben. Wir haben mal den Gastronom unseres Vertrauens nach diesem Format gefragt und er war so gar nicht begeistert. Allerdings teilte er unsere Bedenken gegen bestimmte Etablissements und irgendwie – so wie einige Restaurants interessieren und gefallen, so missfallen andere. Aber man sehe selbst:

Toni Maccheroni [ 1 | 2 ], Schumacher im Tönnchen [ 1 | 2 ], Sascha Rotisserie [ 1 | 2 ], El Paso [ 1 | 2 ], Tafelsilber [ 1 | 2 ]

Zuvor

Altes Fischhaus [ 1 | 2 ], Bistrozicke [ 1 | 2 ], La Donna Cannone [ 1 | 2 ], Porters Premium Steakhouse [ 1 | 2 ], Gut Knittkuhle [ 1 | 2 ]

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Neu im Bücherschrank (68): Patrick Süskind – Das Parfum

BuecherschrankSueskind

Ich habe mal wieder einen Klassiker – und in dieser kleinen Serie den zweiten Schinken von Patrick Süskind – in den Bücherschrank gelegt, den ich noch zu Abiturzeiten selber durchackert habe. Ich war damals von der eleganten Sprache und den Anlehnungen des Verführungsromans an Thomas Mann und Günter Grass begeistert. Die spätere Verfilmung ließ mich dagegen eher kalt, aber sowas sollte einen von der Lektüre dieses Schmökers nicht abhalten.

Heute wird übrigens im Alten Posthof noch ein Bücherflohmarkt veranstaltet.

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5. Bloggertreffen in Köln

Am Samstag machten wir uns von Düsseldorf aus nach Köln auf, um mal zu schauen, was hinter dem Bloggertreffen so steckt. Ich für meinen Teil bin schon länger nicht mehr auf Blogger- oder Internetmenschenveranstaltungen gewesen und das aus einem ziemlich einfachen Grund: Zu viel Aufwand für zu wenig Resonanz. Und ewig wird man mit überhyptem Realitätsverklären von Anwesenden genervt. Das ist auf Dauer anstrengend.

KoelnerbloggerTreffen

Ich kannte die Kölner Bloggerszene bislang nicht, kannte keinen Blog, von dem ich spontan wusste, dass der Schreiber hinter dem Blog in Köln sitzt. Aber gut, man lässt sich gerne überraschen. Dann wurde diese Liste auf der Veranstalter-Facebook-Seite veröffentlicht, die, ääh,

Die alphabetisch sortierte Liste verdeutlicht eindrucksvoll, dass die Kölner Szene durchaus in der Liga von Berlin, Hamburg und München spielt.

Ja. Äh, nein. Das tut sie nicht – im Gegenteil: Das ist eine Liste von nicht mal hundert Blogs ohne überregionale Relevanz. Man muss keine Relevanz haben, man sollte sich dann aber auch nicht vormachen, mit Berlin, Hamburg oder München in einer Liga zu spielen. Dann schon eher mit Düsseldorf und Bielefeld. Den Satz glaubt man nur, wenn man eingefleischter Kölner ist, nie über den Tellerrand schaut und die sonstige Blogszene einfach nicht kennt.

Okay, vielleicht die Erwartungen tief stapeln, dann kann einem nichts passieren und eher gehen kann man ja auch. Irgendwie kennt man die Pappenheimer dann ja auch. So verzog es uns am Veranstaltungsort angekommen ziemlich schnell an die Mauer des nicht übermäßig besuchten Treffens, um von dort aus auszumachen, was für Leute vor Ort waren (das hat nichts mit Schüchternheit oder Ausgeschlossenheit zu tun und: nein, es gibt keine Pflicht, sich unter das Volk zu mischen, nur weil man eine Internetmenschenveranstaltung besucht). Da waren links die Nerds, dann ein paar Modebloggerinnen, ein quietschender Marketingmensch, viele schwarz Gekleidete, Leutefotografierer, viele das-Haar-rot-Gefärbte. Viele Grüppchen, die sich schnell fanden und verschlossen wirkten. Alle sicherlich sehr nett, aber eben sehr oberflächlich. Und nette, oberflächliche Menschen kennt man irgendwann zur Genüge, da liegt der Hase im Pfeffer: Man will allein aus Selbstschutz irgendwann nicht mehr möglichst viele, irgendwie nette Leute kennen lernen. Hätten wir das getan, hätten wir sicherlich nicht Lulu samt ihrer besseren Hälfte kennen gelernt, die eher nach Kühlschrankvorgaben als Rezept kocht. Wie großartig.

Die beiden hatten sich auch an die Mauer gesellt, um erst einmal die Besucherschaft zu sondieren – mit dem Ergebnis, vor 8 die Segel zu streichen. Wir haben es ein Bier länger ausgehalten. Einsetzender Regen und Musikbeschallung durch eingeladene Bands erweckten bei uns den Eindruck, dass man nun eh kaum noch Substantielles erwarten konnte. Gut, hätte ich gewusst, dass neben mir noch ein Ex-Bielefelder-Blogger da rumschwirrt, hätte es mich noch etwas länger vor Ort gehalten.

Als ich allerdings am nächsten Morgen das Gezeter mitanlesen durfte, war ich ganz froh, den Rest des Abends anderswo verbracht zu haben. Nix für ungut: Es war sicherlich für die Veranstalter aufwendig, alle Klamotten beisammen zu bekommen, da waren sicherlich nur nette Menschen, alles war auch ganz nett, aber es verleitete nicht zum Bleiben.

Aktualisierung

Die Reaktionen auf diesen Artikel lassen darauf schließen, dass wir mit unserer Menschenkenntnis ganz gut liegen.

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5. Bloggertreffen in Köln

Am Samstag machten wir uns von Düsseldorf aus nach Köln auf, um mal zu schauen, was hinter dem Bloggertreffen so steckt. Ich für meinen Teil bin schon länger nicht mehr auf Blogger- oder Internetmenschenveranstaltungen gewesen und das aus einem ziemlich einfachen Grund: Zu viel Aufwand für zu wenig Resonanz. Und ewig wird man mit überhyptem Realitätsverklären von Anwesenden genervt. Das ist auf Dauer anstrengend.

KoelnerbloggerTreffen

Ich kannte die Kölner Bloggerszene bislang nicht, kannte keinen Blog, von dem ich spontan wusste, dass der Schreiber hinter dem Blog in Köln sitzt. Aber gut, man lässt sich gerne überraschen. Dann wurde diese Liste auf der Veranstalter-Facebook-Seite veröffentlicht, die, ääh,

Die alphabetisch sortierte Liste verdeutlicht eindrucksvoll, dass die Kölner Szene durchaus in der Liga von Berlin, Hamburg und München spielt.

Ja. Äh, nein. Das tut sie nicht – im Gegenteil: Das ist eine Liste von nicht mal hundert Blogs ohne überregionale Relevanz. Man muss keine Relevanz haben, man sollte sich dann aber auch nicht vormachen, mit Berlin, Hamburg oder München in einer Liga zu spielen. Dann schon eher mit Düsseldorf und Bielefeld. Den Satz glaubt man nur, wenn man eingefleischter Kölner ist, nie über den Tellerrand schaut und die sonstige Blogszene einfach nicht kennt.

Okay, vielleicht die Erwartungen tief stapeln, dann kann einem nichts passieren und eher gehen kann man ja auch. Irgendwie kennt man die Pappenheimer dann ja auch. So verzog es uns am Veranstaltungsort angekommen ziemlich schnell an die Mauer des nicht übermäßig besuchten Treffens, um von dort aus auszumachen, was für Leute vor Ort waren (das hat nichts mit Schüchternheit oder Ausgeschlossenheit zu tun und: nein, es gibt keine Pflicht, sich unter das Volk zu mischen, nur weil man eine Internetmenschenveranstaltung besucht). Da waren links die Nerds, dann ein paar Modebloggerinnen, ein quietschender Marketingmensch, viele schwarz Gekleidete, Leutefotografierer, viele das-Haar-rot-Gefärbte. Viele Grüppchen, die sich schnell fanden und verschlossen wirkten. Alle sicherlich sehr nett, aber eben sehr oberflächlich. Und nette, oberflächliche Menschen kennt man irgendwann zur Genüge, da liegt der Hase im Pfeffer: Man will allein aus Selbstschutz irgendwann nicht mehr möglichst viele, irgendwie nette Leute kennen lernen. Hätten wir das getan, hätten wir sicherlich nicht Lulu samt ihrer besseren Hälfte kennen gelernt, die eher nach Kühlschrankvorgaben als Rezept kocht. Wie großartig.

Die beiden hatten sich auch an die Mauer gesellt, um erst einmal die Besucherschaft zu sondieren – mit dem Ergebnis, vor 8 die Segel zu streichen. Wir haben es ein Bier länger ausgehalten. Einsetzender Regen und Musikbeschallung durch eingeladene Bands erweckten bei uns den Eindruck, dass man nun eh kaum noch Substantielles erwarten konnte. Gut, hätte ich gewusst, dass neben mir noch ein Ex-Bielefelder-Blogger da rumschwirrt, hätte es mich noch etwas länger vor Ort gehalten.

Als ich allerdings am nächsten Morgen das Gezeter mitanlesen durfte, war ich ganz froh, den Rest des Abends anderswo verbracht zu haben. Nix für ungut: Es war sicherlich für die Veranstalter aufwendig, alle Klamotten beisammen zu bekommen, da waren sicherlich nur nette Menschen, alles war auch ganz nett, aber es verleitete nicht zum Bleiben.

Aktualisierung

Die Reaktionen auf diesen Artikel lassen darauf schließen, dass wir mit unserer Menschenkenntnis ganz gut liegen:

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