Guten Morgen

Morgenkaffee

Der Dezember rauscht aber ungemein an einem vorbei. In 10 Tagen ist schon Heilig Abend, ich habe gerade mal zwei Weihnachtsmärkte durch Vorbeischlendern mitgenommen, die Geschenke sind teils noch nicht einmal angedacht und heute Morgen kommt hier die Sonne raus, als wär’s das Frühlingserwachen.

Wetten, dass ..? war wohl wieder so schlimm, wie man es unter Lanz jeder Zeit erwarten musste. Mich stört ja immer das Ausruhen der Kommentatoren auf vermeintlichen Allgemeinplätzen, die aber nur das Verweigern eigener Denkleistungen ausdrückt. Anders bei der Wiener Zeitung:

„Dass es dann ausgerechnet Hermann Maier war, der als erster vorzeitig „zum Flieger musste“ war nur einer der selbstironischen Momente an diesem an Nostalgie und Wehmut durchaus nicht armen unwiderruflich letzten „Wetten, dass..?“-Abend. […] All das Gerede von den veränderten Fernsehgewohnheiten, all das Beschwören des sozusagen am natürlichen Lebensende angelangten Show-Dinosauriers und natürlich das Gefasel von der Unmöglichkeit, heute noch Fernsehen für die ganze Familie machen zu können: Es sind in Wahrheit nur leere Floskeln. Fakt ist: Die Leute haben nach wie vor einen Bedarf an gut gemachtem Fernsehen und sie lieben Shows, die sie unterhalten und bei denen sie sich als Zuschauer verstanden fühlen.“

Und: Ja, das darf und sollte man auch nach der letzten Folge des Schlachtschiffs noch kritisieren.

Bücher schreiben ist nicht so ihr Ding, aber diese affizierten, leicht verklemmten Alltagsbetrachtungen, die machen Johanna Adorján bemerkenswert: Männer in Großstädten.

Und während ich mir die Frage stelle: Kommen die Öffis mal wieder auf den Trichter, dass man Entertainer langsam aufbauen muss, weil Moderatoren keine Shows abliefern können und hat Hermann Maier den letzten Flieger nach Österreich überhaupt gekriegt? hole ich mir erstmal noch einen Kaffee.

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