Guten Morgen

Morgenkaffee

Peter Richter war wieder in seiner Heimatstadt auf einer Demo und gewinnt in seinem dresdenmelancholischen Text Pediga vor allem dies ab:

Islamismuskritikfeindlichkeit durch stumpfe Islambepöbelung.

Pediga Dresden hat mit Katrin Oertel ein Gesicht bekommen. Und sie fragt, wieso die Presse bei Pediga ausländerfeindliche Haltungen ausmacht, das könne man im Positionspapier der Bewegung nicht rauslesen. Reicht doch schon, wenn man das aus ihren eigenen Äußerungen rauslesen kann: Zur Frage nach dem Beleg ihrer These über zu viele Muslime in Sachsen meint sie:

Es ist so, wir können das nicht belegen, und wir sagen einfach, dass es eine Dunkelziffer gibt, die erheblich ist.

Ich sehe da eher eine Dämlichkeit, die erheblich ist.

Amerikanische Medien haben viel mehr Angst als deutsche Medien, die Karikaturen von Charlie Hebdo zu veröffentlichen .

Und während ich mir die Frage stelle: Kann man Dresden wohl noch mal umkrempeln? hole ich mir erstmal noch einen Kaffee.

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Christian Moll ist Bürgermeisterkandidat

Der Vorstand der CDU Ibbenbüren hat sich für Christian Moll, Inhaber der Spedition Moll, als Bürgermeisterkandidaten ausgesprochen. Ob der von der Jungen Union vorgeschlagene Karl-Heinz Hagedorn jetzt noch im Rennen ist, ist unbekannt. Aber eigentlich sollte sich die Junge Union ja was bei ihrem Vorschlag gedacht haben.

ChristianMoll

Personell ist das eine gute Entscheidung: Der Ortsverband der CDU hat es in den letzten Jahren nicht geschafft, einen passenden Kandidaten aufzubauen. Für Einige in der CDU, deren Profil für eine Bürgermeisterkandidatschaft passend wäre, ist dieses Amt, von dem man nicht weiß, wie sicher man es lange inhaben kann, zu unsicher, um eine Kandidatur anzustreben. Und so gesehen ist es richtig, über den Tellerrand zu schauen.

Christian Moll verkörpert jemanden mit Wirtschaftserfahrung, Politikerfahrung, ist nicht zu alt, redegewandt, plakattauglich, familientauglich und hat kein zu konservatives Profil. Ich bin fast geneigt, diesen Vorschlag einen Coup zu nennen, aber man sollte wohl noch die Entscheidungsfindung innerhalb der CDU abwarten und schauen, wie er seinen Bekanntheitsgrad steigert.

Wer Christian Moll persönlich kennenlernen möchte, so schreibt die CDU, ist am 18.01.2015 um 11.00 Uhr herzlich zum Neujahrsempfang der CDU Ibbenbüren in den Räumen der Firma Sideka an der Talstrasse eingeladen.

Zeitgleich fällt gerade auf, dass man bei der CDU das Design etwas verändert hat. Grundsätzlich schon mal besser geworden, die Navigationsleiste macht einen freundlichen, leicht zugänglichen Eindruck, responsives Design ist auch okay, aber Inhalte und passende Schriftart fehlen da noch.

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Lesezeichen vom 9. Januar 2015

Lesezeichen von heute

  • ARD-aktuell zum Anschlag in Paris: Nous sommes Charlie "Es gehört zu unserem journalistischen Selbstverständnis, dass wir Meinung und Bericht klar trennen  – oder, um es mit Hanns-Joachim Friedrichs zu sagen: Wir machen uns mit keiner Sache gemein. Beim Überfall auf die Redaktion von "Charlie Hebdo" weichen wir davon ab." Tja, leider nicht nur da.
  • Wehrhaft gegen Twitter, wehrlos gegen Kugeln – Deus ex Machina "Eine reflexhafte Debatte um die Vorratsdatenspeicherung, wie sie in Deutschland gerade wieder von der CSU begonnen wird, wird es in Frankreich nicht geben. Ebenso wenig wird man über Antiterrordateien sprechen, oder über Internetsperren für Terrorpropaganda ohne richterlichen Beschluss, einfach auf behördliche Anordnung an Internetprovider oder Firmen. Nicht etwa, weil das möglicherweise fundamentalen Prinzipien des Abendlandes wie der Meinungsfreiheit und Gewaltenteilung widerspräche, sondern weil Frankreich das alles längst hat." Und geholfen hat es gar nichts.
  • Pierre Briançon on Twitter "The cover of next week's Charlie Hebdo, published next week by remaining staff. "Urgent: hiring 6 new cartoonists"
  • Free To Learn – Dr. Peter Gray Interviewed by Stefan Molyneux
  • Kids, the Holocaust, and „inappropriate“ play JAson Kottke liest Peter Gray: "It is wrong to think that somehow we can reform the world for the future by controlling children's play and controlling what they learn. If we want to reform the world, we have to reform the world; children will follow suit. "
  • Max Schrems verklagt Facebook
  • Karikaturisten antworten auf #CharlieHebdo: Trauer, Wut und ein Stinkefinger
  • Das Beste aus 2014 – Internetedition Herm hat mal die Internet-Best-of-2014er gesammelt.
  • Tim Wolff: Es lebe der Witz! "Religion (und so manch andere Weltanschauung) ist Wahnsinn im Kleide der Rationalität, Satire und Komik Rationalität im Kleide des Wahnsinns. Das eine muß das andere mißverstehen. Deshalb werden Vertreter des heiligen Ernstes der Komik stets mit Zorn begegnen. Und es ist ihr gutes Recht. Solange sie dies mit denselben Waffen wie Satiriker tun: mit Wort und Bild. Und nicht mit Maschinenpistolen. Seit gestern gilt mehr denn je: Es lebe der Witz. Der kluge. Der platte. Jeder, der genügend Menschen findet, die über ihn lachen. Und für alle, die ihn nicht mögen, sollte mehr denn je gelten: Ertragt ihn oder ignoriert ihn. Ihr werdet der Komik nicht Herr! "
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