Borja Baragaño – Road to Ibbenbüren

borjabaragano

Borja Baragaño ist ein „ein asturischer Piper, Flötist und Uilleann Piper der asturische, irische, bretonische, schottische…. Musik spielt“

Im Alter von vier Jahren habe ich damit begonnen, asturischen traditionellen Tanz zu erlernen und mit neun Jahren habe ich meinen ersten Dudelsackunterricht erhalten. Bis zum Alter von 17 Jahren war ich unterwegs auf Piperwettbewerben, habe in Pipe Bands gespielt und so weiter…. Dann kam die Flöte und ich habe damit begonnen, asturische und keltische Musik zu lieben und in zu Gruppen wie Llangres, DRD, Acuéi!?, N’arba und Felpeyu in Asturien, Spanien, der Bretagne, Frankreich, England, Italien, Deutschland, Portugal und der Schweiz zu spielen.

Vor Kurzem sein neues Album veröffentlicht und auf diesem Album bezieht sich ein Lied auf Ibbenbüren und bei Amazon kann man es anhören. Weitere Lieder gibt es bei Songcloud zu hören und käuflich ist das Album selbstredend auch.

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Datenschutz für Leichtgläubige

POPCORN! Die IVZ kümmert sich wieder um das böse Facebook. Avanti Dilettanti! Facebook will angeblich „alles“ über seine Nutzer wissen, deswegen schmeisst da jemand von der IVZ seine Facebook-App vom Handy und meldet sich von Facebook ab. Und juchu, seitdem die Person nun Threema verwendet, sind ihre Daten geschützt. Oder so. Weil Threema ihrer Meinung nach keine Kommunikation speichert und nicht überwacht.

Das einzige Problem an den Alternativen, die uns nicht überwachen und die keine Kommunikation speichern, ist ja, dass zu wenig Menschen diese Netzwerke nutzen.

Ääh, nein: Man sollte die eigene Blödheit als Fehlerquelle nicht unterschätzen.

Threema speichert Kommunikationen. Ob Threema Kommunikationen abgreift oder weiterleitet, dass weiß öffentlich niemand, weil die Firma hinter Threma dessen Quellcode nicht veröffentlicht. Und daher zieht golem.de folgendes Fazit:

Mit der Validation verbindet Threema ein großes Versprechen, das nicht gehalten werden kann. Eine Überprüfung der Korrektheit der Ende-zu-Ende-Verschlüsselung ist damit nicht möglich. Der Nutzer erfährt lediglich, dass sich die geloggten Nachrichten korrekt mit NaCl entschlüsseln lassen – für den Fall, dass es sich bei ihnen tatsächlich um die übertragenen handelt. Mehr nicht.

Andererseits ist das auch gar nicht so wichtig, wenn das Betriebssystem, auf dem Threema läuft, sprich: iOS oder Android, schon komplett immun gegen Datensicherheit ist. Im Klartext: Wenn die Texteingabe im Handy abgeschnorchelt wird, ist es für den Schutz eigener Daten bedeutungslos, ob der Text danach noch verschlüsselt wird.

Aber wer bei der IVZ glaubt, durch das Löschen einzelner Apps würde sich sein Datenschutz verbessern, der sollte vielleicht ganz schnell die IVZ-App runterschmeissen. Denn die will u.a. folgende Berechtigungen:

Aktive Apps abrufen, Konten auf dem Gerät suchen, genauer Standort abfragen, Zugriff auf Fotos, Medien, Dateien, USB-Speicherinhalte lesen, ändern oder löschen, Ruhezustand deaktivieren, Vibrationsalarm steuern

Und nicht zu vergessen, die App kann ihre Konto- und/oder Profilinformationen auf Ihrem Gerät verwenden. Also kann die App im Grunde ein Smartphone aus dem Ruhemodus aufwecken und durch die Welt posaunen, wer Sie sind und wo sie gerade genau sind.

Und die wollen mir was von Datenschutz erzählen!

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Ich sehe was, was du nicht siehst (2)

Ich hatte beim Text über eine angebliche Terrorzelle in Ibbenbüren schon über die journalistische Arbeit hinter den besprochenen Texten geäußert:

Was in diesen Tex­ten bloßes Gerücht ist, was Infor­ma­tion des Ver­fas­sungss­chutzes, was eine Tat­sache, was der Phan­tasie des Autors entspringt — das alles gibt sich die Klinke in die Hand.

Und auf diese Tour macht man bei der IVZ bezüglich des Todes eines IS-Kämpfers (Link auf von der WN übernommenen Artikel), der vermutlich aus Ibbenbüren stammt munter weiter:

Von dem Mann existiert ein Foto, das ihn mit einer Schusswunde im Kopf zeigt. Er wurde nach Medienberichten in einem Dorf fünf Kilometer südöstlich von Kobane, dem lange umkämpften Grenzort zur Türkei, ermordet.

Nach Protesten auf der Seite der WN hat man es doch für sinnvoller gehalten, in der gedruckten Ausgabe nicht von „ermordet“, sondern von „getötet“ zu reden. Es existieren im Internet Fotos vom Getöteten (Verlinkung unterbleibt). Allerdings zeigen sie keine Schusswunde im Kopf*. Von einer derartigen Wunde ist außer bei der IVZ weder in der dpa-Meldung noch in türkischen Medien die Rede.

Sein Kampfname sei Abdul Dschaber al-Turki gewesen.

Laut türkischen Medien war sein Kampfname Abdulcabbar El Turki. Das kann ich von hier aus nicht verifizieren, nur taucht der in deutschen Medien verwendete Name unabhängig vom dpa-Bericht nicht auf.

Der Getötete hatte eine Lehre als Elektriker gemacht und soll sich vor eineinhalb Jahren radikalisiert haben. dafür soll auch eine Gruppe in Ibbenbüren verantwortlich sein.

Denn wenn man selber so ein Gerücht ohne Nachweis in der Öffentlichkeit breittritt, sollte man das mal wiederholen, auch wenn es schon massiv kritisiert worden ist – was man dann aber besser verschweigt.

Die Leser-Kritik folgt dann auch auf dem Fuß:

Entweder Sie sind ein Ahnungslose Berichterstatterin oder haben Sie von der Türkei ein Sommerurlaub Gutschein erhalten um Tatsachen bewusst umdrehen.

* 12.05.2015: Inzwischen sind mir Fotos zugesendet worden, die einen Getöteten mit Schusswunde zeigen. Dies könnte der Betroffene sein.

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