Top oder Flop? Frank Cordes – 1+1=4

Das wird wieder die Geschmäcker spalten: Frank Cordes singt Liebestrunkenheitisches auf die Titelmelodie von Ich heirate eine Familie.

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Prenzlberg

Als vor ein paar Jahren die Prenzlauer Berg Nachrichten als Projekt online gingen, und ich in Berlin auf der re-publica davon hörte, war ich wenig begeistert. Es klang zu sehr danach, dass sich Journalisten für eine Internetseite ohne tragfähiges Geschäftsmodell aufopferten.

Dieser Tage hat man alles auf eine Karte gesetzt: 750 Leute, die monatlich für die Seite 5€ abdrücken sollten erreicht werden oder die Seite werde geschlossen. Man hat dieses Ziel erreicht – nicht ohne blaue Flecke, wie die für die PBN arbeitende Juliane Wiedemann schreibt:

Mir ist zwar klar, dass man nicht in den Journalismus geht, um sich Freunde zu machen, und dass ein dickes Fell in diesem Beruf vonnöten ist. Dass man sich manchmal wie der Leiter eine Anger-Management-Therapiestunde fühlt, hatte mir jedoch vorher niemand gesagt.

Neben allen Merkwürdigkeiten, die so ein Projekt in der Großstadt mit sich bringt, und die sich eben auch nicht in der Provinz ebenso verhalten, scheint mir das ein Zwischenruf zu sein, der auch im Kleinen seinen Wiedererkennungswert hat.

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Nicht ganz so hoch

Die Gemeinden der Baumberge haben die Stadt Ibbenbüren wegen des Slogans „Das Hoch im Münsterland“ verklagt. Hab ich noch nie was von gehört, aber es steht neuerdings in der Wikipedia, das muss also stimmen.

So unplausibel klingt das nicht, denn der Stadtmarketing Ibbenbüren e.V. hält wohl seit 2005 die Markenrechte an diesem Slogan, niemand anders darf ihn so als Markenbezeichnung verwenden. Das könnte anderen, die sich hoch wähnen, gegen den Strich gehen.

Die Gemeinden der Baumberge argumentieren angeblich, Ibbenbüren läge nicht im Münsterland und der Höchste Punkt des Münsterlandes sei auf dem Westerberg in den Baumbergen zu finden. Ihre Klage soll darauf hinaus gelaufen sein, Ibbenbüren die Verwendung des Werbespruches gerichtlich zu untersagen. Das Gericht soll die Klage abgewiesen haben, da „Münsterland“ kein geschützter Begriff sei und frei verwendet werden dürfe.

Die Klage wäre selbst dann nur durchgegangen, wenn man gerichtlich festgestellt hätte, dass Ibbenbüren nicht zum Münsterland gehört, was etwas schwierig ist, da der Kreis Steinfurt einen der vier Münsterlandkreise bildet. Denn der höchste Punkt im auf die Landkreise bezogenen Begriff des Münsterlandes ist auf dem Westerbecker Berg in Lienen zu finden – wobei Lienen für die Gemeinden der Baumberge wohl auch nicht im Münsterland liegt, was auch stimmt, nimmt man nur das historische Münsterland zum Maßstab.

Wie bitte? Was meinen Sie genau mit „Sack Reis“?

Aktualisierung
Folgende Zeitungsartikel sprangen auf diesen Zug auf:

Das schönste Hoch im Münsterland, IVZ vom 3. Juni 2015
Scharmützel wegen des „höchsten Punktes im Münsterland“, Westfälische Nachrichten vom 9. Juni 2015
Ganz natürliche 236 Meter…, Westfälische Nachrichten vom 12. Juni 2015

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Neu im Bücherschrank (87): Ingrid Noll – Der Hahn ist tot

nollhahn

Ich hätte jetzt ja auch gedacht, dass irgendein Schinken von Ingrid Noll unsererseits schon seinen Weg in einen der Bücherschränke gefunden hat, aber dem ist nicht so. Somit kommt hier mit ihrem ersten Roman auch unser erster Noll-Beitrag im Bücherschrank.

Das ledige, ältere Fräulein Rosemarie erlebt ihren ersten Frühling, als sie in Liebe zu dem Lehrer Witold entflammt. Sie schleicht fortan bei Nacht- und Nebelaktionen um das Haus des Objektes ihrer Begierde, um es zu beobachten. Bei diesen detektivischen Nachforschungen beobachtet Rosi, wie Witold auf seine alkoholkranke Frau schießt. Sie ist aber nicht tot. Ein Grund für Rosi, sich einzumischen und ihrem Angebeteten tatkräftig zur Hand zu gehen.

Ich habe das erste Buch von Ingrid Noll in den 90ern allerdings auch erst nach Die Häupter meiner Lieben gelesen, fand es nicht ganz so gut, aber immer noch sehr unterhaltsam. Die Verfilmung war nett, aber halt eher sehr gediegene ZDF-Unterhaltung.

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Zugunglück in Laggenbeck fordert zwei Todesopfer

Aus noch unklaren Gründen hat sich gegen Mittag der Anhänger des Traktors gelöst und blieb auf den Schienen auf einem beschrankten Bahnübergang am Fuchsweg stehen. Ein Zug der Westfalenbahn konnte hierauf nicht mehr rechtzeitig reagieren und prallte auf den Anhänger.

Auf der Pressekonferenz im Feuerwehrgerätehaus an der Alstedder Straß teilte Oberstaatsanwältin Vogelsang von der Staatsanwaltschaft Münster mit, dass es zwei Tote gegeben habe und es sich um den Lokführer und eine Frau handelt. Es gibt 6 Schwerverletzte und 35 weitere Betroffene.

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