Ibbenbürener Gottesbeweis

Da wird der liebe Herr Kant sich aber im Grabe um drehen. Ein ehemaliger Kriminalkommissar aus Ibbenbüren hat ihm das Handwerk gelegt und dank neuester Untersuchungsmethoden einen weiteren Gottesbeweis aus dem Hut gezaubert. Zu seinem Büchelein Sitz der Götter schreibt Judas Aries:

Wäre Gott nur ein Hirngespinst menschlicher Gottessehnsüchte oder ein Konstrukt irdischer Machthaber, dann dürfte es keinen roten Faden in den Gotteshandlungen aus der Antike bis zum letzten großen Auftritt in Fatima/Portugal geben. Weist die Heilige Schrift aber von A – Z einen kontinuierlichen Sach- und Sinnzusammenhang auf, dann kämen als Verfasser nur der religiöse „Vater in den Himmeln“ oder ein außerirdischer Potentat zum Zuge.

Jaha, quod erat demonstrandum! Aber sowas von. Auch solche Leute dürfen am Straßenverkehr teilnehmen. Folgt man seiner Untersuchungsmethode weiter,

Dann finden wir Gott und Engel in konkreter Männergestalt bei der Arbeit, das heißt bei Völkermorden, bei der Ermordung Einzelner, bei Nötigungen, Anstiftungen zu Tötungshandlungen, bei der Volksverhetzung, bei der Inbesitznahme von Landstrichen nebst Bevölkerung und beim Vertragsschluss mit irdischen Regenten sowie bei der Steuerung der irdischen Politik mittels der Propheten.

Also, wenn Sie das nächste mal einer Polizeistreife hinten reinfahren, ziehen Sie schnell ihren Aries aus dem Handschuhfach, kurbeln das Fenster runter und sagen den Polizisten mit Hinweis auf ihren Kollegen:

Ich war’s nicht!

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