Neu im Bücherschrank (114): Immanuel Kant: Kritik der reinen Vernunft

So viele Bücher haben wir hier ja dieses Jahr noch gar nicht rausgehauen, da bessern wir uns mal auf den letzten Metern und hauen täglich welche raus. Angefangen mit Kants Kritik der reinen Vernunft – selbstverständlich beide Bände der Suhrkamp-Ausgabe-, an die sich jeder mal trauen darf. Ob man dem gehobenen Philosophensprech nun folgen kann oder nicht, das ist sowas von ein Kulturerbe, da sollte man unbedingt mal reingeschmökert haben.

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Detlef Krischak – Der Rosenfälscher: Das zweite ich

Ich habe schon etwas länger keinen Lokalkrimi mehr in die Hand genommen, da ich, ehrlich gesagt, die Qualität nicht mehr abkonnte: Zu viele schlecht geschriebene Passagen, irrwitzige Handlungsverläufe, keine Spannung, kein Lokalkolorit, das will man nicht immer und immer wieder lesen. Aus welchem Grund ich diesen Schmöker danach dennoch wieder in die Hand genommen habe, weiß ich gar nicht mehr.

Um so freudiger ist dieser Ibbenbüren-Krimi: Viele Figuren, die charakterlich verschieden eingeführt werden, eine dramatische Handlung und das alles verziert mit Streifzügen durchs Ems- und Tecklenburger Land. Es geht um Entführung, Mord und kranke Seelen, um den Polizeialltag, bei dessen Beschreibung Klaus Burandt zur Seite stand, und schodderige Provinznasen. Die Sprache ist passend und ohne Bruch (zwei Rechtschreibfehler fallen nicht ins Gewicht). Ein Kriminalschmöker, der verfilmbar ist (wie großartig wäre das denn) und es locker mit Unter Feinden aufnehmen kann.

Die psychologische Situation des Täters (er hat doch seine Jugendliebe bekommen) wird mir inhaltlich nicht recht klar, die Spannung wird nicht durchweg gehalten, wieso die Verfolgungsjagd unbedingt in die Ibbenbürener Innenstadt führt: keine Ahnung; dass der Ibbenbürener Kommissar Carsten heißt: Großartige Idee.

Falls also noch jemand kurzfristig ein Geschenk zu Weihnachten sucht: Für Krimileser ist dies eine echte Empfehlung.

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