Bookmarks on März 1st, 2017

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Bereits beschlossen

Jede Pressemitteilung in punkto Onlinemarktplatz, den keiner braucht, ein Anlass sich zu wundern:

Das geplante Förderprojekt ist darauf ausgerichtet, den örtlichen Einzelhandel hinsichtlich der Auswirkungen zunehmender Online-Affinität von Kunden zu sensibilisieren,

Jaha, es sind nicht mehr die online-affine Kunden, denen man etwas präsentieren möchte, sondern die Händler muss man die Auswirkungen zunehmender Online-Affinität erklären. Das ist denen bis heute völlig unbekannt.

ihn bei der Einführung eigener Online-Angebote zu unterstützen

Wer ist den von denen noch nicht im Internet, obwohl er das will, und zudem bereit ist, die zusätzlichen Arbeitskräfte für einen Onlinehandel einzustellen? Die Ärzte wohl nicht, die Friseure wohl nicht, die Restaurants, Eisdielen und Kneipen wohl nicht, die Spielhallen wohl nicht, die Bekleidungs- und Schuhgeschäfte wohl nicht, die Apotheken wohl nicht, die Schreibwarenläden wohl nicht, die Geschäfte größerer Ketten wohl nicht, sehr kleine Geschäfte wohl nicht.

und über einen bereits beschlossenen lokalen Online-Marktplatz hinausgehende Aktivitäten und Zusatzleistungen für Kunden zu etablieren.

Ganz offiziell redet man jetzt nicht mehr von einem bestehenden, sondern von einem „bereits beschlossenen“, mehr auch nicht, Online-Marktplatz, ungeachtet dessen, dass der alte schon keinen mehr interessiert. Das Credo lautet: Sachen auf einer Ibbenbürener Internetseite bestellen und am gleichen Tag liefern zu lassen – was die Unternehmer zusätzlich Geld kostet. Das machen große Supermarktketten selbst, Bücher kommen per Post, Fertigessen mit dem Pizzataxi. Wo ist denn da die Marktlücke?

Ferner soll das Projekt die Attraktivität und Funktionalität der Ibbenbürener Innenstadt sowie der Zentren in den Ortsteilen steigern.

Natürlich. Ich steigere die Attraktivität der Innenstadt ja auch dadurch, dass ich den Kunden beibringe, dass sie ihre Waren auch von Zuhause aus kaufen können.

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John Oliver on Tibet

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Guten Morgen

Morgenkaffee

In meiner Heimatstadt gibt es eine Lokalzeitung, die gerne ihre Bedeutung heraushebt. Es ist aber so, dass in letzter Zeit so wenig kritischer Journalismus dort auftaucht, dass die nächst größere Zeitung, die Neue Osnabrücker Zeitung, genau diese kritische Berichterstattung, wenn die Angelegenheit bedeutend genug ist, gleich mit erledigt. Ich komme darauf, weil die britische Internetseite The Bureau of Investigative Journalism den deutschen, rassistischen Twitter-Account @xyeinzelfall auseinandernimmt.

Stephen King verwurstet Donald Trumps Verschwörungstheorien über Barack Obama zu einer eigenen.

Katharina Grazin empfiehlt den Roman Realitätsgewitter von Julia Zange.

Paypal hat gerade das Problem, dass überwiesene Gelder nicht immer da ankommen, wo sie hinsollen.

Und während ich mir die Frage stelle: Ist die anhaltende Regierungskrise der USA Resultat eines niedergehenden Journalismus‘? hole ich mir erstmal noch einen Kaffee.

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Lesezeichen vom 07.03.2017

  • Putin Pardons Russian Woman Charged for ‚Treasonous‘ Text Messages "Russian security agents arrested Sevastidi in January 2015, claiming that the friend to whom she had sent the messages had been a Georgian spy. She was eventually sentenced to seven years’ imprisonment. Putin’s pardon, which comes into force on March 12, 2017, says that it was signed on “the principles of humanity.” Sevastidi's lawyer, Yevgeny Smirnov, told the Interfax news agency that his client could not remember appealing to Putin for a pardon."
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Guten Morgen

Morgenkaffee

In Wien habe ich übers Wochenende mitbekommen, dass sich bei denen wohl sozialnetzwerkkulturell alles hauptsächlich auf Facebook abspielt, weswegen es auch so ein Affront ist, dass Stefanie Sargnagels Facebook-Account für 30 Tage gesperrt wurde. Dafür twittert sie jetzt mehr und man kann ihrem Burschenschaftsprojekt problemlos weiter folgen. Andererseits ist das alles nur Lokalkolorit.

Bettina Klein wirft einen Blick darauf, was man aus der aktuellen dicken Luft zwischen den Niederlanden und der Türkei mitnehmen sollte: Ein Einstehen für die eigenen Werte.

Die Überschrift ist ja schon Comedy: Schützen öffnen sich für Muslime und Homosexuelle.

Und während ich mir die Frage stelle: Merken Leute, die sich den kommerziellen sozialen Netzwerken so komplett ausliefern noch, dass sie sich ausliefern? hole ich mir erstmal noch einen Kaffee.

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