In der Türkei hat sich die Staatsanwaltschaft noch mal die Klageschrift gegen Peter Steudtner angeguckt und ihn umgehend freigelassen. War ihr dann doch zu peinlich. Darf ihnen auch weiterhin peinlich sein, wen sie da noch eingeknastet haben.

Die Schiedsgerichte, die beim Freihandelsabkommen zwischen den USA und Kanada zum Zuge kommen, richten vorzüglich für die USA.

Eminem hat die New Zealand National Party erfolgreich auf 600.000 neuseeländische Dollar verklagt, wegen der unrechtmäßigen Verwendung eines Songs von ihm.

Und während ich mir die Frage stelle: Wäre eine Entschuldigung seitens der türkischen Staatsanwaltschaft zu viel verlangt? hole ich mir erstmal noch einen Kaffee.

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Wir werden etwas haarspalterisch, denn dieses Zitat in der heutigen Ausgabe der IVZ ist fast richtig, aber halt falsch, und belegt somit, dass man sich nicht die Mühe gemacht hat, das Zitat zu überprüfen, sondern einfach aus irgendeiner Zitatsammlung abschreibt. Es unterstellt Kant ein Problem mit der Sprache, denn die Worte „allein“ und „nur“ ergeben schlechterdings denselben Sinn und ergeben insofern eine sinnlose Verdopplung:

Nur das fröhliche Herz allein ist fähig, Wohlgefallen am Guten zu empfinden.“

Immanuel Kant (1724-1804), deutscher Philosoph der Aufklärung

Korrekt heißt es bei Kant:

Kinder müssen auch offenherzig sein und so heiter in ihren Blicken, wie die Sonne. Das fröhliche Herz allein ist fähig, Wohlgefallen am Guten zu empfinden.

Der Zitatfehler kommt allerdings schon 1803 im 16. Jahrgang der Oberdeutschen allgemeinen Literaturzeitung auf S. 345 vor.

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  • Warum ist „Babylon Berlin“ so abstoßend? | DAS SCHEMA "Die Geschichte wird nicht als das erzählt, was irgendwie glaubhafte („runde“) Personen erleben, sie dürfen gerne ein bisschen exzentrisch sein; sondern diesen armen Handlungsgestalten, diesen Handlungsschemaschemen ist genau vorgeschrieben, wo sie hingehen müssen, welche Zufälle ihnen in den Schoß fallen, damit DIE HANDLUNG irgendwie einigermaßen plausibel bleibt, jedenfalls nicht total absurd wird. Es geht also weder um historische Wahrheit noch um literarische Wahrheit,"
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