Gestern die letzten Geschenke ergattert, heute den zweiten Weihnachtsbaum für dieses Jahr aufgestellt, die Krippe vom Dachboden gehieft, die Kugeln ausgepackt. So langsam könnte sich die Festlichkeit einstellen.

Der Flusskiesel kann dem Franzbrötchen geschmacklich ungefähr so viel abgewinnen wie ich.

Miss James wünscht frohe Weihnachten. Ben erinnert daran, dass morgen die Tage schon wieder heller werden.

Und während ich mir die Frage stelle: Entzaubert sich Weihnachten im Alter immer mehr? hole ich mir erstmal noch einen Kaffee.

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Falls jemand noch ein Büchlein sucht, das er unter den Weihnachtsbaum legen möchte, hergehört: Dieser kleine Schmöker zählt zumindest sprachlich zum Besten, was das münsterländische Krimi-Genre zu bieten hat. Das kommt dann vor allem den Figuren zu Gute, die der Sprakeler Autor in seiner Geschichte zu bieten hat: Kommissar Rico Wende, der vom Leben etwas gebeutelt, solo und seine Mutter im Auge habend, eine Serie vermisster Kinder aufzuspüren hat. Ja, ein Rattenfänger wie der aus Hameln ist im Münsterland unterwegs, eine Idee, die blöde klingt und blöde ist. Das ist dann auch der Hauptmakel dieses Schmökers: Spannung kommt nicht auf; dass aus der Tätersicht erzählt wird – ein alter Regionalkrimihut; das Motiv des Täters – gänzlich unerklärlich; die Auflösung – schnell vergessen. Und dennoch: Für Interessierte an Regionalliteratur eine unterhaltsame Lektüre.

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