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Neue Rezepte für den Biobäck­er Doppelkorn

Mod­ern­er, wirtschaftlich­er, aber weit­er­hin bio: Wie Friedrich Dieter aus Ibben­bühren die sieben Fil­ialen in Han­nover führen will. Vom Nieder­gang der Bäck­erei hat der Unternehmer allerd­ings nur durch Zufall erfahren. Nach dem ehe­ma­li­gen Dop­pelko­rn-Besitzer Manuel Pietrusky wird der­weil weit­er fahndet.

Made in Heav­en – Die Geschichte ein­er großen Liebe

Sie waren ein Toi­let­ten­team, aber auch ein Ehep­aar. Über ein Jahrzehnt saßen Inge Teub­n­er und Frank Lenze vor den Klos der Dis­co “Heav­en” in Mün­ster. Dann wurde Inge krank und musste in ein Ibben­büren­er Krankenhaus.

Geld zurück in 27 Tagen

Monate­langes Warten auf die Steuer ist vielerorts immer noch die Regel. Es geht aber auch anders. [… Deutsch­landweit] Platz drei belegt das Finan­zamt aus Ibben­büren (31,4 Tage), eben­falls in Nordrhein-Westfalen.

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Fips, Fips, Hurra

Seit Tagen hat mein Kol­lege immer was zu Kich­ern am Mor­gen. Gestern kam er dann endlich mal raus, was er hat: “Deine Holde hat doch geschrieben, dass ihre Kol­le­gen jet­zt Fips Asmussen auf Twit­ter fol­gen, dass sie seine Witze für ganz blöde hal­ten, aber sie lesen dann doch alles durch.” Ja, und? “Naja, und sie behaupten doch immer, dass sie so gründlich arbeit­en, keine Märchengeschicht­en ver­bre­it­en und so.” Komm mal auf den Punkt. “Dann wurde ihre Kolumne über den Fips-Asmussen-Account geteilt und da fan­den sie sich wohl so geehrt, dass sie das retweet­et haben.” Was ist denn jet­zt das The­ma? “Die haben bis heute nicht geschnallt, dass das wed­er Fips Asmussen und seine Witze sind, noch wem sie da auf den Leim gegan­gen sind.” Ach, ja? “Sagen wir mal so, es kön­nte sein, dass Fips mor­gen fol­gen­den Witz twittert: 

Gehen zwei Jour­nal­is­ten an ein­er Kneipe vorbei.”

Dann ist der, sie wis­sen schon, ja endlich doch mal für einen Lach­er gut,

ihr Philibb

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Neu im Bücherschrank (151): Johannes Leppich – Christus auf der Reeperbahn


Klingt so wie abstruser Reli­gion­skram, ist es wohl auch:

Gele­gentlich sieht man noch im Fernse­hen Fil­mauf­nah­men von Massen­predigten des Pater Lep­pich. Irri­tierend wie er die Men­schen aufwühlt, sich sel­ber hine­in­steigert, für den heuti­gen Zuhör­er wohl unerträglich. Und so sind seine Kapi­tel in diesem Buch typ­isch für das “Maschi­nengewehr Gottes”. Das Buch ist höch­stens inter­es­sant als Zeit­doku­ment. Inter­es­sant auch was Pater Lep­pich speziell über die schlimme Homo­sex­u­al­ität zu sagen weiß. (···) Kein Wun­der daß Lep­pich dann irgend­wann von seinem eige­nen Orden von seinem Wan­der­predi­ger­tum abge­zo­gen wurde.(···) Die Über­he­blichkeit des Autors der zu allem was zu sagen hat, macht die Lek­türe des Buch­es schw­er erträglich.

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Wärme ist kein Marketinggegenstand

Nähe trifft Frei­heit — der Titel der hirnge­frieren­den Idee, man müsse Düs­sel­dorf nur ein neues Mar­ketingim­age ver­schaf­fen, dann stünde die Stadt bess­er da. Wie kommt man nur darauf, so etwas zu glauben? Wenige Tage nach­dem die Stadt sich mit ihrer Aktion einem aus­ruhen­den Senioren für sein Sitzen in einem Bushäuschen ein Straf­man­dat zu ver­passen, meinen Mar­ket­ing­fuzzis, es sei noch nicht nach draußen gelangt, wie her­zlich Düs­sel­dorf doch wäre. Das Düs­sel­dor­fer auch so empfän­den. Wirk­lich? Hat man da mit den Richti­gen gesprochen? Den Ger­ingver­di­enern, die in Düs­sel­dorf arbeit­en, sich aber die Miete kaum noch leis­ten kön­nen. Den­jeni­gen, die alle Miet­mis­stände ertra­gen, in der Angst, keine alter­na­tive Woh­nung in der Umge­bung mehr zu bekom­men, weil die Mieten so steigen, dass auch Rumpel­bu­den augen­brauen­hochziehende Preise erklimmen?
Düs­sel­dorf ist keine beson­dere Großs­tadt. Sie funkelt auch nicht, wie Hen­ri­ette Rek­er es nett, aber unzutr­e­f­fend for­muliert hat. Die uri­gen Geschicht­en über die Wesen­sart Düs­sel­dorfs, sie sind anges­taubt. Man muss die Tour de France einkaufen, weil man sich nur noch im Glanze Ander­er als leuch­t­end betra­cht­en kann.
Hier gibt es nette, aufgeschlossene Men­schen, keine Frage. Aber die gibt es anders wo auch. Es gilt nach wie vor, was Man­ni Breuck­mann mal meinte, als er gefragt wurde, ob er sich nach so vie­len Jahren in Düs­sel­dorf noch als West­fale betra­chte: “Düs­sel­dor­fer wirst du nicht.”
Das ist auch alles nicht schlimm, nur lässt sich auf der tat­säch­lichen Grund­lage schon lange kein Haus mehr bauen. Man ver­grämt höch­stens noch die Nach­barn und macht sich mit solchem Mar­ket­ing lächer­lich, weil man vom Kopf her ste­hen in längst ver­gan­genen Zeit­en ste­henge­blieben ist. 

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