Guten Morgen

Vor wenigen Wochen lachte ich noch, als rauskam, dass man in den USA Kinder ab drei Jahren sich vor Immigrationsgerichten verteidigen lässt. Deutschland sagt „Hold my beer“:

Vor Gericht wurde eine „Freiheitsentziehungssache“ verhandelt, die Richterin stellt fest: „Der Haftantrag ist zulässig“, der Angolaner muss bis zu seiner geplanten Abschiebung an diesem Donnerstag in der Unterkunft bleiben, im Transitbereich. Wer hier festsitzt, ist formal nicht eingereist nach Deutschland. „Die Haft ist auch im Hinblick darauf, dass der Betroffene minderjährig ist, verhältnismäßig“, schreibt die Richterin. Der „Betroffene“ ist zwei Jahre alt. Während der Anhörung vor dem Amtsgericht fragt Anwalt Peter Fahlbusch den Jungen, ob er verstehe, worum es gerade gehe. Im Protokoll ist vermerkt: „Das Kind antwortet lediglich mit ,Mama'“.

Nachdem die Süddeutsche Zeitung erneut wegen einer als antisemitisch bezeichneter Karikatur kritisiert wurde, trennt man sich von Karikaturist Dieter Hanitzsch.

Oma Rosie bereitet sich auf die königliche Hochzeit am Wochenende vor.

Und während ich mir die Frage stelle: Werden Zweijährige bei der Anhörung wenigstens von erfahrenen Dreijährigen rechtlich beraten? hole ich mir erstmal noch einen Kaffee.

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