R.i.p. Timo Wenner (1976–2019)

Es reißt einen ordentlich runter, Anfang Jan­u­ar zu erfahren, dass Timo Wernke, bekan­nter als Timo Wen­ner, nicht ins neue Jahr mit­gekom­men ist. Schon länger ern­sthaft erkrankt, sah es in let­zter Zeit danach aus, dass es stetig bergauf gin­ge.

Als ich davon auf der Face­book­seite von Ibbtown berichtet, kam prompt die Frage, wer das nun schon wieder sei? Na, schö­nen Dank. Wer war der Wen­ner? Erk­läre das mal eben. Im Kern war Timo Wen­ner ein fokussiert­er Spin­ner mit Rück­grat, der als vir­tu­os­er Gitar­ren­spiel­er die Band Nutel­li­ca in über 450 Auftrit­ten quer über die Welt verteilt anführte.  Man spielte Konz­erte mit H‑Blockx, Dog Eat Dog, Korn, Sax­on, Apoc­a­lyp­ti­ca, Guns N’ Ros­es, Stone Sour und anderen, z.B. Metal­li­ca selb­st (1999 in Wer­chter, Bel­gien, und 2003 in Imo­la, Ital­ien). Timo selb­st schieb auf Face­book, er habe alle Konz­erte gespielt, die er spie­len wollte.

1994 bis 2004  war er in der Sche­une aktiv, zulet­zt als Chef des Rock­büros. 2004 grün­dete er in Ham­burg Room 237, eine Agen­tur für Konz­ert­buchun­gen, Band­man­age­ment und lokale Musikevents. 2011 organ­isierte er als Hauptver­ant­wortlich­er das Pink Pop Roy­al, danach organ­isierte er Events wie Rock den Rosen­hof und das Kneipen­quiz mit Wen­ner in Osnabrück. Ein Ange­bot als Book­er und Man­ag­er für Tokio Hotel zu arbeit­en, schlug er aus, was man ihm glauben kon­nte oder auch nicht. Zudem machte er eine Inter­viewrei­he mit Musik­ern wie New Mod­el Army, CJ Ramone, Sepul­tura und Dog Eat Dog.

Er pflegte seinen Stil geschmack­los­er Pointen­losigkeit, den man entwed­er ver­ab­scheuen oder abfeiern kon­nte. Lassen wir deshalb ihm selb­st das let­zte Wort: The Wen­ner takes it all.

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