Neu im Bücherschrank (183): Haruki Murakami – Gefährliche Geliebte

Im deutschsprachi­gen Raum ist dieses Werk von Haru­ki Muraka­mi bekan­nt als das­jenige, das beim Lit­er­arischen Quar­tett zum Zer­würf­nis zwis­chen Mar­cel Reich-Ran­ic­ki und Sigrid Löf­fler geführt hat. Es han­delt sich bei dieser Aus­gabe um die Über­set­zung aus dem Englis­chen, die widerum die Über­set­zung aus dem Japanis­chen ist. Inzwis­chen gibt es allerd­ings die Über­set­zung direkt aus dem Japanis­chen: Südlich der Gren­ze, west­lich der Sonne. Und diese Über­set­zung ist sprach­lich noch ansprechen­der und es lohnt sich unge­mein, wenn man das Buch schon gele­sen hat, es ein zweites Mal zu lesen.

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Neu im Bücherschrank (182): Dr. Oetker Studentenfutter

Es ist ein Irrglaube, Stu­den­ten wür­den sich über Büch­er freuen, auf denen irgen­det­was mit Stu­den­ten ste­ht, und es ist eben so ein­er, dass etwas gut schmeckt, nur weil es hipp daher kommt. Diese Rezepte­samm­lung ist wed­er ein­fach, raf­finiert, noch schmeckt irgen­det­was so, dass man es zweimal kochen wollte. Für tat­säch­lich gute Tipps besuche man lieber das Kochstu­dio.

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Neu im Bücherschrank (181): Wilhelm Weischedel: Kant-Brevier

Vielle­icht ist das auch eine ausster­bende Buch­gat­tung: Die Best-of-Irgendwems, die irgendw­er aus irgendwelchen Grün­den zusam­men­stellt. Kant eignet sich nur bed­ingt dafür, da halt die meis­ten Aus­sagen zu stark aus dem Kon­text geris­sen sind, so dass der Leser sich selb­st einen Reim auf dies und jenes Bon­mot machen soll, obwohl Kant selb­st Erhel­len­des hierzu selb­st zu sagen hat. In unserem Haushalt hat dieser Schmök­er kein Inter­esse her­vorgerufen, vielle­icht ist das woan­ders anders. 

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Neu im Bücherschrank (180): Ingrid Noll — Die Häupter meiner Lieben

Dies ist der Schmök­er, den ich am meis­ten ver­schenkt habe in meinem Leben, wobei es in let­zter Zeit doch weniger gewor­den ist. Ich ste­he auch nicht mehr mit der­sel­ben Begeis­terung dahin­ter, vielle­icht auch nur deswe­gen, weil ich in lange nicht mehr zum Lesen in die Hand genom­men habe. Also, wer ihn nicht ken­nt oder schon lange nicht mehr gele­sen hat: Zugreifen! 

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Neu im Bücherschrank (179): Bernhard Schlink — Das Wochenende

Manch­mal belässt man Romane, die man mal gerne lesen wollte, nach dem Lesen im Regal, auch wenn die Lek­türe ent­täuscht hat:

Anhänger ein­er ehe­ma­li­gen ter­ror­is­tis­chen Vere­ini­gung tre­f­fen sich nach Ent­las­sung ihres Anführers aus dem Knast für ein Woch­enende, des Wieder­se­hens wegen, des Pla­nens wegen, der Selb­stfind­ung wegen. Irgend­wie hat­te ich diesen Roman schon länger auf dem Schirm, und alles andere von Schlink, das ich bish­er nicht gele­sen hat­te, drängte es zurück, während ich nach Der Vor­leser auch nicht unbe­d­ingt weit­er Schlink lesen wollte. Und der Roman ent­täuscht. Die Fig­uren sind blaß, ihre Gedanken sim­pel, alle­samt scheit­ernd. Das Buch ist wed­er erhel­lend, noch geistreich.

Raus damit.

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