Neu im Bücherschrank (90): Gwen Cooper — Homer und ich

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Dies ist wieder eines der Büch­er, von dem man nicht mehr weiß, wieso und wann es in den eige­nen Büch­er­schrank gewan­dert ist. Für einen befre­un­de­ten Katzen­lieb­haber? Als Schrottgeschenk? Ver­leit­et durch den Zusatz, das Buch sei ein New-York-Times-Best­seller? Fra­gen, die nach Freilas­sung des Schmök­ers kein­er Antwort mehr bedür­fen.

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Barcamping

In let­zter Zeit waren wir auf zwei Bar­camps, eines davon in der Garage­Bilk in Düs­sel­dorf und eines im Unper­fek­thaus in Essen.

Bar­camp Net­zpoli­tik

Dieses Bar­camp wurde vom Min­is­teri­um für Bun­de­san­gele­gen­heit­en, Europa und Medi­en und ich habe hier darüber gepod­castet, da geschrieben. Im Grunde war es nur ein Tre­f­fen von Leuten, die sich eh schon kan­nten und Spaß haben woll­ten, Ern­sthaftig- und Nach­haltigkeit waren da nicht so gefragt. Ger­ade der lokale Poli­tik­bezug fehlte vol­lkom­men. Eine für durch die Poli­tik organ­isierte Ver­anstal­tun­gen ganz typ­is­ches aus­sagelos­es Event, in dem sich ein paar Poli­tik­er son­nen woll­ten.

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Nach ein­jähriger Pause wurde dieses Bar­camp wieder aufgelegt, gefühlt allerd­ings mit densel­ben scheubeklappten Papp­nasen und Bar­camp­touris­ten wie vor Jahren. Klassen­tr­e­f­fen nen­nt man das dann gerne, aber wer will schon jedes Jahr auf Klassen­tr­e­f­fen?

Sicher­lich bedeutet das Auf-die-Beine-Stellen eines solchen Bar­camps viel Zeit und Kraft, aber auch bei diesem Bar­camp zeigte sich, dass oft­mals die Teil­nehmer nicht son­der­lich gut disku­tieren kon­nten — und darunter sub­sum­iere ich auch das Kri­tik­ab­wiegeln mit “Irgen­dein­er meck­ert immer”-, debat­tieren dage­gen mit Vor­liebe. Das führt auch hier wieder dazu, dass Nach­haltigkeit hopps geht, wenn man sie nicht auf Meet-and-Greet reduziert. Im Grunde schade, da die Atmo­sphäre schon mal unüber­hypter als die in Düs­sel­dorf war.

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Okinii

Das japanis­che Restau­rant Okinii zählt zu den ange­sagtesten japanis­chen Restau­rants in Düs­sel­dorf. Für den einzel­nen Gast ist das aber nicht unbe­d­ingt von Vorteil: Es ist durch die aus­geze­ich­nete Aus­las­tung des Restau­rants etwas laut, die Kell­ner sind dauernd unter­wegs. Dafür kriegt man viel auf die Gabel.

Zu Beginn des Restau­rantbe­suchs standen wir pünk­tlich zur Tis­chbestel­lung mit ein­er Horde ander­er Gäste vor dem Ein­gang. Dann wird man von einem Kell­ner zum Tisch geführt, ein weit­er­er erk­lärte uns geduldig und prob­lem­los auch auf englisch, wie mal per iPad die Gerichte bestellt. Bucht man ein 25-€-All-you-can-eat-Menu kann man nach Herzenslust fast alles durch­pro­bieren, was die Karte zu bieten hat. Und ohne langes Warten kann man dann auch rein­hauen.

Allerd­ings ist dieses Restau­rant nichts für Leute, die sich für’s Essen und für eine Unter­hal­tung Zeit nehmen wollen: Durch das nur alle 15 Minuten mögliche Bestellen von in der Menge klein­er Speisen, muss man rel­a­tiv oft zum iPad greifen. Zusam­men mit der eh schon erhe­blichen Grund­laut­stärke des gut besucht­en Restau­rants, erstickt der Ver­such eines etwas tiefer­ge­hen­den Gesprächs im Keime. Die Getränkepreise sind ordentlich und die braune, süßliche Soße, die es bei unheim­lich vie­len Gericht­en gibt, ist irgend­wann pen­e­trant.

Wer einen Restau­rantbe­such etwas aben­teuer­lich mit iPad-Bestellmöglichkeit mag, wodurch man keine Kell­ner her­an­winken muss, und gerne viel auf dem Teller sehen möchte, der ist hier vol­lkom­men richtig. Die Karte bietet viele unter­schiedliche Gerichte, auch Gegrilltes, Über­raschen­des wie Spargel und But­ter­fisch, kleine High­lights, aber son­der­lich exquis­it ist das Essen nicht.

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Neu im Bücherschrank (77): Jens Johler — Kritik der mörderischen Vernunft

johlerkritikBS Der Gedanke, Immanuel Kant irgend­wie für einen Kri­mi zu ver­wursten, ist nicht neu. Und so ähn­lich der Titel dieses Buch­es seinem englis­chen Vorgänger ist, so ein­fall­s­los und unver­traut mit der kan­tis­chen Philoso­phie kommt dieser laue Auf­guss daher.
Aber vielle­icht ist dieser Schinken was für Kant­nichtken­ner, die ohne große Span­nung bei ein­er Serien­mörder­be­gleitung unter­hal­ten wer­den kön­nen.

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Grindhouse Homemade Burgers

Wir waren heute einen Tag nach der Eröff­nung gle­ich gegen über beim neuen und wohl einzi­gen Burg­er­laden in Düs­sel­dorf-Deren­dorf. Natür­lich sollte man für eine Kri­tik erst dann kom­men, wenn alles einge­spielt ist und nichts extra oder so. Wir aber hat­ten Hunger auf eine Kleinigkeit und wieso dann nicht gle­ich rein in die gute Stube?

Der Laden hat auf der Inter­net­seite und von außen einen gewis­sen Style, der mit der inneren Ausstat­tung und den Bedi­enun­gen har­moniert. Die Bedi­enun­gen sind ver­gle­ich­sweise jung und fre­undlich, nicht hek­tisch oder neu­mod­ern spießig oder sowas, was man vielle­icht auch hätte befürcht­en kön­nen. Man merkt schon, dass keine jahre­lange Erfahrung bei der Bedi­enung zu erwarten ist, aber das ist vol­lkom­men okay, denn das Pub­likum ist auch eher jung. Und entwed­er ist da eine riesige Mark­tlücke in Deren­dorf, denn so ein junges Pub­likum kenne ich von keinem anderen Restau­rant, oder der Laden wird es schw­er haben, sein Stamm­pub­likum zu find­en. Aber das wird man sehen.

Ich bestellte mir ein Ueriges, den BBQ-Ham­burg­er mit medi­um gebraten­em Fleisch sowie Pommes mit Wasabi-May­on­naise. Das Uerige war mit 0,2l in der Karte ver­merkt, weswe­gen man ein frisch gezapftes erwarten hätte kön­nen, aber es kam eine 0,33l Flasche. Dazu sollte man sagen: Es schmeckt eigentlich außer Schu­mach­er kein gutes Alt-Bier aus der Flasche. Sowas sollte man bei der Bestel­lung vielle­icht dazu sagen, aber okay, wenn man eigentlich gezapftes Alt anbi­etet, sind wir mal nicht pin­gelig.

Zum Essen ist zu sagen: Das Fleisch war exakt medi­um gebrat­en, die Wasabi-May­on­naise eine sehr inter­es­sante Idee, an Gemüse war mir zu wenig im Burg­er, die Sauce habe ich nicht geschmeckt, Ched­dar-Käse ist immer eine gute Idee für Burg­er, die Pommes waren selb­st gemacht, aber ein­fall­s­los, fet­tig und nur lauwarm.

Schlechthin würde ich dem Restau­rant 3 von 5 Ster­nen geben, für eine Wer­tung in Düs­sel­dorf, was den Preis und das ver­gle­ich­bare Ange­bot ange­ht, und für eine Wer­tung für junges Pub­likum würde ich gen 4 tendieren. Mir war die Karte nicht abwech­slungsre­ich genung, aber vielle­icht funk­tion­iert genau das für junges Pub­likum.

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