Gingerboy

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Der Untertitel, wenn man das so nennen will, des Restaurants Gingerboy lautet Moderne asiatische Küche. Und dem wird das Restaurant auch wirklich gerecht: Früher einmal ein Geheimtipp, hat sich der Geschmack des Essens wohl so weit rumgesprochen, dass man heutzutage kaum noch einen Platz im Restaurant erhält, wenn man nicht vorbestellt hat.

Da ich eher zu den Essern gehören, die wiederkehrend auf ein Gericht zurückgreifen, wenn die Erfahrung gezeigt hat, dass es vorzüglich bekommt, kann ich gerade nur die Empfehlung für die Gerichte Purpurne Verbotene Stadt, Reise durch die Seidenstraße und die Lieblingssuppe von Kaiser Zhu abgeben. Probieren Sie das Restaurant einfach mal aus, es wird ihre Enttäuschung nicht sein.

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Neu im Bücherschrank(35): Conni Lubek – Anleitung zum Entlieben

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Anleitung zum Entlieben ist eigentlich ein ziemlich populäres Blog, dessen Beiträge regelmäßig in der Buchreihe „Ein Curt-Rock-Roman“ erscheinen. Ich bin mir nicht sicher, aber aber ich glaube, dass „Anleitung zum Entlieben“ 2008 das erste Buch aus dieser Reihe war. Damals hatte ich selbst noch kein Blog und war ziemlich skeptisch dieser ganzen Bloggerszene gegen über. Das Buch habe ich trotzdem gelesen und fand es ganz witzig, wenn auch an manchen Stellen sehr anonymisiert. Heute verstehe ich auch warum, da man selbst versucht, an der einen oder anderen Stelle die Dinge nicht bei ihren Namen zu nennen, sondern wahrheitsgetreu zu umschreiben.

Kurz zum Inhalt: Die Hauptfigur lernt per Online-Dating einen Mann kennen, in den sie sich verliebt, wobei er sich aber nicht festlegen möchte. Natürlich leidet sie darunter und verfängt sich dabei viel zu sehr in ein selbstgestricktes Netz aus Enttäuschungen.
Wer zu spät kam und das Buch nicht mehr gekriegt hat, kann das gerne im Blog, das immer noch aktiv geführt wird, nachlesen.

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Neu im Bücherschrank(31): François Lelord – Hector und die Entdeckung der Zeit

Das ist auch so Spiegel-Bestsellerlisten-Kram. Ein Psychologer salbadert sich durch dutzende Zeitmetaphern und metaphorischen Geschichten, bis der Leser es aufgibt, zwischen den Buchdeckeln noch irgendetwas Fassbares mitzunehmen.

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Irgendwie passt das Buch aber dennoch in den Bücherschrank am Rhein. Der rekonvalesziert immer noch. Vor einigen Wochen ist da sehr viel rausgenommen worden. Ich weiß aber nicht, was sich da zugetragen hat. Jedenfalls finden sich seitdem große Lücken in den Glasregalen und kaum noch lesenswerte Bücher hinter den Glasscheiben.

Es emphielt sich gerade eher ein Gang um die Ecke zum Bücherschrank am Friedensplätzchen, wo ich gestern Anna Katharina Hahns Kürzere Tage entdeckt habe. Da schwirrt belesenes Volk rum.

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Neu im Bücherschrank(27): Deborah Tanner – Laß uns richtig streiten

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Tja, mit so massentauglichen Allgemeinratgebern verhält es sich halt immer ähnlich: Da werden ohne sauere Arbeitsweisen wilde Spekulationen als allgemeine Wahrheiten verkauft. Oder wie eine Kollegin der Autorin kritisiert:

Tannens Buch, sagt Freed, „festigt gleichzeitig negative Stereotypen von Frauen, entschuldigt Männern ihre interaktiven Verfehlungen und verzerrt durch Unterlassen das angesammelte Wissen unserer Disziplin.“ Während Tannen tatsächliche Feststellungen eines Forschers bezüglich der Entwicklung der sprachlichen Interaktion zwischen Kindern genau zitiert, benutzt sie diese, um mit den Begriff des intrinsischen Unterschieds zwischen den Geschlechtern zu unterstützen, während die eigentliche Forschung mehr Gemeinsamkeiten findet. Ihre lesenswerten Anekdoten unterstützen ungerechtfertigte Verallgemeinerungen, die ethnische Unterschiede nicht berücksichtigen. „Für mich als amerikanische, jüdische Frau, die mit einem irisch-amerikanischen Mann verheiratet ist“, sagt Freed, “ stehen die Konstellation der Gesprächspartnermerkmale, mit denen ich lebe, völlig im Widerspruch mit den von Tannen beschriebenen.“ Sie weist auch darauf hin, dass Männer und Frauen in der Lage sind, miteinander recht gut zu kommunizieren, wenn sie miteinander umgehen.

Es ist also keine fachgerechte Analyse individuellen Verhaltens, auch keine spielerische Heranführung an kommunikative Verhaltensweisen, sondern Auf-Gut-Glück-Spekulation. Dennoch war das Buch innerhalb weniger Tage aus dem Bücherschrank wieder verschwunden. Gute Unterhaltung.

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Neu im Bücherschrank(25): John Irving – Eine Mittelgewichts-Ehe

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So schnell kann’s gehen: Unsere kleine Bücherschrankserie bekommt seinen 25. Eintrag. Anfangs nur als nette Möglichkeit, den eigenen Bücherstapel etwas zu reduzieren gedacht, geriet diese Serie fix zur guten Gelegenheit, wöchentlich etwas aktuelles zu veröffentlichen. Da inzwischen Besuche bei Düsseldorfer Bücherschränken hinzugekommen sind und wir andererseits hier und da auf Bücherschnäppchen stoßen, bieten diese Einträge auch eine nette, regelmäßige Rausgehmotivation an Schleechtwettertagen – hat also alles was für sich.

Der Bücherschrank am Friedensplätzchen erhält somit die 25. Einstellung unsererseits, John Irvings Eine Mittelgewichts-Ehe, weil wir dort an interessanten auch oftmals fündig geworden sind. John Irvings Zweitling und Vorbote von Garp und wie er die Welt sah, schildert das, sagen wir mal, wechselvolle Aufeinandertreffen zweier Pärchen. Der Bücherschrank selber macht einen sehr leergefegten Eindruck, als ob über Karneval niemand was nachgelegt hat – wie allerdings auch seine Kollegen am Rheinufer und in Ibbenbüren.

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Neu im Bücherschrank(23): David Safier – Mieses Karma

DSCF8020David Safier sollte den meisten momentan bekannt sein, durch die Verfilmung seines Buches “Jesus liebt mich!”. Außerdem verdanken wir David Safier viele RTL Serie wie “Nikola”, “Die Camper” und “Das Leben & Ich” und selbstverständlich den Bestseller “Mieses Karma”.
Darin wird eine untreue Moderatorin von einem Meteor erschlagen und muss, aufgrund von ihrem miesen Karma, erst buddhistische Pluspunkte sammeln, bevor sie wieder als Mensch zur ihrer Familie darf.
Das Buch ist teilweise unheimlich witzig, aber leider auch einfach zu schnulzig, dass ich mich ganz dahinter stellen könnte. Ja ich hab es gelesen, aber in meinem Bücherschrank, hat es keinen Stammplatz finden können.

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Neu im Bücherschrank(20): Marian Keyes – Sushi für Anfänger

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Sushi für Anfänger war das erste Buch der britschen Autorin, das ich gelesen habe.

Kurz zu Handlung: Eine Großstädterin muss in die Provinz, um ein langweiliges Frauenkäseblättchen aufzupeppen.

Obwohl es ein scheinbar typisches Frauenroman ist, wirkt es nicht kitschig, und versucht nicht, seine Hauptfiguren auf Teufel-komm-raus komisch zu überzeichnen.

Wie auch in späteren Romanen verarbeitet die Schriftstellrin, einerseits nüchtern andererseits sehr komisch, ihren Kampf mit der Sucht und Zwangsneurosen.

Mein persönliches Urteil: Ich fand das Buch gut, und ich hoffe der neue Besitzer wird genauso seine Freude daran haben.

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Neu im Bücherschrank(19): Daniel Wallace – Big Fish

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Es geht ein gewisser Reiz davon aus, das Buch zu einem Film zu lesen. Tati hat wohl nur von der Geschichte an sich gehört, ohne den Film zu kennen, und war dann von der Romannachschreibung eher enttäuscht. Ich habe damals das Buch zu Sieben erworben und war eher beglückt, den Film nochmal nachhallen lassen zu können. Ob das Buch auch ohne Kenntnis des Films interessant ist, vermag ich daher nicht zu sagen, aber einigermaßen komplex war die Geschichte des Films halt schon. Vielleicht passt das jemandem bei Big Fish auch in den Kram.

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Restauranttest: Il Mercato

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Gestern verschlug uns unser Hunger in die Friedrichsstraße in Düsseldorf, gegenüber vom Buchhaus Sternverlag, Il Mercato. Der Laden wurde mir ganz oft empfohlen, leider habe ich es bis jetzt nie geschafft, da rein zugehen. Und was soll ich sagen: Es lohnt sich.

Aber eins nach dem anderen, hier meine Bewertung:

Das Ambiente ist recht angenehm, trotz der offenen Küche gibt es keine unangenehmen Gerüche, dafür 3,5 Punkte. Bestellt haben wir zwei Gerichte von Mittagskarte, die auch am Wochenende gültig ist, dafür 4 Punkte.

Die Mittagskarte bietet 10 bis 13 Gerichte in einer Preisspanne von 4,50 Euro für eine Suppe bis 10 Euro für ein Fleischgericht. Ganz oft vertreten waren die Pastagerichte, daher für die Vielfalt der Karte nur 3 Punkte.

Wir bestellten Penne mit Kalbsfleisch und Pilzen, und Penne überbacken mit Gemüse, für die es satte 4 Punkte gibt.
Der Laden eignet sich auch ganz gut zum anschließendem Kaffeetrinken. Der Kaffee ist nicht schlecht, verdient aber keine Extrapunkte.
Das macht eine Gesamtpunktezahl von 3,7.

Wir wünschen noch einen schönen Sonntag und bis zum nächsten Mal.

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