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„Kennnen Sie den? Ein Jude und ein deutscher Kolumnist treffen sich…“

damals als Miris Vater in Düsseldorf arbeitete, ging sie auf eine Grundschule. Sie war der Jude und die anderen Kinder waren es nicht. So ist das heute in Deutschland auch wenn in den Kolumnen immer etwas vom lebendigen Judentum steht, die Lehrerin jedenfalls, sagte, dass Miri neu und Jude sei und nach ein paar Wochen sagte Miri achselzuckend, sagten die Kinder, dass ihre Eltern sagten, dass die Juden alle ganz reiche Leute seien, die den Deutschen die Wohnungen nach dem Krieg weggenommen hatten und die Deutschen hätten auf der Straße gelebt und gehungert wegen der Juden. Die Juden würde man an ihren Nasen erkennen und die ganze Welt würde die Juden nicht mögen, weil sie sich schon immer für was Besseres gehalten hätten. Meine Freundin Miri war 1998 acht Jahre alt und am Nachmittag zu Hause nahm meine Freundin eine Küchenschere zur Hand und versuchte sich die Nasenspitze abzuschneiden. Meine Freundin Miri wollte kein Jude mehr sein. Zum Glück fand ihre Mutter sie rechtzeitig und ihr Vater beschloss das Experiment Deutschland zu beenden.

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Neu im Bücherschrank (198): Harald Hordych – Gebrauchsanweisung für Düsseldorf

Wenn die bessere Hälfte einen besorgt fragt, ob man wirklich noch so viele Bücher braucht, dann schaut man mal wieder in den Stapel und sortiert aus. Aus welchen Gründen dieser Schinken da noch drin stand, ist nicht mehr ganz rekonstruierbar. Wahrscheinlich hatte ich mir Erhellendes über die Landeshauptstadt erwartet. Es wird allerdings nur gewollt interessant Gemeintes eines Her- und wieder Weitergezogenen verbraten. Das ist nicht lustig und weniger erhellend, als man es erwarten durfte. Schade.

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