Frühstückstest: Haifischbecken

Woch­enende, Aus­ge­hfrüh­stück­szeit. Das erste Restau­rant, das Früh­stück anbot, meinte, nach­dem wir nicht das Buf­fet, son­dern ein kleineres Früh­stück ordern woll­ten, dass das allerd­ings 30 Minuten auf sich warten ließe, wir kön­nten für so eins bess­er in der Woche wiederkom­men. Tschüß!

So schlen­derten wir weit­er, stießen irgend­wann auf einen Auf­steller mit Früh­stück­sange­bot (worauf man nicht alles achtet), schaut­en rein, sahen eine sym­pa­this­che Cock­tail­bar­restrau­ran­tkneipe, wun­derten uns zwar etwas über ein 5‑Ock­en-Ange­bot, aber no risk no fun.

Das Haifis­chbeck­en bietet ein gün­stiges Woch­enend­büf­fet, für alle, die gerne eine süßes Früh­stück vorziehen. Käse und Wurst­waren sind im 5‑Ock­en-Preis nicht inbe­grif­f­en, kön­nen aber sich­er nachbestellt wer­den. Die Brötchen sind ziem­liche Bil­ligdinger, bei denen die Kruste abspringt (immer­hin sind Vol­lko­rn­brötchen dabei), dafür gibt es Rosi­nen­brot und Zwiebel­brot, wenn ich das recht gese­hen habe, was wiederum gut ist. Zudem ist Obst da, Eier und Corn­flakes.

Das ergibt sum­ma sum­marum 3 von 5 Ster­nen plus einen Punkt für die wirk­lich angenehme Atmo­sphäre und Bedi­enung, sprich: 4 von 5 Ster­nen und wir kom­men wieder.

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Imbisstest: Currywurst mit Brötchen, Schadowstraße

Teil 1 unser­er beliebten Fast­foodtestrei­he. Heute hat­te ich einen unfrei­willi­gen Stopp an der Schad­ow­straße und gön­nte mir eine Cur­ry­wurst an Düs­sel­dorfs bekan­ntester Bratwurst­wen­de­bude mit eigen­er Postleitzahl. Mit Brötchen machte das 2,70€. Früher hätte man jede Cur­ry­wurst für 5 Mark 40 lächel­nd ignori­ert, aber egal.

Die Wurst hat eine knack­ige Pelle und unter­schei­det sich wohltuend vom Rest. Die Cur­rysauce ist etwas scharf und dom­i­nant, über­lagert aber geschmack­lich die ganze Zwis­chen­mahlzeit nicht völ­lig. Das Brötchen war ein ordentlich­es Durch­schnitts­brötchen. Die Dame vor mir bekam anstand­s­los statt ein­er Papp­schale eine Aluschale, weil ihr die Papp­schale bis nach Hause immer durch­sifft. Kun­den­fre­undlichkeit also auch gegeben.

Ich gebe 4 von 5 Ster­nen.

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Körperpatt

Vor einiger Zeit habe ich mal fest­ge­hal­ten, was bei uns im Mün­ster­land so für eingängige Idiome tagtäglich zur Anwen­dung kom­men. Heute bin ich unter­wegs auch in Düs­sel­dorf auf so eine sprach­liche Eige­nart gestoßen, die ich bis­lang nicht kan­nte. Da ran­nten zwei kauzige Typen mir ent­ge­gen und der eine meint zum anderen:

Da mach­ste dann nichts mehr. Da macht dein Kör­p­er patt.

Irgend­was macht der Kör­p­er wohl und nicht so wie gewün­scht. Man hat wohl keinen Zugriff auf ihn, wie Fuss­bal­lkom­men­ta­toren sagen wür­den. Ob sich der Kör­p­er hier aber eigen­ständig eine Auszeit nimmt oder ob er in ein­er bes­timmten Sit­u­a­tion durch Aktionsver­weigerung Vor­sicht wal­ten lässt — das war dem Gespräch nicht zu ent­nehmen.

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Eugen Popoklatsch

Das ist Eugen Popok­latsch. Eugen war der erfol­glos­es­te Akten­taschen­träger aller Zeit­en. Seine eigentliche Lei­den­schaft war das Popok­latschen. Deswe­gen hat­te Eugen eine Hand stets frei, falls ein Popo zum klatschen in der Nähe war.

Er ist let­ztes Jahr ver­stor­ben, als er ver­suchte den Popo eines Nielpfer­des zu klatschen im Duis­burg­er Zoo. Beim Ver­such aus dem Gehäge zu fliehen, rutsche er auf ein­er Bana­nen­schale aus und wurde von seinem Aktenkof­fer erschla­gen.

Heute ste­ht das Denkmal von Eugen Popok­latsch an der Rhein­promi­nade direkt neben dem For­tun­abüd­chen, wo es stets ne Bock­wurst und nen Alt für zwo­fuf­fzich gibt.

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Eugen Popoklatsch

Das ist Eugen Popok­latsch. Eugen war der erfol­glos­es­te Akten­taschen­träger aller Zeit­en. Seine eigentliche Lei­den­schaft war das Popok­latschen. Deswe­gen hat­te Eugen eine Hand stets frei, falls ein Popo zum klatschen in der Nähe war.

Er ist let­ztes Jahr ver­stor­ben, als er ver­suchte den Popo eines Nielpfer­des zu klatschen im Duis­burg­er Zoo. Beim Ver­such aus dem Gehäge zu fliehen, rutsche er auf ein­er Bana­nen­schale aus und wurde von seinem Aktenkof­fer erschla­gen.

Heute ste­ht das Denkmal von Eugen Popok­latsch an der Rhein­promi­nade direkt neben dem For­tun­abüd­chen, wo es stets ne Bock­wurst und nen Alt für zwo­fuf­fzich gibt.

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Landeshauptstadtblog

… oder so ähn­lich sollte der erste Blogver­such aus Düs­sel­dorf unser­er­seits laut­en. Irgend­wie wurde nie etwas draus außer ein­er Bilder­gal­lerie. Die vorin­stal­lierten Word­Press-Blogs sind dann doch ab und an zu weit weg von der eige­nen Art, das Inter­net zu nutzen.

Es lässt sich ja doch sagen, dass unsere­ins irgend­wie noch nicht fer­tig ist mit dieser Stadt. Für nichtrhein­ländis­che Nor­drhein-West­falen ist die Lan­deshaupt­stadt ja irgend­wie kein son­der­lich beschriebenes Blatt. Schulden­frei, image­frei und irgend­wie unin­spiri­erend. Aber Museen gibt es einige, deswe­gen kann man da hin fahren. Die Kö? Spätestens, wenn Hasi und Mausi da hin kommt, lockt die Straße kaum noch jeman­den aus der Reserve.

Schön ist Düs­sel­dorf nicht
, wenn man Kun­stken­nern diese Ein­schätzung abnehmen möchte. Warum wohnen dann doch so viele Men­schen da? Was hält sie? Was zieht sie dor­thin? Vielle­icht wer­den diese oder ganz andere Antworten durch dieses Kor­re­spon­denzblog beant­wortet. Man wird sehen.

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Gebrochen Deutsch

Ges­tern waren wir bei der zwei­ten Talk­runde von Staf­fan Val­de­mar Holm mit Vom Rit­chie (Groß­bri­tan­nien, Schlag­zeu­ger (Die Toten Hosen)), Kyoko Jas­tram (Japan, Musik-Lehrerin), Fio­rella Falero Rami­rez de Ent­ner (Peru, Studentin/Garderobenpersonal), Iraj Farzi Kah­kash (Iran, Büd­chen-Inhab­er) dar­über, wie man in Düs­sel­dorf stran­det und wieso man es inzwi­schen mag. Das For­mat ist sowas wie ein Selbst­läu­fer. Man bekommt schw­ere wie auch lus­tige Geschich­ten über die Auf­brü­che in die Fremde zu hören. Man lernt lebens­lus­tige Men­schen ken­nen, an denen man son­st viel­leicht ein­fach nur vor­bei läuft. Dabei kommt die Frage, was an Düs­sel­dorf so toll sein soll, schon fast zu kurz, aber was will man auch sagen? Aus dem Publi­kum kam die ver­suchte Erklä­rung: “Clau­dia Schif­fer.”, wor­auf­hin Holm meinte: “Das kann es nicht sein.”

Viel­leicht gibt es nicht sol­che Gründe, viel­leicht gibt es nur die geleb­ten Erfah­run­gen, die alle Gäste vor­zu­wei­sen haben. Denn es springt ins Auge, dass alle, die auf der Bühne sind, so höf­lich wie offen sind, wenn es um die Geschich­ten der ande­ren geht. Vom Rit­chie erzählt, wie er mit sei­ner Locker­heit stu­ren Münch­ner Poli­zis­ten begeg­net, die seine abge­lau­fene Auf­ent­halts­er­laub­nis mit “Scheiße, Scheiße, Scheiße” kom­men­tie­ren. Fio­rella Falero Rami­rez de Ent­ner beschreibt, wie sie ohne irgend­wie deutsch zu kön­nen nach Deutsch­land kommt, und dort ihr ers­tes Date mit einem Taschen­wör­ter­buch bewäl­tigt. Kyoko Jas­tram erzählt über die musi­ka­li­sche Größe Deutsch­lands, die vor Ort doch etwas anders aus­sieht. Und Iraj Farzi Kah­kash berich­tet dar­über, wie er im Iran die Revo­lu­ti­ons­be­stre­bun­gen unter­stützt hat, Krieg mit­er­lebt hat und schließ­lich in die DDR kommt, und eines Tages von einen Schleu­ser in West-Berlin aus­ge­setzt wird – ohne die Spra­che zu kön­nen oder irgend­je­man­den zu ken­nen.

Also ein ganz groß­ar­ti­ges For­mat, das Holm da aus dem Ärmel geschüt­telt hat, und bei dem an die­sem Abend auf­fiel, dass wed­er der Begriff “Die Toten Hosen”, noch der Begriff “Inte­gra­tion” ein ein­zi­ges Mal gefal­len ist. Wenn er es jet­zt noch schafft, dem Düs­sel­dor­fer Publi­kum das Klat­schen bei­zu­brin­gen, ist ihm ein Denk­mal sich­er.

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Gebrochen deutsch, Düsseldorfer Schauspielhaus, 23.1.2014

Ges­tern waren wir bei der zwei­ten Talk­runde von Staf­fan Val­de­mar Holm mit Vom Rit­chie (Groß­bri­tan­nien, Schlag­zeu­ger (Die Toten Hosen)), Kyoko Jas­tram (Japan, Musik-Lehrerin), Fio­rella Falero Rami­rez de Ent­ner (Peru, Studentin/Garderobenpersonal), Iraj Farzi Kah­kash (Iran, Büd­chen-Inhab­er) dar­über, wie man in Düs­sel­dorf stran­det und wieso man es inzwi­schen mag. Das For­mat ist sowas wie ein Selbst­läu­fer. Man bekommt schwere wie auch lus­tige Geschich­ten über die Auf­brü­che in die Fremde zu hören. Man lernt lebens­lus­tige Men­schen ken­nen, an denen man son­st viel­leicht ein­fach nur vor­bei läuft. Dabei kommt die Frage, was an Düs­sel­dorf so toll sein soll, schon fast zu kurz, aber was will man auch sagen? Aus dem Publi­kum kam die ver­suchte Erklä­rung: “Clau­dia Schif­fer.”, wor­auf­hin Holm meinte: “Das kann es nicht sein.”

Viel­leicht gibt es nicht sol­che Gründe, viel­leicht gibt es nur die geleb­ten Erfah­run­gen, die alle Gäste vor­zu­wei­sen haben. Denn es springt ins Auge, dass alle, die auf der Bühne sind, so höf­lich wie offen sind, wenn es um die Geschich­ten der ande­ren geht. Vom Rit­chie erzählt, wie er mit sei­ner Locker­heit stu­ren Münch­ner Poli­zis­ten begeg­net, die seine abge­lau­fene Auf­ent­halts­er­laub­nis mit “Scheiße, Scheiße, Scheiße” kom­men­tie­ren. Fio­rella Falero Rami­rez de Ent­ner beschreibt, wie sie ohne irgend­wie deutsch zu kön­nen nach Deutsch­land kommt, und dort ihr ers­tes Date mit einem Taschen­wör­ter­buch bewäl­tigt. Kyoko Jas­tram erzählt über die musi­ka­li­sche Größe Deutsch­lands, die vor Ort doch etwas anders aus­sieht. Und Iraj Farzi Kah­kash berich­tet dar­über, wie er im Iran die Revo­lu­ti­ons­be­stre­bun­gen unter­stützt hat, Krieg mit­er­lebt hat und schließ­lich in die DDR kommt, und eines Tages von einen Schleu­ser in West-Berlin aus­ge­setzt wird – ohne die Spra­che zu kön­nen oder irgend­je­man­den zu ken­nen.

Also ein ganz groß­ar­ti­ges For­mat, das Holm da aus dem Ärmel geschüt­telt hat, und bei dem an die­sem Abend auf­fiel, dass wed­er der Begriff “Die Toten Hosen”, noch der Begriff “Inte­gra­tion” ein ein­zi­ges Mal gefal­len ist. Wenn er es jet­zt noch schafft, dem Düs­sel­dor­fer Publi­kum das Klat­schen bei­zu­brin­gen, ist ihm ein Denk­mal sich­er.

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