Imbisstest: Currywurst mit Brötchen, Schadowstraße

Teil 1 unserer beliebten Fastfoodtestreihe. Heute hatte ich einen unfreiwilligen Stopp an der Schadowstraße und gönnte mir eine Currywurst an Düsseldorfs bekanntester Bratwurstwendebude mit eigener Postleitzahl. Mit Brötchen machte das 2,70€. Früher hätte man jede Currywurst für 5 Mark 40 lächelnd ignoriert, aber egal.

Die Wurst hat eine knackige Pelle und unterscheidet sich wohltuend vom Rest. Die Currysauce ist etwas scharf und dominant, überlagert aber geschmacklich die ganze Zwischenmahlzeit nicht völlig. Das Brötchen war ein ordentliches Durchschnittsbrötchen. Die Dame vor mir bekam anstandslos statt einer Pappschale eine Aluschale, weil ihr die Pappschale bis nach Hause immer durchsifft. Kundenfreundlichkeit also auch gegeben.

Ich gebe 4 von 5 Sternen.

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Körperpatt

Vor einiger Zeit habe ich mal festgehalten, was bei uns im Münsterland so für eingängige Idiome tagtäglich zur Anwendung kommen. Heute bin ich unterwegs auch in Düsseldorf auf so eine sprachliche Eigenart gestoßen, die ich bislang nicht kannte. Da rannten zwei kauzige Typen mir entgegen und der eine meint zum anderen:

Da machste dann nichts mehr. Da macht dein Körper patt.

Irgendwas macht der Körper wohl und nicht so wie gewünscht. Man hat wohl keinen Zugriff auf ihn, wie Fussballkommentatoren sagen würden. Ob sich der Körper hier aber eigenständig eine Auszeit nimmt oder ob er in einer bestimmten Situation durch Aktionsverweigerung Vorsicht walten lässt – das war dem Gespräch nicht zu entnehmen.

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Eugen Popoklatsch

Das ist Eugen Popoklatsch. Eugen war der erfolgloseste Aktentaschenträger aller Zeiten. Seine eigentliche Leidenschaft war das Popoklatschen. Deswegen hatte Eugen eine Hand stets frei, falls ein Popo zum klatschen in der Nähe war.

Er ist letztes Jahr verstorben, als er versuchte den Popo eines Nielpferdes zu klatschen im Duisburger Zoo. Beim Versuch aus dem Gehäge zu fliehen, rutsche er auf einer Bananenschale aus und wurde von seinem Aktenkoffer erschlagen.

Heute steht das Denkmal von Eugen Popoklatsch an der Rheinprominade direkt neben dem Fortunabüdchen, wo es stets ne Bockwurst und nen Alt für zwofuffzich gibt.

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Eugen Popoklatsch

Das ist Eugen Popoklatsch. Eugen war der erfolgloseste Aktentaschenträger aller Zeiten. Seine eigentliche Leidenschaft war das Popoklatschen. Deswegen hatte Eugen eine Hand stets frei, falls ein Popo zum klatschen in der Nähe war.

Er ist letztes Jahr verstorben, als er versuchte den Popo eines Nielpferdes zu klatschen im Duisburger Zoo. Beim Versuch aus dem Gehäge zu fliehen, rutsche er auf einer Bananenschale aus und wurde von seinem Aktenkoffer erschlagen.

Heute steht das Denkmal von Eugen Popoklatsch an der Rheinprominade direkt neben dem Fortunabüdchen, wo es stets ne Bockwurst und nen Alt für zwofuffzich gibt.

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Landeshauptstadtblog

… oder so ähnlich sollte der erste Blogversuch aus Düsseldorf unsererseits lauten. Irgendwie wurde nie etwas draus außer einer Bildergallerie. Die vorinstallierten WordPress-Blogs sind dann doch ab und an zu weit weg von der eigenen Art, das Internet zu nutzen.

Es lässt sich ja doch sagen, dass unsereins irgendwie noch nicht fertig ist mit dieser Stadt. Für nichtrheinländische Nordrhein-Westfalen ist die Landeshauptstadt ja irgendwie kein sonderlich beschriebenes Blatt. Schuldenfrei, imagefrei und irgendwie uninspirierend. Aber Museen gibt es einige, deswegen kann man da hin fahren. Die Kö? Spätestens, wenn Hasi und Mausi da hin kommt, lockt die Straße kaum noch jemanden aus der Reserve.

Schön ist Düsseldorf nicht
, wenn man Kunstkennern diese Einschätzung abnehmen möchte. Warum wohnen dann doch so viele Menschen da? Was hält sie? Was zieht sie dorthin? Vielleicht werden diese oder ganz andere Antworten durch dieses Korrespondenzblog beantwortet. Man wird sehen.

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Gebrochen Deutsch

Ges­tern waren wir bei der zwei­ten Talk­runde von Staf­fan Val­de­mar Holm mit Vom Rit­chie (Groß­bri­tan­nien, Schlag­zeu­ger (Die Toten Hosen)), Kyoko Jas­tram (Japan, Musik-Lehrerin), Fio­rella Falero Rami­rez de Ent­ner (Peru, Studentin/Garderobenpersonal), Iraj Farzi Kah­kash (Iran, Büdchen-Inhaber) dar­über, wie man in Düs­sel­dorf stran­det und wieso man es inzwi­schen mag. Das For­mat ist sowas wie ein Selbst­läu­fer. Man bekommt schw­ere wie auch lus­tige Geschich­ten über die Auf­brü­che in die Fremde zu hören. Man lernt lebens­lus­tige Men­schen ken­nen, an denen man sonst viel­leicht ein­fach nur vor­bei läuft. Dabei kommt die Frage, was an Düs­sel­dorf so toll sein soll, schon fast zu kurz, aber was will man auch sagen? Aus dem Publi­kum kam die ver­suchte Erklä­rung: “Clau­dia Schif­fer.”, wor­auf­hin Holm meinte: “Das kann es nicht sein.”

Viel­leicht gibt es nicht sol­che Gründe, viel­leicht gibt es nur die geleb­ten Erfah­run­gen, die alle Gäste vor­zu­wei­sen haben. Denn es springt ins Auge, dass alle, die auf der Bühne sind, so höf­lich wie offen sind, wenn es um die Geschich­ten der ande­ren geht. Vom Rit­chie erzählt, wie er mit sei­ner Locker­heit stu­ren Münch­ner Poli­zis­ten begeg­net, die seine abge­lau­fene Auf­ent­halts­er­laub­nis mit “Scheiße, Scheiße, Scheiße” kom­men­tie­ren. Fio­rella Falero Rami­rez de Ent­ner beschreibt, wie sie ohne irgend­wie deutsch zu kön­nen nach Deutsch­land kommt, und dort ihr ers­tes Date mit einem Taschen­wör­ter­buch bewäl­tigt. Kyoko Jas­tram erzählt über die musi­ka­li­sche Größe Deutsch­lands, die vor Ort doch etwas anders aus­sieht. Und Iraj Farzi Kah­kash berich­tet dar­über, wie er im Iran die Revo­lu­ti­ons­be­stre­bun­gen unter­stützt hat, Krieg mit­er­lebt hat und schließ­lich in die DDR kommt, und eines Tages von einen Schleu­ser in West-Berlin aus­ge­setzt wird – ohne die Spra­che zu kön­nen oder irgend­je­man­den zu ken­nen.

Also ein ganz groß­ar­ti­ges For­mat, das Holm da aus dem Ärmel geschüt­telt hat, und bei dem an die­sem Abend auf­fiel, dass weder der Begriff “Die Toten Hosen”, noch der Begriff “Inte­gra­tion” ein ein­zi­ges Mal gefal­len ist. Wenn er es jetzt noch schafft, dem Düs­sel­dor­fer Publi­kum das Klat­schen bei­zu­brin­gen, ist ihm ein Denk­mal sicher.

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Gebrochen deutsch, Düsseldorfer Schauspielhaus, 23.1.2014

Ges­tern waren wir bei der zwei­ten Talk­runde von Staf­fan Val­de­mar Holm mit Vom Rit­chie (Groß­bri­tan­nien, Schlag­zeu­ger (Die Toten Hosen)), Kyoko Jastram (Japan, Musik-Lehrerin), Fio­rella Falero Rami­rez de Ent­ner (Peru, Studentin/Garderobenpersonal), Iraj Farzi Kah­kash (Iran, Büdchen-Inhaber) dar­über, wie man in Düs­sel­dorf stran­det und wieso man es inzwi­schen mag. Das For­mat ist sowas wie ein Selbst­läu­fer. Man bekommt schwere wie auch lus­tige Geschich­ten über die Auf­brü­che in die Fremde zu hören. Man lernt lebens­lus­tige Men­schen ken­nen, an denen man sonst viel­leicht ein­fach nur vor­bei läuft. Dabei kommt die Frage, was an Düs­sel­dorf so toll sein soll, schon fast zu kurz, aber was will man auch sagen? Aus dem Publi­kum kam die ver­suchte Erklä­rung: “Clau­dia Schif­fer.”, wor­auf­hin Holm meinte: “Das kann es nicht sein.”

Viel­leicht gibt es nicht sol­che Gründe, viel­leicht gibt es nur die geleb­ten Erfah­run­gen, die alle Gäste vor­zu­wei­sen haben. Denn es springt ins Auge, dass alle, die auf der Bühne sind, so höf­lich wie offen sind, wenn es um die Geschich­ten der ande­ren geht. Vom Rit­chie erzählt, wie er mit sei­ner Locker­heit stu­ren Münch­ner Poli­zis­ten begeg­net, die seine abge­lau­fene Auf­ent­halts­er­laub­nis mit “Scheiße, Scheiße, Scheiße” kom­men­tie­ren. Fio­rella Falero Rami­rez de Ent­ner beschreibt, wie sie ohne irgend­wie deutsch zu kön­nen nach Deutsch­land kommt, und dort ihr ers­tes Date mit einem Taschen­wör­ter­buch bewäl­tigt. Kyoko Jastram erzählt über die musi­ka­li­sche Größe Deutsch­lands, die vor Ort doch etwas anders aus­sieht. Und Iraj Farzi Kah­kash berich­tet dar­über, wie er im Iran die Revo­lu­ti­ons­be­stre­bun­gen unter­stützt hat, Krieg mit­er­lebt hat und schließ­lich in die DDR kommt, und eines Tages von einen Schleu­ser in West-Berlin aus­ge­setzt wird – ohne die Spra­che zu kön­nen oder irgend­je­man­den zu ken­nen.

Also ein ganz groß­ar­ti­ges For­mat, das Holm da aus dem Ärmel geschüt­telt hat, und bei dem an die­sem Abend auf­fiel, dass weder der Begriff “Die Toten Hosen”, noch der Begriff “Inte­gra­tion” ein ein­zi­ges Mal gefal­len ist. Wenn er es jetzt noch schafft, dem Düs­sel­dor­fer Publi­kum das Klat­schen bei­zu­brin­gen, ist ihm ein Denk­mal sicher.

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