Podcast: Sprechzeit Kultur

Ibben­büren­er Pod­cast haben wohl die Eigen­schaft etwas ver­quer­er Titel, aber nun ist der Kul­tur­cast endlich online: Sprechzeit Kul­tur startet gle­ich mit zwei Fol­gen. In der ersten Folge inter­viewt Mar­tin Löcherbach die Drehbuchau­torin und Film­regis­seurin Katrin Gebbe. In der zweit­en Folge erzählt Vera Mas­carin vom Appol­lo-Kino etwas zur aktuellen Lage der Schauhäuser. Es fol­gen Inter­views mit Colette Droux vom France-Tre­ff, Stadt­bücherei-Lei­t­erin Dag­mar Schnit­tk­er und Musikschulleit­er Peter Nagy.

Tech­nisch her­vor­ra­gend, wegen der Sachthe­men sollte man sich ein­fach etwas Zeit nehmen, ist dies eine willkommene Bere­icherung für den Sek­tor. Der Pod­cast find­et sich bei Apple Pod­casts, Spo­ti­fy und lässt sich als Feed abbonieren.

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Stefan Holtkötter — Das Geheimnis von Vennhues

Tja, dann ist es wohl schon wieder sieben Jahre her, dass ich den Sech­stling der Rei­he um Kom­mis­sar Ham­brock gele­sen habe. An die Lesung erin­nere ich mich auch noch sehr gut, an das Werk weniger. Aber wie ich fest­stellen kann: Da hat sich auch nichts getan. Die Geschichte des Erstlings ist etwas aufgepeppt, es ist halt auch der Start ein­er Rei­he, der Pro­tag­o­nist bleibt aber blass, dick und blass, wenn man will, lässt sich von den Geschehnis­sen treiben, weil irgend­was merk­würdig ist, bleibt er halt am Ball.

Die Auflö­sung SPOILERALARM ist dann auch so unna­he­liegend, dass sie den Leser wed­er umhaut, noch ihm son­der­lich begreif­bar ist. Was schon für den sech­sten Teil galt: Die süf­fig geschriebene, aber span­nungsarme Geschichte kön­nte auch prob­lem­los irgend­wo anders spie­len, so unge­nau sind die Orts- und Ureinwohnerbeschreibungen.

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Jürgen Kehrer — Wilsberg 7 & 8. Das Kappensteinprojekt | Das Schapdettenvirus

Ja, ich wun­derte mich schon mal, ob der Qual­ität der Vor­lage der ZDF-Serie, auch der Band Das Kap­pen­stein­pro­jekt ist ungeneim anges­taubt und hat mit dem Flair der Serie nicht viel gemein. Hier ist der Titel­held unter Poli­tik­ern forschend und sex­uell aktiv.
Beim Band Das Schapdet­ten­virus hat­te ich die unnötige Hoff­nung, man kön­nte Passendes zur aktuellen Pan­damiezeit geben — Pustekuchen. Anson­sten span­nungs­los und nicht überzeugend. 

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Die Ärzte — We are the romance

Ein Vor­ab-Ärzte-Cov­er mit Chris­t­ian Steif­f­en und den Donots, kann man sich angucken:

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Podcast: Reingerannt · The Samba Dampf

Endlich mal ein neuer Pod­cast aus Ibben­büren. Gui­do Knoll­mann, Philipp Mey­er-Wien und Johan Grim­stein quas­seln munter drauf los und fab­rizieren eine Mis­chung aus witzi­gen Anek­doten, losen Gedanken­spie­len, die mal mehr (“Ein­topfdiele”, das ken­nt nicht mal Google), mal weniger funk­tion­ieren, und etwas Leer­lauf, was aber für Laber­casts typ­isch ist. Es ist tech­nisch sehr gut umge­set­zt, soll heißen alle sind sehr gut ver­ständlich, haben ein passendes Sprechtem­po und ergänzen sich unge­mein gut, was bei vie­len Pod­casts mit mehr als zwei Per­so­n­en ein Zuhör­prob­lem ist.

Die Rubrik, in der denkwürdi­ge Anek­doten aus der Ver­gan­gen­heit dargestellt wer­den, finde ich so inter­es­sant wie wichtig, da mein­er Wahrnehmung nach genau solche Geschicht­en irgend­wann ver­loren gehen, wenn sie nicht irgend­wie fest­ge­hal­ten wer­den. Und die wach­sen auch nicht nach, dafür waren die let­zten zwanzig Jahre des let­zten Jahrtausends doch sehr stil­gebend in Ibbenbüren.

Alles in allem vom Fein­sten, vielle­icht weniger den eige­nen Kram anlachen, wenn die Kri­tik dann mal ges­tat­tet sei. Eine unge­meine Hörempfehlung.

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Fakten sind kein Kinderspiel

Irgend­wie auch merk­würdig, dass man beim Lokalblatt immer die Lat­te hochhän­gen möchte, wie hier in der heuti­gen Selbstbewerbung:

Fak­ten sind kein Kinderspiel!

Ver­trauensvoll, gut recher­chiert und auf Fak­ten basierend. Wir machen unsere Arbeit für dich transparent.

Und passend dazu reißt man sie mit diesen Artikel dank der Überschrift:

„Kleine Tolle Knolle“ wird wegen Gesund­heit­samt kom­plett abgesagt

Die Ver­anstal­tung wurde nicht wegen des Gesund­heit­samtes abge­sagt, son­dern weil der Ver­anstal­ter die Bedin­gun­gen für eine solche Ver­anstal­tun­gen nicht erfüllen konnten.

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R.i.p. IVZ-Themenwelten

Gestern noch geunkt, dass das neue Ange­bot der IVZ der Tod der IVZ-The­men­wel­ten bedeuten musste, heute kommt per Ban­ner auf der Seite der The­men­wel­ten die Bestä­ti­gung: Seit 2015 offiziell angedacht, 2017 ins Leben gerufen, ist nach nicht ein­mal drei Jahren am 7. Okto­ber Schluss mit der Seite, an der bei der IVZ Jobs gehangen haben sollen, wenn man dem Geschäfts­führer glaubt:

„Euer monatlich­er Gehaltss­check hängt davon ab, dass dieses Pro­jekt erfol­gre­ich ist.”

Schon 2017 wun­derte ich mich:

Seit Wochen rät­seln diejeni­gen in Ibben­büren, die es inter­essiert, was die IVZ mit der neuen Inter­net­seite über­haupt will

Man kon­nte damit zwar bun­desweit bei Medi­en­schaf­fend­en Inter­esse weck­en, aber daheim juck­te es dann doch kaum jeman­den, einzelne Lokalteile für 3€ lesen zu können.

Der Geschäfts­führer träumte,

„dass die Leute eine Nähe zum Pro­dukt entwick­eln kön­nen, so dass sie irgend­wann nicht anders kön­nen, als dafür zu bezahlen. Kluge Köpfe bei Microsoft haben das schon vor vie­len Jahren erkan­nt. Heute möchte nie­mand auf Win­dows verzicht­en. Wenn ich diesen Punkt auch mit den ‚The­men­wel­ten‘ erre­ichen kön­nte, dann haben wir gewonnen.“

Ihr habt ver­loren. Fefe beschreibt die Mark­t­strate­gie von Microsoft “Nähe zum Pro­dukt entwick­eln” übri­gens so:

Soft­wa­reen­twick­lung ist heutzu­tage darauf opti­miert, möglichst schnell ein möglichst beschissenes Pro­dukt auf den Markt zu rotzen, und dann die Kun­den in den Lock-In zu zwin­gen und ihnen für die “Wartung” über die Jahre die Kohle aus der Tasche zu ziehen. Das Mod­ell, dass man den Leuten ein gutes Pro­dukt verkauft, das keine Wartung braucht, gibt es gar nicht mehr.

Insofern ist ja alles gut gelaufen.

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