Noch nicht so ganz Bürgermeisterkandidat

War wohl etwas vorschnell, jetzt schon zu sagen, Jürgen Bernroth wäre Bürgermeisterkandidat von CDU, IfI und FDP, denn wie bei der CDU zu lesen ist:

Offiziell muss Jürgen Bernroth noch von der Mitgliederversammlung bestätigt werden.

Jetzt tun wir einfach mal so, als hätte die Basis bei der CDU noch was zu melden https://too-much.info/grafiken/facepalm.gif.

einen Neustart hin zu einem Politikstil der Transparenz und Offenheit wünschen alle drei politischen Kräfte, die Bernroths Bewerbung unterstützen.

Sicher, sicher, aber auch erst, wenn er gewählt wurde, und nicht früher.

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Zitate für Dummies (23)

Zugegeben, heute ist es nicht so merkwürdig, dass

“Humor ist ein Schwimmgürtel auf dem Strom des Lebens.”

Wilhelm Raabe (1831–1910), deutscher Schriftsteller und Erzähler

ein Falschzitat ist und korrekterweise als

Der Leichtsinn ist ein Schwimmgürtel für den Strom des Lebens.

Ludwig Börne zugeschrieben werden sollte, wie, dass es so ein Satz unkorrigiert in die Zeitung geschafft hat:

Von 1997 bis 1991 studierte er Diplomsportlehrer (Fachbereiche Rehabilitation und Behindertensport) und von 1991 bis 1993 Lehramt für Sonderpädagogik (Fachrichtungen Geistigbehindertenpädagogik und Körperbehindertenpädagogik).

Vielleicht liege ich auch einfach falsch und der Bürgermeisterkandidat hat in der Zeit rückwärts fortschreitend Leute studiert, die Diplomsportlehrer sind.

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Jürgen Bernroth ist Bürgermeisterkandidat

Jürgen Bernroth, der Leiter der Janusz-Korczak-Schule in Ibbenbüren, wird Bürgermeisterkandidat von CDU, IfI und FDP und somit aller Voraussicht nach Gegenkandidat zu Marc Schrameyer (SPD). Das irritiert weit weniger als die Ernennung Christian Molls bei der letzten Wahl, denn Bernroth ist nicht so ein Unbekannter.

Meine Familie und ich leben seit 20 Jahren in Ibbenbüren und können uns keine schönere Heimat als diese Stadt vorstellen.

Nimm das, Paris! Meine Vorstellungskraft scheint da irgendwie anders zu funktionieren, aber hängen wir uns mal nicht an Kleinigkeiten auf, die übers Ziel hinaus schießen.

„Ein weiteres wichtiges Thema ist die vernachlässigte öffentliche Ordnung und Sauberkeit in der Stadt“, betonte Bernroth mit Blick auf den Bahnhofsbereich und eine mangelnde Pflege öffentlicher Grünflächen im Straßenbereich.

Tja, schönen Gruß an die Verwaltung dann auch mal, here comes the streetcleaner. Ansonsten möchte er transparentere Politik betreiben, die parteiübergreifend Akzeptanz erfährt. Das klingt nicht sonderlich nach einem propagierten neuen Politikstil, aber die Nadelstiche werden durchaus verstanden. Ob das Ganze unbedingt werbesprachlich als Neustart verschrieen werden muss, wenn die Verkäufer so alt rüberkommen, also ich habe da meine Zweifel. Man müsste schon in der Lage sein, konkret darzulegen, was neu ist.

Während Schrameyer bei der Stadtverwaltung selbst, sagen wir mal, ausbaufähig beliebt ist, dürfte seine Bekanntheit für ihn sprechen. Es wird spannend sein, zu erleben, ob Bernroth Rückenwind von der Unterstützung von drei Parteien bekommt und ob er an Sympathiewerten den Amtsinhaber überflügeln kann.

Ein gelungener Schachzug ist die Nominierung allemal, neue Akzente zu setzen für Herausforder ist auch immer schwierig, aber dass weder Kandidat noch die drei Parteien außerhalb von Facebook, wo alle zusammen keine 500 Fans haben, heute schon etwas zur Kandidatenwahl online schreiben, wirkt etwas lahm. Den Wind hätte man mitnehmen können.

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Kann man sich nicht ausdenken

POPCORN! Bei der IVZ hat man wieder mal ein Buch gelesen:

Wer nach der Lektüre des ersten Football-Leaks-Buches von Rafael Buschmann und Michael Wulzinger in Sachen Fußball noch irgendwelche Illusionen gehabt hat, dessen Fähigkeit, vorbehaltlos an das Gute im Menschen zu glauben, muss schon sehr ausgeprägt sein. Nach der Lektüre des zweiten Buches dürfte man seine Illusionen komplett verlieren – wenn man denn noch welche hatte. Exzellent recherchiert, packend aufgeschrieben (erinnert phasenweise an einen gut gemachten Thriller, nur, dass man sich solche Geschichten nicht ausdenken kann)

Doch, das kann Herr Buschmann sehr wohl.

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Tschüß, Wir in

Die Gratiszeitung Wir in streicht in Ibbenbüren die Segel. Man könnte sich jetzt darin ergehen, dass halt Werbung und Kleinanzeigen ins Internet abgewandert sind, es ist aber halt einfach schade, dass ein unabhängiges Medium, das seit 30 Jahren in Ibbenbüren publizierte, jetzt eingestellt wird:

Der Aschendorff Verlag hat bereits vor Jahren den Titel Wir in Ibbenbüren erworben. Von seiten Aschendorff hat man sich nun dazu entschlossen, die Ausgabe Wir in Ibbenbüren zum 1.10.2019 einzustellen.

Zuvor wurden die Ausgaben Wir in Greven und Wir in Lengerich eingestellt.

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Kein Gegentrend

Dies gilt es noch nachzureichen: Die skurrile Behauptung in der Wikipedia, die IVZ hätte im Gegensatz zu anderen Zeitungen Deutschlands an zahlenden Lesern hinzugewonnen, ist rasch korrigiert worden. Bloggen hilft 😉
Die Autorin dieser seltsamen Stelle hat übrigens die Information im Eintrag gelöscht, dass die IVZ durch die Einstellung der Ibbenbürener Ausgabe der Westfälischen Nachrichten Leser gewonnen hat.

Liest sich im Zusammenhang wie Schönfärberei. Wer hat denn daran ein Interesse?

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Automatisierte Fußballberichterstattung

Vor einiger Zeit sahen Journalisten in Bloggern ja eine große Bedrohung als kostenlose Inhaltelieferer. Wenn ich mir diesen Bericht über meinen Heimatverein ansehe, verstehe ich das so, dass dort Fußballberichterstattung komplett automatisiert mit Satzblöcken zusammengesetzt wird:

Dieser Text wurde auf Basis der dem DFB vorliegenden offiziellen Spieldaten am 26.08.2019 um 01:40 Uhr automatisch generiert

Natürich reicht das für Fußballberichterstattung komplett aus, was auch damit zu tun hat, dass dort das textliche Niveau nicht hoch ist. Aber irgendwie wundert es einen schon, wie ersetzbar Journalisten sein können.

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