Zitate für Dummies (20)

Das Heimatkäseblatt enthüllt heute, welche falschen Meldungen dieses Jahr am 1. April in der Zeitung standen. Das Anfangszitat des Lokalteils wurde aber nicht aufgeführt. Eine kleine Hilfe:

„Was ich nicht wahrhaben will, hülle ich in einen Scherz.“

Emily Elizabeth Dickinson (1830 – 1886), US-amerikanische religiöse Dichterin und Lyrikerin

– unauffindbar im Emily Dickinson Archive.

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#LügenManni

Noch nie hatte man wohl in Recke einen Redner zu Aschermittwoch, der aktuell so oft auf Twitter mit Hashtags benannt wurde, dass er es in die aktuellen Top10 schaffte – wenn auch im negativen Sinne. Manfred Weber steht als #LügenManni in der Schussliene, weil er gestern meinte, die Abstimmung um den Artikel 13 der Urheberrechtsreform der EU im EU-Parlament werde nicht vorgezogen, was die von ihm geführte Fraktion allerdings heute morgen noch angesichts europaweiter Proteste gegen den Artikel versuchte zu erreichen. Das war der Hintergrund (ausführlich), weswegen es beim politischen Aschermittwoch heute zu einer Protestaktion gekommen ist, wie die IVZ tickert:

Weber wird lautstark unterbrochen.#niemmehrcdu prangt auf den Plakaten, Trillerpfeifen tönen und die Sicherheitsleute müssen die Demonstranten hinauskomplimentieren – begleitet von Buh-Rufen der CDU-Gäste im Zelt.

Zudem schreibt die Zeitung:

„Demokraten hören einander zu“, bat Weber die Störer, mit dem Pfeifen aufzuhören.

Das scheint ja gerade sein Problem gewesen zu sein, dass ihm zugehört und seine Absicht erkannt wurde.

Und irgendwie hat man das Gefühl, die Aktion wäre auf Twitter schon angekündigt worden:

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Der Tierschützer

Tiere in menschlicher Obhut, das ist nicht immer eine friedvolle Angelegenheit. Ich spreche hierüber mit dem Kreisbeauftragten zur Tierbefreiung, Herrn Dr. Rob Inhood. Herr Inhood, um welche Tiere geht es Ihnen?
Ja, nun. Die Tiere fragt zunächst einmal niemand, in welcher Umgebung sie leben wollen. Da werden Rollen aufoktroyiert, die das Seelenleben der Viecher massivst beeinträchtigen, und da müssen wir eingreifen.

Sie haben schon einige Tiere aus Haushalten herausgeholt und in die Freiheit entlassen. Das Leben in der Natur birgt aber doch einige Gefahren, mit denen Haustiere gar nicht klar kommen können.

Sicher, sicher, aber ich frage Sie: Was soll so ein Wellensittich in Bockraden? Können Sie mir das mal verraten? Hohe Luftfeuchtigkeit, zugig, wenig Sonne. Das hält doch kein Sittich aus. Den konnten wir dann letzte Woche gut im Sonnenstudio am Aasee unterbringen. Da ist er nah an den Wellen und arbeitet da jetzt an der Rezeption.

Nicht nur kleine Zweibeiner rufen Sie auf den Plan, auch größere Tiere bekommen ihre Aufmerksamkeit.

Neulich mussten wir eine Kuhfamilie aus Mettingen befreien, das ging nicht anders. Die Bauern da haben so einen fürchterlich unverständliches Platt gesprochen, das konnten die Tiere nicht anne Ohren haben. Die stehen jetzt in Recke, da wird deutlich weniger gesabbelt. Worüber auch.

Nicht jeder bringt Verständnis auf für dieses Eingreifen in bestehende Lebensverhältnisse. Viele Tierhalter kritisieren einen unsensiblen Umgang mit der Thematik.

Ja, gut, man kann es nicht allen Recht machen. Aber da die Tiere nicht klagen können, muss sich halt jemand für sie einsetzen. Die Besitzer umziehen zu lassen wäre dann auch einfach zu aufwendig.

Herr Dr. Inhood, vielen Dank für das Gespräch.

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