3 Stück

Bei der Wikipedia weiß man auch nicht immer ganz genau, ob da noch nüchtern oder satirisch formuliert wird:

Die Ibbenbürener Volkszeitung hat im Gegensatz zu den meisten deutschen Tageszeitungen ihre Auflage in den vergangenen Jahren erhöhen können. Die verkaufte Auflage ist seit 1998 um 0 Prozent gestiegen. Sie beträgt gegenwärtig 16.948 Exemplare. Das entspricht einer Steigerung von 3 Stück.

Die besten der Besten seit 1998.

Weiterlesen

Zitate für Dummies (22)

Heute zum dritten Mal als falsches Zitat in der IVZ, bitte nicht wiederwählen:

„Ein Freund ist ein Mensch, der die Melodie deines Herzen kennt und sie dir vorspielt, wenn du sie vergessen hast.“

Albert Einstein (1879 – 1955), Physiker und Mathematiker

Man könnte einfach die Anzahl der Vorkommnisse des Zitats zählen, da hier Einstein allerdings anders attributiert wird als zuvor, ist von einem erneuten, grundsätzlichen Fehler auszugehen.

Weiterlesen

Zitate für Dummies (20)

Das Heimatkäseblatt enthüllt heute, welche falschen Meldungen dieses Jahr am 1. April in der Zeitung standen. Das Anfangszitat des Lokalteils wurde aber nicht aufgeführt. Eine kleine Hilfe:

„Was ich nicht wahrhaben will, hülle ich in einen Scherz.“

Emily Elizabeth Dickinson (1830 – 1886), US-amerikanische religiöse Dichterin und Lyrikerin

– unauffindbar im Emily Dickinson Archive.

Weiterlesen

#LügenManni

Noch nie hatte man wohl in Recke einen Redner zu Aschermittwoch, der aktuell so oft auf Twitter mit Hashtags benannt wurde, dass er es in die aktuellen Top10 schaffte – wenn auch im negativen Sinne. Manfred Weber steht als #LügenManni in der Schussliene, weil er gestern meinte, die Abstimmung um den Artikel 13 der Urheberrechtsreform der EU im EU-Parlament werde nicht vorgezogen, was die von ihm geführte Fraktion allerdings heute morgen noch angesichts europaweiter Proteste gegen den Artikel versuchte zu erreichen. Das war der Hintergrund (ausführlich), weswegen es beim politischen Aschermittwoch heute zu einer Protestaktion gekommen ist, wie die IVZ tickert:

Weber wird lautstark unterbrochen.#niemmehrcdu prangt auf den Plakaten, Trillerpfeifen tönen und die Sicherheitsleute müssen die Demonstranten hinauskomplimentieren – begleitet von Buh-Rufen der CDU-Gäste im Zelt.

Zudem schreibt die Zeitung:

„Demokraten hören einander zu“, bat Weber die Störer, mit dem Pfeifen aufzuhören.

Das scheint ja gerade sein Problem gewesen zu sein, dass ihm zugehört und seine Absicht erkannt wurde.

Und irgendwie hat man das Gefühl, die Aktion wäre auf Twitter schon angekündigt worden:

Weiterlesen

Multichannelaktivgedanken

Endlich mal wieder Experten im Käseblatt! Heute soll Internetkompetenz vorgegaukelt werden, na denn mal los: Wie schaut’s denn aus mit den Internetaktivitäten von Firmen in Ibbenbüren?

Für Korte und Geografin Laura Bednarowicz, für deren Bachelorarbeit über die digitale Präsenz in Innenstädten die Erhebung im vergangenen März entstand, ist nicht alles gut.

Nicht alles gut? Na, macht jemand mit beim Trinkspiel: Für jeden Bullshit-Satz einen heben?

Besagtes Potenzial muss nicht immer gleich der Onlineshop sein, sagt Korte. „Und es muss nicht jeder alles anbieten“, ergänzt Bednarowicz.

Heppa!

„Aber ich muss da sein, wo meine Zielgruppe ist“, sagt Korte.

Deswegen liefert McDonald’s auch nach Hause. Heppa!

Korte warnt davor, soziale Medien zu unterschätzen: „Wer in den wichtigen Netzwerken wie Facebook oder Instagram nicht aktiv oder im Internet gar nicht auffindbar ist, wird es zukünftig noch schwerer haben.“

Der digitale Getränkemarkt, der ist sowas von am Kommen: Heppa!

„Wer (…) in Zukunft weiterhin am Markt bestehen will, muss sich aktiv Gedanken über seine Multi-Channel-Strategie machen.“

Aktivdenken und Multivitaminchanneln gilt für zwei: Heppa! Heppa!

Auch hätten viele Unternehmen in Ibbenbüren das Potenzial der sozialen Netzwerke noch nicht für sich erkannt.

Heppsala!

„Gastro-Betriebe sollten sich ihrer steigenden Bedeutung für die City bewusst werden.“

Kann Bedeutung überhaupt steigen? Egal: Heppa!

64% der Dienstleister haben keinen Instagram-Account, keine Rede davon, wer diesen auch pflegt:

„Haben das Potenzial von Instagram erkannt.“

Ja, wer solche Experten zur Hand hat, die lieber Hohlphrasen und Buzz-Words absondern, anstatt irgendeine verständliche Erklärung zu liefern, der sollte selbst nicht vor bodenlosen Analysen zurückschrecken:

Denn dass Boris Becker uns in einem Werbespot überrascht mitteilte, er sei „drin“, ist bereits 20 Jahre her. Dass man nun, 2019, konstatieren muss, dass je nach digitaler Plattform, mindestens jeder dritte regional tätige Innenstadtbetrieb in Ibbenbüren noch nicht „drin“ ist, kann sich zum Problem auswachsen. Denn: In der fortschreitenden Transformation des Handels ins Digitale könnten diejenigen, die nicht „drin“ sind, schnell die werden, die bald „weg“ sind.

Gönau! Entweder das oder sie bleiben! Hepschala! Boris Becker ging damals über AOL rein. AOL ist als Internetzugangsanbieter seit 2007 „weg“.

Weiterlesen