Summa cum copy and paste

Nein, der Herr Gut­ten­berg wird kein zweit­er Dieter Jasper.

Im Gegen­satz zur Uni Teufen ist die Uni Bayreuth tat­säch­lich das, was man unter ein­er Uni ver­ste­ht. Ich hab’s nachgeguckt. Aber wie bei Jasper müsste Gut­ten­berg vorsät­zlich­er Betrug vorge­wor­fen wer­den kön­nen, damit ihm die Dok­tor­würde ent­zo­gen wird.

Zwar ist ganz offen­sichtlich, dass ganze Textpas­sagen in Gut­ten­bergs Dok­torar­beit putziger­weise zuerst als Texte ander­er Autoren in anderen Pub­lika­tio­nen veröf­fentlicht wor­den sind, zwar sind diese Textstellen wed­er durch Fußnoten noch durch Anführungsstriche als Zitate gekennze­ich­net und zwar hat der Leser den Ein­druck, diese Textpas­sagen seien Stel­lung­nah­men Gut­ten­bergs.

Aber Kon­se­quen­zen wird das keine geben. Das ist halt akademis­che Schus­seligkeit. Da lagen halt dutzende von Zetteln vor einem und irgend­wann wusste man nicht mehr, ob das da auf dem Zettel der eigene Gedanke oder ein fremder war.

Vorsät­zlich­es Han­deln wird man Gut­ten­berg nicht nach­weisen kön­nen. Kon­nte man bei Dieter Jasper auch nicht. Der hat das bei sich nicht schus­selig genan­nt, son­dern däm­lich.

Wenn dage­gen kleine Angestellte sich mit liegen gelasse­nen Pfand­flaschen und abge­s­tande­nen Brötchen im Gegen­wert weniger Cents bere­ich­ern, dann ist das vorsät­zlich­er Ver­trauensmiss­brauch. Mit schus­selig oder däm­lich kön­nen Sie sich da nicht rausre­den. Da braucht man in Deutsch­land Abitur für.

Aktu­al­isierung
Der STERN zieht übri­gens auch die Par­al­lele zu Jasper. Wat’n Zufall.

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Der Fall Jasper wird im Bundestag beraten

ver­meldet zumin­d­est die Linken in NRW:

Anlass ist ein Wahl­prü­fungsver­fahren, das ein Ibben­büren­er Bürg­er angestrengt hat­te. Dieser hat­te die Auf­fas­sung vertreten, dass der falsche Dok­tor­ti­tel des CDU-Kan­di­dat­en auf den Stim­mzetteln im Wahlkreis 129/Steinfurt III einen Wahlbe­trug darstelle und deswe­gen Neuwahlen ver­langt.

Die IVZ hat­te im ver­gan­genen Jahr den Stein ins Rollen gebracht, dass Dieter Jasper seinen nicht anerkan­nten Dok­tor­ti­tel abgelegt hat­te.

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Dezemberschnee

Es kommt ordentlich Schnee runter im Teck­len­burg­er Land, wie man auf fol­gen­den zwei Bildern von gestern Abend und heute früh erken­nen kann:

Wenn ich das richtig sehe, ist auch in Ibben­büren das Streusalz für die Straßen aus­ge­gan­gen und sie wer­den nur noch grob geräumt. Was ich bish­er noch nicht kan­nte, sind Klein­räumer, die spätabends hier und da Ein­fahrten frei schieben.

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Die Zeitung, die nicht genannt werden darf

Ich habe einen inter­es­san­ten Anruf von der Lokalzeitung erhal­ten, der ich diesen Blog­a­r­tikel geschickt habe.

Lokalblatt: Hal­lo. Wir haben da noch ein, zwei Sachen zu ihrem Artikel.

Ich: Aha.

Lokalblatt: Sie beziehen sich da auch auf die Mün­ster­sche Zeitung. Wir wür­den das gerne raus­nehmen.

Ich: ???

Lokalblatt: Die kriegen wir hier ja nicht. Das haben unsere Leser nicht gele­sen.

Ich: Ste­ht alles im Inter­net.

Lokalblatt: Ja, nee. Also, wir haben das schon mal für Sie umgeschrieben, dass das alles raus­fällt.

Ich: Dann möchte ich nicht, dass das veröf­fentlicht wird.

Lokalblatt: Okaaaaaaaaaaaay?!!

Lokalblatt: Ja, dann tschüß.

Ich: Tschüß.

Das, was da raus­fällt, wozu man auch nur noch mein ‘Okay’ haben wollte, müsste unge­fähr der halbe Artikel sein und würde einen ganz anderen Ein­druck beim Leser erweck­en, da ich das Übrigge­bliebene schon geschrieben habe. Und das nur, weil dem Blatt der Begriff Mün­ster­sche Zeitung nicht passt. Nee, danke.

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Wie die Vertreter der Volksbank den Rücktritt von Dieter Jasper aufnehmen

Dieter Jasper ist aus dem Vor­stand der Volks­bank des Teck­len­burg­er Lan­des zurück­ge­treten, nach­dem er zuvor schon seine Auf­gaben hat­te ruhen lassen. Jasper war in die Kri­tik ger­at­en, weil er in Deutsch­land jahre­lang unter falschem Dok­tor­ti­tel aufge­treten war. Das Ver­fahren wurde vor kurzem gegen Zahlung von 5000€ eingestellt. Der West­fälis­chen Nachricht­en war eine Beschrei­bung des Reak­tion des Vor­standes bericht­enswert:

Die Vertreter hören es, ent­las­ten den Vor­stand und den Auf­sicht­srat ein­stim­mig. Bei den Wahlen zum Auf­sichts­gremi­um wer­den Els­beth Alke­mey­er (Recke), Willi­brord Lange­mey­er (Met­tin­gen), Alfred Strot­mann (Ibben­büren) und Dr. Peter Döb­ber (Ibben­büren) ein­stim­mig wiedergewählt. Döb­ber, Vor­sitzen­der des Kon­troll­gremi­ums, hat zuvor mit­geteilt, dass Dieter Jasper (Hop­sten) am Tag zuvor sein Auf­sicht­srats­man­dat niedergelegt hat, um sich auf seine poli­tis­che Arbeit in Berlin zu konzen­tri­eren. Die Ver­samm­lung nimmt diese Mit­teilung regungs­los zur Ken­nt­nis.

Gut, mit Protest­märschen hat­te ich nun auch nicht gerech­net ;-).

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Haushaltsreden 2010

Mit der dün­nen Mehrheit von 23:22 Stim­men ist der Haushalt der Stadt Ibben­büren im Rat durch die Stim­men von SPD, Grü­nen und FDP durchgekom­men. CDU, IfI und die Linke stimmten dage­gen.

Die Haushalt­sre­den von SPD, CDU, IfI, FDP, und der Linkspartei ste­hen online, von der SPD gibt es zudem eine Erk­lärung zu ihrer Befür­wor­tung des Haushalts.

Zudem gibt es die Reden zum Ein­brin­gen des Haushalts von Bürg­er­meis­ter Heinz Ste­in­gröver und Stadtkäm­mer­er Mar­tin Burlage.

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Koalitionsgeplänkel 2010

Ger­ade sucht man in der Lan­despoli­tik noch nach ein­er Möglichkeit, eine Regierung zu bilden, aber genaueres ist derzeit nicht zu erfahren. Daher hier mal ein klein­er Blick in die Runde.

Die CDU hat ihren Blog offen­sichtlich eingestellt, dort erfährt man nichts Neues [Sieht bei der SPD aber ähn­lich aus. Sin­nvolle Blogs sind anders.]. Irgend­wie finde ich es doch selt­sam, dass die Partei mit den meis­ten Stim­men nicht die erste ist, die Koali­tion­s­ge­spräche führt.

Bei den Grü­nen meldet sich Volk­er Beck auf Twit­ter zu Wort, der sich von den Pirat­en ver­rat­en fühlt. Für diese Äußerung wird er von der Bun­des­geschäfts­führerin Stef­fi Lemke gedeck­elt. Ganz großes Kino. Dafür ist der grüne Blog noch am leben.

Die FDP führt gar kein Blog, dafür eine Face­book-Seite. Das Spielchen der FDP, vor der Wahl eine Ampel auszuschließen, dann sie kurz für möglich zu hal­ten, um sie sofort wieder auszuschließen, ist schw­er ver­ständlich.

Die Linken kündi­gen einen Son­der­parteitag für Pfin­gst­mon­tag in Bot­trop an und beze­ich­nen die FDP als extrem­istis­che Partei. Die Einigkeit inner­halb dieser Partei und die posi­tionelle Akzep­tanz für die anderen Parteien sind wohl der hauchdünne Faden, an dem ein rot-grün-rotes Bünd­nis hängt.

In den Blogs macht sich Michael Spreng so seine Gedanken zu den Gen­er­alsekretären der Parteien, bei den Ruhrbaro­nen bläst David Schraven nochmal in das Horn, dass die Linkspartei grund­sät­zlich nicht in die Regierung kom­men dürfe, der Wir-in-NRW-Blog doku­men­tiert neuerd­ings auch Stre­it­ereien bei den Linken und anson­sten plädiert man dort für Neuwahlen.

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