Zitate für Dummies (27)

Das heutige Zitat

„Es geht nicht darum, wie viel wir besitzen, son­dern wie viel wir genießen, das sorgt für Glücks­ge­fühl.“
Charles Had­don Spur­geon (1834 – 1892), englis­ch­er Bap­tis­ten­pas­tor

soll laut Oxford Trea­sury of Say­ings and Quo­ta­tions im Werk “The Sword and the Trow­el” aus dem Jahre 1867 zu find­en sein, ist es aber nicht.

Weiterlesen

Gerechtes Netz

Falls sich jemand gewun­dert hat, weswe­gen immer noch so große Anzeigen der Kam­pagne gerechtes-netz.eu in der IVZ erscheinen, wo doch der Bund der deutschen Zeitungsver­leger (BDZV) und der Bund deutsch­er Zeitschriften­ver­leger (VDZ) damit nichts mehr zu tun haben wollen, nach­dem die Strate­gie hin­ter der Kam­pagne bekan­nt wurde: Die IVZ ist Mit­glied im Ver­band deutsch­er Lokalzeitun­gen (VDL), und da hat man den Schuss wohl noch nicht gehört.

Und was bezweckt diese Bällewer­bung?

Zugle­ich gilt es mit­tel­bar Recht­spoli­tik­er auf nationaler und europäis­ch­er Ebene, aber auch Beamte und Richter, die Entschei­dun­gen und Urteile gegen die fünf Dig­i­tal­mo­nop­o­lis­ten Google, Face­book, Ama­zon, Apple und Microsoft zu tre­f­fen haben, zu ertüchti­gen.

Zum Glück haben die Lokalzeitun­gen noch Inno­cence in Dan­ger mit im Boot, da kann gar nichts mehr schief gehen. Im Grunde kön­nen Face­book und Google jet­zt ein­pack­en, das war’s.

Weiterlesen

Zitate für Dummies (26)

Schon wieder so ein fast richtiger Lit­er­aturbezug in der Zitate­cke der IVZ:

„Ein jed­er hat seine eigene Art, glück­lich zu sein, und nie­mand darf ver­lan­gen, dass man es in der seini­gen tue.“

Hein­rich von Kleist (1777 — 1811), deutsch­er Dra­matik­er, Nov­el­list, Büh­nen­schrift­steller und Erzäh­ler

Tue? Glück­lich sein tun? Kleist hat es bess­er for­muliert:

Ein jed­er hat seine eigne Art, glück­lich zu sein, und nie­mand darf ver­lan­gen, daß man es in der seini­gen sein soll.

Weiterlesen

Autorennamen

Das The­ma, dass nie­mand beim Lokalblatt mehr Kor­rek­tur zu lesen scheint, gab es ja schon des öfteren hier. Da sind oft Leser geneigt auszuhelfen. Und so las man online, eine Schü­lerin

las aus Hans-Peter Richters „Damals war es friedlich“.

Der Satz führte einen Leser zum Kom­men­tar, der den Autor­na­men und den Buchti­tel kor­rigiert wieder­gab:

Hal­lo Frau …, der Roman von Hans Peter Richter heißt “Damals war es Friedrich”. Viele Grüße

Man dank­te dem Kor­rek­turleser und ließ druck­en:

las aus Hans-Peter Richters „Damals war es Friedrich“.

Beim näch­sten Mal ein­fach noch inten­siv­er vorkauen. Denn selb­st bei so einem Zaunpfahlwink kommt man nicht auf die Idee, den anderen Lit­er­aturbezug im Text zu unter­suchen:

Ein­drück­lich schilderte auch die Auto­bi­ografie „Ich bin ein Stern“ von Inge Auer­bach, gele­sen von Richard Frank, die Ereignisse und das Gefühl des Aus­geliefert­seins der Betrof­fe­nen.

Die Dame heißt Inge Auer­bach­er.

Weiterlesen

Zitate für Dummies (25)

Wann begann es eigentlich in der IVZ mit den falschen Zitat­en? Genau genom­men startete es am 29. Jan­u­ar 2001, denn schon der erste Ver­such ging fehl:

Zäh: Wo die Pferde ver­sagen, schaf­fen es die Esel.

Johannes XXIII., Papst (1881–1963)

So etwas ähn­lich­es hat Papst Johannes XXIII. in der Tat gesagt, nur han­delte es sich um ein Zitat des religiösen Dichters Teofi­lo Folen­go und lautet:

Ubi defi­ci­unt equi, trot­tant asel­li.

Das bedeutet über­set­zt: “Wenn es an Pfer­den man­gelt, trot­ten die kleinen Esel.” Der Papst wollte mit diesem Zitat nicht andeuten, dass er selb­st zäher war als diejeni­gen, die eigentlich an sein­er Stelle hät­ten Papst wer­den sollen, son­dern dass er zweite Wahl war.

Weiterlesen