Guten Morgen

Gestern noch WordPress dafür gepriesen, dass es dafür Plugins wie Postalicious gibt, heute gemerkt, dass das nicht mehr funktioniert. Gnaaaa.

Zum Artikel 13 sind bei den Europa-Abgeordneten 1200 Anrufe eingegangen. Dabei sollten die Telefonkonzerne doch nicht gerettet werden.

Volker Quaschning stellt sich an die Seite der protestierenden Schüler: „Die junge Generation hat recht. Es ist ja auch mutig, mal nicht in die Schule zu gehen.“ Meine Güte, war ich früher mutig.

Drikkes über den Düsseldorfer Handtaschenberg.

Und während ich mir die Frage stelle: Wer erklärt wohl den Schülerstreik durch welches Ereignis für beendet? hole ich mir erstmal noch einen Kaffee.

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Guten Morgen

Es wird wieder etwas gebastelt hier. Da ich gerade meine, man kann ja alles Blogs unter den verschiedenen Domains als Unterkategorien in einem einzigen Blog packen, das macht dann doch weniger Arbeit und extrahieren kann man das auch wieder, ist hier wieder mal alles neu installiert. Außerdem ist mir die alte TMI-Datenbank abhanden gekommen, nachdem ich da eine Domain entfernt habe, aber das führt dann wieder zu weit ab.

Vorgestern, das wollte ich noch erzählen, da kam Abends über tagesschau.de die Knallermeldung rein, dass die britische Regierung bezüglich des Brexits doch noch was abgerungen habe, alles schon wieder kalter Kaffee, aber an dem Abend eben eine EILMELDUNG, gleich ginge es detailliert weiter, da blieb ich dran, blieb noch etwas wach, kam nix,ich schaltete auf Phoenix um, wo dann im Teletext zu lesen war, dass das Abgerungene im Grunde alles schon im Austrittsvertrag stehe.

Und während ich mir die Frage stelle: Ist jetzt die ARD für die Aufpreitsch- und Phoenix für die Runterkommeninformationen zuständig? hole ich mir erstmal noch einen Kaffee.

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Lesezeichen vom 7. März 2019

  • Sophie Passmanns Plauderei mit alten, weißen Männern: Harmlos wie ein Sektfrühstück — taz.de Nadia Shehadeh: “(Man ist) in einem reaktionären Plauder-Interview-Essay-Band einer privilegierten jungen weißen Frau gefangen, die irgendwo zwischen dem halb begeisterten Feminismus für Anfänger_innen, Männerversteherei und der Bagatellisierung gesellschaftlicher Missstände operiert. Geschlichtet wird auch nirgends, denn es wird ja auch an keiner Stelle wirklich scharf diskutiert oder gestritten.”
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#LügenManni

Noch nie hatte man wohl in Recke einen Redner zu Aschermittwoch, der aktuell so oft auf Twitter mit Hashtags benannt wurde, dass er es in die aktuellen Top10 schaffte – wenn auch im negativen Sinne. Manfred Weber steht als #LügenManni in der Schussliene, weil er gestern meinte, die Abstimmung um den Artikel 13 der Urheberrechtsreform der EU im EU-Parlament werde nicht vorgezogen, was die von ihm geführte Fraktion allerdings heute morgen noch angesichts europaweiter Proteste gegen den Artikel versuchte zu erreichen. Das war der Hintergrund (ausführlich), weswegen es beim politischen Aschermittwoch heute zu einer Protestaktion gekommen ist, wie die IVZ tickert:

Weber wird lautstark unterbrochen.#niemmehrcdu prangt auf den Plakaten, Trillerpfeifen tönen und die Sicherheitsleute müssen die Demonstranten hinauskomplimentieren – begleitet von Buh-Rufen der CDU-Gäste im Zelt.

Zudem schreibt die Zeitung:

„Demokraten hören einander zu“, bat Weber die Störer, mit dem Pfeifen aufzuhören.

Das scheint ja gerade sein Problem gewesen zu sein, dass ihm zugehört und seine Absicht erkannt wurde.

Und irgendwie hat man das Gefühl, die Aktion wäre auf Twitter schon angekündigt worden:

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Februarlese

Lucia Berlin — Was ich sonst noch verpasst habe Bittere, autobiographisch gefärbte Geschichten aus dem Leben einer Krankenschwester, die einen ehrlichen, aber nicht niederdrückenden Eindruck machen.
Michel Houellebecq — Serotonin Ein ziemlich typischer Houellebecq, was die Ausschweifungen ins Sexuelle angeht. Man leidet etwas mit der Verliererhauptfigur mit, hat sie allerdings auch schnell wieder vergessen.
Karen Duve — Regenroman Ein Schmöker, der schon lange Zeit in meinem Bücherschrank weilte und jetzt weiterwandern kann: Duves Romandebüt war mir als depressiv verschrieen, ist aber eigentlich nur ein düsterer Provinzthriller, der mit ekeligen Beschreibungen verziert ist, die einen mehr packen als Houellebecq.
Sven Regener — Neue Vahr Süd Noch so ein Schmöker, der lange im Bücherschrank war: Der Zweitling Regeners, in der Triologiereihe Teil 1 vor Der kleine Bruder und Herr Lehmann. Den hatte ich schon mal angefangen, fand ihn aber so öde, dass ich in weglegte. Das handlungsarme und labervolle Erzählen Regners muss man abkönnen, dann kann man nach 300, 400 Seiten miterleben, wie das Buch auch mal Fahrt aufnimmt. Ansonsten nur für Fans.
Sven Regener — Der kleine Bruder Die Geschichte schließt unmittelbar an Neue Vahr Süd an, als Hauptdarsteller Frank Lehmann nach Berlin zieht, dort versucht anzukommen und seinen großen Bruder sucht. Die Geschichte ist etwas dichter, was mir am Ende dann schon wesentlich besser gefallen hat, wenn es auch etwas eintönig ist, dass irgendwie jeder gleich spricht und erzählt und Handlung auch träge von statten geht.
Andreas Maier — Das Zimmer Noch so eine Romanserie, die ich bislang nicht gelesen habe. Die Welt erklären aus der Provinz heraus, in diesem Falle Wetterau, ist das Ziel. Und der Anfang, bei dem der Autor dem Leben seines zurückgebliebenen Onkels nachgeht, unterhält durchaus. Allerdings gibt es auch hier immer wieder Bandwurmsätze, die nicht durch komplexen Inhalt bedingt sind.

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Sendezeiten

Während der Nachwuchs auf der Babywagenfahrt zur Krabbelgruppe friedlich den Morgen verschlummert, vertreibe ich mir gerne die Spatzierzeit mit Hörbuchern. Derzeit lausche ich dem neuesten Houellebecq. Besonders genieße ich den fast unmöglichen Alltagsquantensprungspagat, wenn ich vor Ort angekommen die Kopfhörer absetze und vom erzählten Aufeinandertreffen von saftigen Mösen und glänzend geleckten Prügelschwänzen auf das Intonieren von Mein Dackel Waldemar und ich in Mitten beschwingter Neumamis umzuswitschen habe. So einen Turn gibt es im Fernsehen gar nicht: Das Eine läuft zu maximal entgegengesetzten Sendezeiten des Anderen.
Gekrönt wurde das Ganze, als ich heute auf der Rückfahrt von einem Herrn angesprochen wurde, der mich in der Altstadt mit dem Fingerzeig auf ein Obdachlosennachtquartier darauf hinwies, dass er immer traurig werde, wenn er so etwas sähe. Also, weil ein so reiches Land wie Deutschland sich sowas nicht geben müsste. Es müssten nur alle dran arbeiten. Er selbst habe den Weg in die Selbständigkeit gewählt, weil man mit einem Chef vor der Nase aus dem Hamsterkäfig nicht rauskomme. Dabei sei das Escapen ganz simpel, er würde das jedem empfehlen, man müsse nur, aber er wolle mich nicht aufhalten und sei auch selbst gerade auf dem Sprung zu einem Terminmeeting. Weg war er.
Und da habe ich mir gedacht: Das probierst du auch mal aus! Einfach mal Jung-Deutschland in der Fußgängerzone die Ohrendeckel von der Rübe hauen und sagen:

Also das mit den Waffenschiebereien und dem Hunger auf der Welt, wo letzten Endes alle bei drauf gehen, das müsste sich diese Welt doch eigentlich nicht geben. Ich habe da ein Globalisierungsfriedenskonzept, für sowas interessiere die Jugend sich doch? Eigentlich ganz einfach, es muss nur jeder ein Mal in der Woche JA SCHEISSE DA KOMMTMEINE BAHN!

Dann heftig trampelnd Reisaus nehmen und einem nicht sichtbahren Gefährt hinterher jagen.

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