Jens Spahn, Jesus und die Sache mit dem Hasch

Kleine Bibelkunde in der HHU mit dem Bundesgesundheitsminister:

„Und wie steht es mit der Legalisierung von Cannabis, um der Kriminalisierung entgegen zu wirken?“, wollte ein Medizinstudent wissen. „Die Frage höre ich häufig und ich kenne alle Argumente“, stellte Jens Spahn klar. Zum Beispiel, dass Alkohol ja auch nicht verboten sei. „Jesus hat Wasser zu Wein gemacht, nicht Gras zum schwarzen Afghanen“, versuchte es der Minister mit Humor

Na, da wäre Jesus ja auch schön blöd gewesen, denn im Gegensatz zu Wein gab es Cannabis damals wohl in Hülle und Fülle, die Leute badeten geradezu darin:

das Salböl, das die ersten Christen verwendet hätten, habe große Mengen einer Substanz namens Keneh-Bosum enthalten. Dabei, schreibt Bennet im US-Magazin „High Times“, handele es sich nach Erkenntnissen von Wissenschaftlern um ein Cannabis-Extrakt, das zusammen mit Kräutern in Olivenöl gelöst wird. In der hebräischen Original-Version der Bibel wiederum stehe ein Rezept für das heilige Salböl, das die äußerst großzügige Verwendung von Keneh-Bosum empfiehlt.

„Die Gesalbten der alten Zeit badeten förmlich in dieser potenten Mixtur“, meint Bennett.

Insofern besteht die Frage, ob dieses Wasser-für-Wein-halten-Ding nicht auch während einer Rauscherfahrung stattfand, und gar nichts sich verwandelte, oder vielleicht nur dadurch, dass da einer die Karaffen vertauscht hat oder einer in die Wasserkaraffen gepieselt hat und keiner wollte zugeben, was er da genau trank.

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Konzert: Monsters of Liedermaching, 2.4.2019

Sehr schönes, bestuhltes Konzert der Hamburger Band. Der Sound ließ etwas zu wünschen übrig, was der Stimmung keinen Abbruch tat. Es überrascht dann doch, wie viel kompetente Musiker da auf der Bühne sitzen. Bei mir ist dieses Lied als Ohrwurm da geblieben. Die Band, von denen Totte selbst hier über den Abend geschrieben hat, ist am Ende des Monats noch einmal in Oberhausen, wer sie nicht verpassen möchte, es sei ihm oder ihr sehr ans Herz gelegt.

Monsters of Liedermaching, Haus der Jugend, Düsseldorf, 100 Zuschauer

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Zitate für Dummies (20)

Das Heimatkäseblatt enthüllt heute, welche falschen Meldungen dieses Jahr am 1. April in der Zeitung standen. Das Anfangszitat des Lokalteils wurde aber nicht aufgeführt. Eine kleine Hilfe:

„Was ich nicht wahrhaben will, hülle ich in einen Scherz.“

Emily Elizabeth Dickinson (1830 – 1886), US-amerikanische religiöse Dichterin und Lyrikerin

– unauffindbar im Emily Dickinson Archive.

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#LügenManni

Noch nie hatte man wohl in Recke einen Redner zu Aschermittwoch, der aktuell so oft auf Twitter mit Hashtags benannt wurde, dass er es in die aktuellen Top10 schaffte – wenn auch im negativen Sinne. Manfred Weber steht als #LügenManni in der Schussliene, weil er gestern meinte, die Abstimmung um den Artikel 13 der Urheberrechtsreform der EU im EU-Parlament werde nicht vorgezogen, was die von ihm geführte Fraktion allerdings heute morgen noch angesichts europaweiter Proteste gegen den Artikel versuchte zu erreichen. Das war der Hintergrund (ausführlich), weswegen es beim politischen Aschermittwoch heute zu einer Protestaktion gekommen ist, wie die IVZ tickert:

Weber wird lautstark unterbrochen.#niemmehrcdu prangt auf den Plakaten, Trillerpfeifen tönen und die Sicherheitsleute müssen die Demonstranten hinauskomplimentieren – begleitet von Buh-Rufen der CDU-Gäste im Zelt.

Zudem schreibt die Zeitung:

„Demokraten hören einander zu“, bat Weber die Störer, mit dem Pfeifen aufzuhören.

Das scheint ja gerade sein Problem gewesen zu sein, dass ihm zugehört und seine Absicht erkannt wurde.

Und irgendwie hat man das Gefühl, die Aktion wäre auf Twitter schon angekündigt worden:

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