Zitate für Dummies (30)

Und weit­er im Text:

„Glück entste­ht oft durch Aufmerk­samkeit in kleinen Din­gen, Unglück oft durch Ver­nach­läs­si­gung klein­er Dinge.“

Wil­helm Busch (1832 – 1908), ein­er der ein­flussre­ich­sten humoris­tis­chen Dichter und Zeich­n­er Deutsch­lands

Nicht zu find­en im Gesamtwerk Wil­helm Buschs, wahrschein­lich von hier kopiert, 1954 wird es den Chi­ne­sen zugeschrieben, zu find­en in der Ency­clopae­dia of Prose Quo­ta­tions von 1884, wo es E. Wilton zugeschrieben wird:

Do not slight the lit­tle things that crowd around life; many are deceived and led astray by neglect­ing lit­tle things.

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Zitate für Dummies (29)

Es wird weit­er­hin bei der IVZ irgend­was aus dem Inter­net kopiert und in die Zeitung geset­zt, ohne im Min­desten der Frage nach zu gehen, ob die Zusam­men­stel­lung von Zitat und zuge­orn­de­tem Ver­fass­er wohl stimmt. Heute:

„Ein guter Rat ist wie Schnee. Je san­fter er fällt, desto länger bleibt er liegen und umso tiefer dringt er ein.“
Simone Sig­noret (1921 – 1985), franzö­sis­che Schaus­pielerin und Schrift­stel­lerin

Man kön­nte stutzig wer­den, dass das Zitat im Franzö­sis­chen nicht geläu­fig ist, was daran liegen kön­nte, dass es aus dem Englis­chen stammt

Advice is like snow – the soft­er it falls, the longer it dwells upon, and the deep­er it sinks into the mind.

und wohl Jere­mi­ah Seed zuzuschreiben ist.

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Zitate für Dummies (27)

Das heutige Zitat

„Es geht nicht darum, wie viel wir besitzen, son­dern wie viel wir genießen, das sorgt für Glücks­ge­fühl.“
Charles Had­don Spur­geon (1834 – 1892), englis­ch­er Bap­tis­ten­pas­tor

soll laut Oxford Trea­sury of Say­ings and Quo­ta­tions im Werk “The Sword and the Trow­el” aus dem Jahre 1867 zu find­en sein, ist es aber nicht.

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Gerechtes Netz

Falls sich jemand gewun­dert hat, weswe­gen immer noch so große Anzeigen der Kam­pagne gerechtes-netz.eu in der IVZ erscheinen, wo doch der Bund der deutschen Zeitungsver­leger (BDZV) und der Bund deutsch­er Zeitschriften­ver­leger (VDZ) damit nichts mehr zu tun haben wollen, nach­dem die Strate­gie hin­ter der Kam­pagne bekan­nt wurde: Die IVZ ist Mit­glied im Ver­band deutsch­er Lokalzeitun­gen (VDL), und da hat man den Schuss wohl noch nicht gehört.

Und was bezweckt diese Bällewer­bung?

Zugle­ich gilt es mit­tel­bar Recht­spoli­tik­er auf nationaler und europäis­ch­er Ebene, aber auch Beamte und Richter, die Entschei­dun­gen und Urteile gegen die fünf Dig­i­tal­mo­nop­o­lis­ten Google, Face­book, Ama­zon, Apple und Microsoft zu tre­f­fen haben, zu ertüchti­gen.

Zum Glück haben die Lokalzeitun­gen noch Inno­cence in Dan­ger mit im Boot, da kann gar nichts mehr schief gehen. Im Grunde kön­nen Face­book und Google jet­zt ein­pack­en, das war’s.

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Zitate für Dummies (26)

Schon wieder so ein fast richtiger Lit­er­aturbezug in der Zitate­cke der IVZ:

„Ein jed­er hat seine eigene Art, glück­lich zu sein, und nie­mand darf ver­lan­gen, dass man es in der seini­gen tue.“

Hein­rich von Kleist (1777 — 1811), deutsch­er Dra­matik­er, Nov­el­list, Büh­nen­schrift­steller und Erzäh­ler

Tue? Glück­lich sein tun? Kleist hat es bess­er for­muliert:

Ein jed­er hat seine eigne Art, glück­lich zu sein, und nie­mand darf ver­lan­gen, daß man es in der seini­gen sein soll.

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Autorennamen

Das The­ma, dass nie­mand beim Lokalblatt mehr Kor­rek­tur zu lesen scheint, gab es ja schon des öfteren hier. Da sind oft Leser geneigt auszuhelfen. Und so las man online, eine Schü­lerin

las aus Hans-Peter Richters „Damals war es friedlich“.

Der Satz führte einen Leser zum Kom­men­tar, der den Autor­na­men und den Buchti­tel kor­rigiert wieder­gab:

Hal­lo Frau …, der Roman von Hans Peter Richter heißt “Damals war es Friedrich”. Viele Grüße

Man dank­te dem Kor­rek­turleser und ließ druck­en:

las aus Hans-Peter Richters „Damals war es Friedrich“.

Beim näch­sten Mal ein­fach noch inten­siv­er vorkauen. Denn selb­st bei so einem Zaunpfahlwink kommt man nicht auf die Idee, den anderen Lit­er­aturbezug im Text zu unter­suchen:

Ein­drück­lich schilderte auch die Auto­bi­ografie „Ich bin ein Stern“ von Inge Auer­bach, gele­sen von Richard Frank, die Ereignisse und das Gefühl des Aus­geliefert­seins der Betrof­fe­nen.

Die Dame heißt Inge Auer­bach­er.

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