Ja, so als Lokaljournalist, da hat man es nicht leicht, da geifert man gerne nach Skandalmeldungen. Wie diese Woche bei der Rheinischen Post, bei der WAZ und dem Express geschehen:

Der Piraten-Politiker Michael Theine hat mit einem Facebook-Post für Empörung gesorgt. (Rheinische Post, 9.1.2017)

Mit seinem Post reagierte der Politiker auf einen tragischen Unfall, bei dem am Donnerstag eine 22-Jährige an der Kaiserswerther Straße starb. (WAZ, 9.1.2017)

Rheinbahn-Betriebsrat fordert Rücktritt von Piraten-Politiker (Express, 9.1.2017)

Nun ist die in Rede stehende Person zwar Mitglied bei den Piraten, aber Politiker – sprich Inhaber eines öffentlichen Amtes – war sie nie. Die Mitgliedschaft in einer Partei ist für die Äußerung ansonsten auch nicht relevant, man hätte dafür auch Freifunker nehmen können – ebenso irrelevant.

Einzig die Rheinische Post rudert etwas zurück, was die Sache aber auch nicht besser macht:

Update: In einer früheren Version des Artikels wurde der Name des Ex-Piraten-Politikers genannt. Inzwischen hat die Piratenpartei bestätigt, dass dieser in der Partei kein Amt mehr innehat. Deshalb haben wir den Namen entfernt.(Rheinische Post, 9.1.2017)

Die falsche Bennenung als Piratenpolitiker haben sie allerdings gelassen. Natürlich ist das etwas erbsenzählerisch, aber wir reden hier von der versammelten Lokalpresse, die derart unkorrekt zu Lasten einer Partei berichtet, dass man es für vergnügliches Piratenbashing halten könnte.

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Ich habe diese aus Piratenparteirichtung kommende Lanz-Petition nicht so recht verstanden. Die Petition, soweit ich verstanden habe, richtet sich gegen die massive Öffentlichkeit, die die Contra-Lanz-Petition hat, verweist auf angeblich wichtigere Dinge und meint, da das Format eine Show sei, sei nichts anderes zu erwarten als Show, d.h. als so-tun-als-ob man es ernst meint.

Das glaube ich nicht. In den Talk-Shows finden Gespräche statt, auch mit Politikern, und hier gibt es eine berechtigte Erwartungshaltung, dass man nicht rundherum belogen wird.

Zudem schien mir auf den ersten Blick naheliegender, dass man selbst Öffentlichkeit haben wollte:

Nun ja, bundesweit ist die Piratenpartei und auch Herr Lauer kaum noch in medialer Behandlung, sehr wohl noch in der Berliner Presse, aber da sitzen sie ja auch im Abgeordnetenhaus. Eine andere Sichtweise präsentieren da Matthias Dell:

„Der Berliner Piratenpolitiker Christopher Lauer startete am Samstag im Netz eine Gegen-Petition mit dem Titel: ‚Markus Lanz soll mal bitte seine Show so machen, wie er will, immerhin ist er ja erwachsen‘, die bis Montagmittag ein paar hundert Personen unterzeichneten. ‚Die Lanz-Debatte der vergangenen Tage ist doch etwas grotesk‘, begründete Lauer seine Initiative.'“
Dass ein Piratenpolitiker so pseudolocker medienkonservativ argumentiert, könnte man beinahe für eine Nachricht halten.

In der Tat – wenn die Piratenpartei bundesweit gerade noch in aller Munde wäre. Wobei ich es noch schlimmer finde, medienkonservativ bezeichnet zu werden als tendentiell populistisch.

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Morgenkaffee

Henryk M. Broder entschuldigt sich bei Jakob Augstein für zu weit gehende Äußerungen, fraglich bleibt, wo diese Entschuldigung denn bezüglich seiner Kritik endet.

Der Berliner Pirat Simon Lange, der oftmals insistiert, man müsse ihn nur richtig verstehen, dann seien seine Formulierungen nicht diskriminierend, steht in der Kritik, weil er eine Journalistin als Prostituierte benannt hat.

Christoph Süß über das Flughafen-Desaster: [audio:http://cdn-storage.br.de/mir-live/MUJIuUOVBwQIb71S/iw11MXTPbXPS/_2rc_H1S/_-iS/_A4d5Arf/130112_1100_orange_Das-Flughafen-Desaster.mp3]

Und während ich mir die Frage stelle: Haben die Piraten eigentlich inzwischen dieselben liberalen Sprachprobleme wie die FDP? hole ich mir erstmal noch einen Kaffee.

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Morgenkaffee

Gero von Randow erklärt im Zuge der Depardieu-Pass-Posse, wie Frankreichs Wirtschaft schädlich für das französische Kinoist.

Piratenparteimitglied und Vorsitzender des Flughafen-Untersuchungsausschusses Martin Delius bemängelt die Transparanz im Verfahren um den Bau des Berliner Flughafens BER. Inzwischen spekulieren andere offen über einen Rücktritt Klaus Wowereits.

Happy Birthday: Die Sesamstraße wird 40.

Thomas Kuban in der taz darüber, was ein NPD-Verbot brächte.

Und während ich mir die Frage stelle: Entschuldigit sich die Presse eigentlich noch mal für die Wulff-Belagerungen? hole ich mir erstmal noch einen Kaffee.

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Morgenkaffee

Kommen wir mal zu den Altlasten des vergangenen Jahres: Bermerkenswert ist, das Denis Scheck, dessen Literaturtipps ich noch nie befolgt habe, bis auf Joanne K- Rowling die gesamte SPIEGEL-Bestsellerliste verreißt. Und Rowling werde ich auch nicht lesen.

Da hat die öffentlich.rechtliche Gehirnwäsche aber gut funktioniert: WDR-Chefredakteur Jörg Schöneborn nennt die Rundfunktgebühr („GEZ“) eine „Demokratie-Abgabe. Das ist auch so zíemlich der mieseste Neusprech, den ich mir für diese Steuer vorstellen kann.

Zum Gruseln: Die Neujahrsansprache an die bayrische Piratenpartei.

Und während ich mir die Frage stelle: Wie kam es eigentlich dazu, dass die Öffis, die für öffentliche Kritik da sein sollen, sich selbst aller Kritik entledigt sehen? hole ich mir erstmal noch einen Kaffee.

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Morgenkaffee Ja, upsalla, die Qualitätsjournalismuszeitung DIE WELT hat da wohl einen Plagiatsfall an der Backe. Wir brauchen dringendst das Leistungsschutzrecht für solche Zeitungen.

Bei Popcornpiraten.de bekommt man einen ganz guten Einblick in den vergangenen Piratenparteiparteitag.

Laut einer universitären Studie hat die Schließung von Megaupload den Kinos nicht gut getan.

Und während ich mir die Frage stelle: Schützt so ein Leistungsschutzrecht eigentlich auch die Verlage vor Autoren? hole ich mir erstmal noch einen Kaffee.

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MorgenkaffeeHeute gibt es was zu lesen, und nicht nur irgendwas nahezu wahllos zusammengesammeltes wie sonst:

Bei Am Ende des Tages fragt Christian, ob man nicht öffentlich-rechtliche Modeblogs braucht. Zumindest die Frage, ob man Modeblogger nicht darauf stoßen müsste, über die Produktion ihres Firlefanzes nachzudenken, finde ich interessant.

Martin Niewendick nimmt bei den Ruhrbaronen die Stellungnahme des Piratenparteipolitikers Dietmar Schulz zu einem missglückten Tweet unter die Lupe.. Der Text könnte einen dazu verleiten, öfters mal wieder die Ruhrbarone zu lesen.

Constantin Seibt nutzt eine schöne Stein-Metapher um die Ungewissheit eines Journalisten beim Schreiben bezüglich Form und Inhalt des zu Schreibenden, also der Angst des Torwarts vorm Elfmeter, aufs Blatt Papier den Monitor zu bringen.

Und während ich mir die Frage stelle: Gibt es eigentlich schon so etwas wie Blogwachtwatch? hole ich mir erstmal noch einen Kaffee.

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Morgenkaffee

Mittlerweile läuft die Facebook-Aktie besser.

@leitmedium schreibt über die Chronik eines angekündigten Parteiaustritts bei der Piratenpartei.

Die 11freunde lehren uns, wie man vergleichbare Abschiede im Profifussball erkennt:

http://twitter.com/#!/11Freunde_Red/status/266604682963742720

Und während ich mir die Frage stelle: Ist Offenheit heute schon ein Gesichtsverlust? hole ich mir erstmal noch einen Kaffee.

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Morgenkaffee

Leistung muss sich wieder lohnen. Sagt wer? Der Vorstand der Piratenpartei Hessen und erhöht seine Gehälter um 50%.

De Einsatz von Drohnen hilft angeblich bei Bränden, Geiselnahmen und zur Drogenbekämpfung, meint man jedenfalls ohne einen Beleg zu geben im hessischen Innenministerium. An das Wort Kinderpornographie traut man sich wohl nicht mehr ran.

Hans Leyendecker tippt beim Tod Uwe Barschels auf Sterbehilfe.

Lothar Lenz vom WDR hat da aber mal eine ganz pfiffige Lösung für die Beschneidungsdebatte: Wenn es mal der Fall ist, dass das Recht auf körperliche Unversehrtheit und mit dem Recht auf freie Religionsausübung kollidiert, dann hat der Beschnittene eben Pech:

Und während ich mir die Frage stelle: Wie FDP sind eigentlich die Piraten? hole ich mir erstmal noch einen Kaffee.

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Morgenkaffee

Konstantin Wecker trauert um Schriftsteller Herbert Rosendorfer.

Anhänger der CDU schauen lieber fern, als das sie das Internet verwenden.

Der niedersächsische Piratenparteivorstand fordert von Julia Schramm, sich derart zu ihrem Buch zu positionieren, dass sie dafür eintritt, dass es kostenlos zur Verfügung gestellt wird, oder dass sie zurücktritt.

Thomas Knüwer macht den Fefe und glaubt an eine mediale Verschwörungstheorie, die besagt, dass die Piratenpartei versenken werden soll.

Und während ich mir die Frage stelle: Geht die Piratenpartei unter, kaum dass sie einmal inhaltlich greifbar ist? hole ich mir erstmal noch einen Kaffee.

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